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Freitag, 29. Juni 2007
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Katzav muss nicht ins Gefängnis
Generalstaatsanwalt Menachem Masus erklärte gestern, dass Katsav ein Schuldeingeständnis wegen sexueller Belästigung ablegen und seinen Rücktritt erklären werde. Bislang hatte er die Vorwürfe gegen ihn stets zurückgewiesen. Durch die ausgehandelte Abmachung seiner Anwälte mit Masus bleiben ihm eine Haftstrafe und eine Anklage wegen Vergewaltigung erspart. Er werde jedoch Schadensersatz an die Klägerinnen zahlen müssen, hieß es. Katsav habe selbst um eine solche Beilegung des Verfahrens gebeten, so Masus. In der Anklageschrift werden die beiden schwersten Vorwürfe (die der Vergewaltigung) gegen den 61-Jährigen nun nicht mehr enthalten sein, im Gegenzug sind die Anwälte damit einverstanden, dass ein Gericht ein Urteil verkündet, dessen Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird. Die Entscheidung des Generalstaatsanwalts rief in Israel besonders unter Mitgliedern der Rechtsgemeinde und Frauenrechtsgruppen Kritik hervor. Die ausgehandelte Vereinbahrung sei "empörend" und ein "Totalversagen der Generalstaatsanwaltschaft" so die Kritiker. Katzav betone indes, er habe die Vereinbahrung nur unterschrieben, da er erschöpft sei und endlich seine Ruhe haben wolle.
Trägt Israel die Schuld?
Etwa 60 Prozent der Fabriken im Gazastreifen sind nicht funktionstüchtig, seit die Hamas die Macht übernommen hat und die Übergänge nach Israel oft geschlossen werden müssen. Das ist ein Fakt, den ein Bericht des israelischen “Gisha Zentrums für Legalen Schutz der Bewegungsfreiheit der Palästinenser“ auf den Tisch legt. Im Gazastreifen gibt es 3900 Betriebe für die Herstellung von Lebensmitteln, Betriebsstoffen, Papier, usw., von denen die meisten nicht betrieben werden können, da Materialknappheit herrsche. Dieser Bericht behauptet nun aber, dass trotz Lebensmittel- und anderen Lieferungen die „israelische Politik den Wirtschaftssektor zerstöre und damit einen neuen Bedarf an Lebensmittelrationen schaffe und die Abhängigkeit der Wirtschaft Gazas von iranischen Spenden und der Unterstützung der Hamas erhöhe“. Im Klartext: Es ist Israels Schuld, dass sich im Gazastreifen eine humanitäre Krise anbahnt.
Dass Israel von den Palästinensern für die Lage im Gazastreifen verantwortlich gemacht wird, ist nichts neues, dass aber auch israelische Organisationen die Schuld bei Israel suchen, stößt mittlerweile bei der Öffentlichkeit und auch in den Medien des Landes auf Unmut. Erst gestern wurde aus offiziellen israelischen Sicherheitskreisen gemeldet, dass die Hamas mit allen Mitteln versucht, eine humanitäre Krise im Gazastreifen herbeizuführen, und zwar geschehe dies insbesondere durch den beständigen Beschuss der Grenübergänge nach Israel, durch den die dringend benötigten Hilfsgüter geliefert werden, hieß es im Israel Radio. Damit werde aber vor allem auch versucht, den internationalen Druck auf Israel zu erhöhen.
Neuer Biodiesel entwickelt
Einer kleinen israelischen Firma für alternative Energie ist es gelungen, Biodiesel zu entwickeln, der alle Vorteile des gebräuchlichen Biodiesel besitzt, mit dem Vorteil, dass keine zusätzlichen Kosten für ältere Fahrmodelle anfallen, die sonst immer umgerüstet werden müssen. Die Direktorin von Ormat, Yehudit Bronicki sagte gegenüber Israel21c, dass das Produkt ihrer Firma die selben Eigenschaften besitzt, wie herkömmlicher Diesel, aber auch in Motoren verwendet werden kann, die sonst auf Biodiesel umgerüstet werden. Biodiesel wird eigentlich mit Soja oder Rapsöl hergestellt, ist daher billig und eine umweltfreundliche Energiequelle. Die unerschwinglichen Kosten eines neuen Autos, das für Biodiesel ausgerüstet ist, oder die Umrüstung eines älteren Modells haben bislang Kunden von dieser umweltfreundlichen Art jedoch abgehalten. Mit dieser billigen und überall anwendbaren Dieselform könnte sich das jetzt ändern. Ein weiterer enormer Vorteil ist bei den weltweit steigenden Benzinpreisen, dass Ormats Biodiesel westlichen Ländern und Israel helfen könnte, die Abhängigkeit von ausländischen Öllieferanten drastisch zu senken.
Jüdischer Friedhof geplündert
Drei palästinensische Jugendliche wurde dabei erwischt, wie sie auf einen jüdischen Friedhof in Zentralisrael verschiedene Objekte stahlen, so berichtete Israel National News. Die Polizei entdeckte die arabischen Jugendlichen, während diese mit einer großen Tüte durch den Friedhof schlichen, in der sich u.a. Kerzenhalter aus Metall befanden, mit denen Juden traditionellerweise die Gräber ihrer Lieben schmücken. Der Vorfall wurde so gut wie gar nicht in der israelischen Medienlandschaft beleuchtet, was daran lag, dass es ein relativ geringer Zwischenfall war. Was viele Israelis nun ärgert, ist die Tatsache, dass der Fall es auf den Titelblättern gelandet wäre, hätte es sich um jüdische Diebe auf einem moslemischen Friedhof gehandelt.
Die Jordan Rally 2007
„Was machen denn die Zionisten im Jordanischen Königreich?“, lautete eine der häufigsten Fragen, die Jordaniens Prinz Feisal Al Hussein, seines Zeichens auch Präsident des Motorsports in Jordanien, während der Pressekonferenz gestellt wurden. Das jordanische Oberhaupt betonte: „Motorsportveranstaltungen sind ein Ort für Frieden und Brüderlichkeit zwischen Menschen und Nationen, für Harmonie unter all unseren Nachbarn im Nahen Osten, und es besteht keinerlei Bedarf, Politik in den Sport mit einzubeziehen.“ Um das romantische Bild zu vervollständigen, sah man die israelische Flagge im Wind wehen, umgeben von den Fahnen der arabischen Länder... Lesen Sie im nächsten israel heute Magazin, wie sich das israelische Team während der “Jordan Rally 2007” auf der Autorennstrecke in Jordanien inmitten all der arabischen Mannschaften schlug!
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Ludwig Schneiders Vortrag
 Ludwig Schneider spricht heute, am 29. Juni in D-29664 KRELINGEN bei Walsrode , beim„ISRAELSEMINAR“ des Geistlichen Rüstzentrums Krelingen; Tel.: 05167-970 203
Morgen am Samstag, den 30. Juni spricht Ludwig Schneider um 20:00 Uhr in 33332 GÜTERSLOH in der Evangelisch Freikirchliche Gemeinde, Westfalenweg 1, Tel.: 0252-262091; zum Thema „Israels aktuelle Lage im Licht der Bibel“.
Für eine aktuelle Liste der Vorträge im Jahr 2007, klicken Sie bitte hier !
Schabbat-Lesung und Kommentar
„BALAK“ 4. Mose 22,2-25,9; Micha 5,6-6,8
Kommentar:
In unserem Wochenabschnitt erfahren wir, dass Balak, der König von Moab, in große Angst geriet, weil er gehört hatte, dass das siegreiche Volk Israel die mächtigen Amoriter, den König Sihon aus Heschbon wie auch den König Og aus Baschan, das heutige Golan, besiegt hatte!
Daraufhin wandte sich Balak an Bileam aus Pethor, ein bekannter Seher und Weissager, der das Volk Israel verfluchen sollte, und der König scheute keine Kosten und Mühen, den am weit entfernten Euphrat wohnenden Bileam zu gewinnen. Anfangs aber weigerte sich Bileam noch, dem König Hilfe zu leisten, denn er wollte dem Gott Israels gehorchen. Erst waren es nur einfache Boten, dann kamen die Fürsten des Königs selbst, um ihn umzustimmen. Und dann sah Gott das Herz Bileams und ließ es schließlich zu: „Wenn die Männer dann kommen, um dich zu rufen, mache dich auf, geh mit ihnen! (22,20). Aber, wie wir wissen, wartete Bileam nur auf das ‘Grüne Licht’ Gottes, denn sofort ‘früh morgens machte er sich schnell auf den Weg’. Wie wir in Römer 1 lesen, läßt Gott manchmal den Menschen „seiner Sehnsucht nach der Sünde nachgeben“. Und zwei Verse weiter lesen wir: „Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er ging.“
Im Anschluss daran folgt die kurze aber bedeutsame Episode mit dem sprechenden Esel, die uns zeigen soll, dass Gott eigentlich alles und jeden benutzen kann, um die Worte zu verkündigen, die Er verkünden will!
Und dann lesen wir das klare Statement des Judenhassers: „Die dich (Israel) segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht!“ (24,9) – Worte, die Gott gerade ihn, den Judenhasser, sagen ließ, damit niemand sagen kann, ein Judenfreund hätte diese Worte gesprochen. Keine Bestechung oder Manipulierung! Natürlich fühlte sich Balak angesprochen und wurde zornig.
Dreimal musste sich Balak Segen anstelle von Fluch anhören (23,11 und 25), auf immer ‘höheren Gipfeln (Pisga)’ stehend. Er hatte nicht aufgegeben – genau wie damals Pharao; es war ein Machkampf zwischen dem noch „unbekannten“ Gott Israels und dem Volksherrscher.
Die Geschichte zeigt uns, dass das jüdische Volk – leider! - das meistverfluchte Volk der Menschheitsgeschichte ist. Die UNO, um ein aktuelles Beispiel zu nennen, hat mehr Resolutionen zur Verurteilung Israels verabschiedet, als gegen alle anderen Nationen zusammen, einschließlich des Iraks! Von 175 verabschiedeten Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats waren 97 gegen Israel! Auf der anderen Seite werden ganze Völker sowie Betriebe und auch Menschen gesegnet, weil sie Israel segneten durch praktische und finanzielle Hilfe oder durch Gebete. Ja, Bileams Segen gilt auch noch heute. Schauen wir nur auf die Vereinigten Staaten, die meist auf der Seite Israels standen – Gott segnete sie dafür! Oder nehmen wir die zwei deutschen Staaten vor der Wiedervereinigung. Die DDR wollte ihre Schuld am jüdischem Volk nicht anerkennen; im Gegensatz zu den Westdeutschen, die unter Konrad Adenauer ab 1965 Wiedergutmachungs- und Entschädigungsgelder zahlten. Der Segen und der Fluch war sichtbar, die Bundesrepublik wurde zu einer Wirtschaftsmacht, und die DDR trat 40 Jahre lang auf der Stelle. Ja, wir sprechen hier von denselben „fleißigen“ Deutschen. An Beispielen fehlt es nicht – sei es für Segen oder Fluch – beides wird immer an dem Verhältnis zu Israel gemessen.
Einer der Segenssprüche Bileams bildet sogar den Anfang des Mittagsgebets (Mincha) der Juden:>b> „Ma towu Ohalecha ... Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel!“ (24,5).
In unserem Prophetenabschnitt (Haftara) in Micha 6,5 lesen wir: „Mein Volk, denk doch daran, was Balak, der König von Moab, beratschlagt, und was Bileam, der Sohn des Beor, ihm antwortete …“ Das soll uns auch ein Trostwort sein, denn Gott kann jeden Fluch in einen Segen umwandeln!
- Michael Schneider –
Das Wetter
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June 28
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Donnerstag, 28. Juni 2007
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12 Tote bei gestrigen Kämpfen
Bei den gestrigen Kämpfen zwischen der israelischen Armee (IDF) und bewaffneten Palästinensern im Gazastreifen sind insgesamt 12 Menschen getötet worden, darunter auch ein Jugendlicher. Zwei israelische Soldaten wurden verletzt, als eine Antipanzerrakete auf ihren Panzer gefeuert wurde. Das IDF hatte Mittwoch Morgen zunächst ein Mitglied des Islamischen Dschihad getötet, später wurden zwei Bewaffnete bei Auseinandersetzungen in Khan Yunis getötet. Ein weiterer militanter Palästinenser kam in Gaza ums Leben, als die israelische Luftwaffe das Auto des hochrangigen Mitglieds des Islamischen Dschihads angriff. Die Al Quds Brigaden, der bewaffnete Arm des Islamischen Dschihads, erklärte, man werde als Racheakt eine Terrorattacke in Israel durchführen (drei Kassamraketen genau jener Terrororganisation landeten übrigens gestern in und um Sderot).
Das IDF erklärte zur Militäroperation, dass es nicht darum ginge, Gaza zu übernehmen, vielmehr dienten zielgenaue Angriffe dazu, die terroristische Infrastruktur zu zerstören. Die gestrige Operation diente insbesondere der Lokalisierung von Terrorzellen, sagte die Armee. Die Aktivitäten des IDF im Gazastreifen seien kein Hinweis auf eine Änderung der Politik, sondern eher Präventivschläge gegen den Terror. Hinzu komme, dass viele bewaffnete Palästinenser in den Kämpfen ihrem ganzen Frust über die Situation im Gazastreifen freien Lauf lassen, was die “heftigen Kämpfe erkläre, mit denen wir gestern umgehen mussten, und die heftiger als sonst von statten gingen”, so ein Sprecher der Armee.
Bei einer Anti-Terroraktion im so genannten Westjordanland in Nablus wurden unterdessen sechs israelische Soldaten verletzt, zwei von ihnen mittelschwer, einer sehr schwer. Sie befanden sich mit dem Auftrag in der Stadt, Terroristen festzunehmen und wurden dabei von Palästinensern beschossen und mit Sprengmaterial beworfen.
Schelte für Olmert
Olmert musste für seine Offerte, 250 Palästinenser aus reiner Geste des guten Willens freizulassen, in Israel harsche Kritik einstecken. Auf das während des Gipfeltreffens in Sharam el-Scheich geäußerte Angebot, so die Fatahbewegung des palästinensischen Präsidenten Abbas zu stärken, reagierten z.B. die Koalitionsmitglieder der Israel Beteinu Partei so geschockt, dass sie ernsthaft erwägen, sich aus der Regierungskoalition zurückzuziehen, sollte es letztendlich zu einer Freilassung kommen. Ein hochrangiges Mitglied der Oppositionspartei Likud sagte, dass Olmert die inhaftierten Terroristen für eine Handvoll netter Sätze guter Presse sowie einer netten Fotogelegenheit “verkauft” habe. Er verwies darauf, dass vergangene Entlassungen von Inhaftierten diese immer dazu gebracht hat, sich erneut dem Terrorismus zuzuwenden und im “zweiten Versuch” erfolgreich Juden umzubringen.
Einigung in Punkto Flüchtlinge
Während des Gipfeltreffens ins Scharam el-Scheich wurde zwischen Premierminister Olmert und dem ägyptischen Präsidenten Mubarak eine Vereinbarung getroffen, dass hunderte Afrikaner und Osteuropäer, die in den letzten sechs Monaten illegal über die ägyptische Grenze nach Israel gekommen sind, wieder nach Ägypten zurückgeschickt werden. Etwa 20 Prozent dieser illegalen Eindringlinge kommen aus Darfur im Sudan, ihnen wird aufgrund der besonderen Schwere ihrer Situation in ihrem Heimatland erlaubt, in Israel zu bleiben. Lesen Sie den Bericht über einen Flüchtling aus Darfur, der jetzt in Israel lebt, in unserer aktuellen israel heute Zeitschrift!
Firmen wetteifern um Baurechte
In Israel wird zur Zeit eine Baufirma gesucht, die einen Kanal zwischen dem Toten Meer und dem Roten Meer gräbt. Elf internationale Firmen haben die erste Qualifizierungsphase bestanden und werden jetzt um den Auftrag wetteifern, indem sie einen Plan über die Umsetzbarkeit dieses Projektes ausarbeiten und dem Israelisch-Palästinensischen Komitee präsentieren, das das Projekt überwacht. 25 lange Jahre soll die Umsetzung der Bauarbeiten für den Kanal dauern. Mit dem Projekt wird nicht nur das rapide sinkende Tote Meer – der tiefste Punkt der Erde und das salzreichste Wasser dazu – wiederbelebt, durch den Kanal sollen auch Israel und Jordanien mit zusätzlichen 850 Mio. Kubikmeter Wasser pro Jahr für die Wasserversorgung profitieren.
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Mittwoch, 27. Juni 2007
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Olmert reicht Abbas in Sharam el Scheich die Hand zur Zusammenarbeit
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas während des Gipfels in Sharam el Scheich ein weitreichendes Kooperationsangebot unterbreitet. Bei demTreffen, an dem auch der ägyptische Präsident Hosni Mubarak sowie der jordanische König Abdallah anwesend waren, erklärte er, dass die neue Regierung der PA, die “Israels Existenzrecht und eine Lösung der zwei Staaten für zwei Völker anerkennt, und bereit sei, Abkommen einzuhalten, Terror und Gewalt ablehnt und keine Mitglieder von Terrororganisationen in ihren Reihen hat”, von Israel anerkannt werden würde. “Wir werden zusammenarbeiten, um die Roadmap in die Tat umzusetzen und die in ihr enthaltenen Ziele voranzubringen”, so Olmert, der auch versprach, die Steuergelder fortlaufend zu überweisen, Sicherheits- und Wirtschaftskooperation zu erneuern und mit mehr Bewegungsfreiheit in den Gebieten von Judäa und Samaria zu ökonomischen Wohlstand beizutragen. “Wir haben kein Interesse daran, die Bevölkerung zu bestrafen, nur weil sie von einer Terrororganisation und extremistischen Kräften beherrscht wird, die an Zerstörung und Zusammenbruch interessiert sind”, sagte Olmert in Bezug auf die Ereignisse im Gazastreifen. Es wurde vereinbart, sich alle zwei Wochen zu treffen, um die Agenda voranzubringen. Wie bereits gestern berichtet, kündigte Olmert im Zuge seiner Rede auch an, 250 gefangene Palästinenser freizulassen, um Abbas den Rücken zu stärken. “Ich tue dies, da es mir wichtig ist, alle Palästinenser wissen zu lassen, dass denjenigen, die bereit zu Friedensbeziehungen und Versöhnung mit uns sind, eine Hand der Versöhnung und der Anerkennung ausgestreckt wird. Ich weiß, dass dies auch Ihr Traum ist, Mahmud Abbas, und ich betrachte Sie als echten Partner auf diesem Weg. Nur wenn wir zusammenarbeiten, können wir diesen Traum auch verwirklichen.“
Palästinensergebiete
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat gestern bis auf den offiziellen Sicherheitsdienst der PA alle bewaffneten palästinensischen Gruppierungen gesetzlich verboten und zu illegalen Organisationen erklärt. Nicht sicher ist, wie Abbas diese Anordnung umsetzen will. Zudem gibt es in den Palästinensergebieten hunderte von bewaffneten Männern, die keiner “Sicherheitstruppe” angehören.
Der Kerem Shalom Übergang zum Gazastreifen, an dem Hilfsgüter für die palästinensische Bevölkerung nach Gaza geleitet werden, musste für zwei Tage geschlossen werden, da militante Palästinenser versucht haben, den Übergang zu attackieren, u.a. wurde geschossen und Mörsergranaten geworfen. Zudem wurde ein großer Sprengsatz entdeckt, der noch nicht explodiert war. Israel hofft, dass die Hilfsgüter durch einen anderen Grenzübergang geleitet werden können.
Der israelische Channel 2 berichtete heute morgen, dass fünf Palästinenser im Süden des Gazastreifens während Kämpfen von der israelischen Armee getötet wurden. Die Hamas verbreitete, dass Israel einen Luftangriff auf ein Fahrzeug in der Nähe von Gaza Stadt ausgeführt habe, bei dem drei Menschen, darunter zwei Hamasfunktionäre, ums Leben kamen. Die israelischen Armee äußerte sich bislang nicht dazu.
UN: Schmuggel an libanesisch-syrischer Grenze
Als porös bezeichnet ein offizieller UN-Bericht, der dem UN-Generalsektretär Ban Ki-moon gestern vorgelegt wurde, die Grenze zwischen Syrien und Libanon . Die Grenzposten, die von der libanesischen Armee aufgestellt wurden, um die Grenze zu beobachten, versagen ihrem Zweck, das Schmuggeln von Waffen und anderen Dingen zu unterbinden. Der Report sagt, dass “der momentane Zustand der Grenzsicherheit unzulänglich “ sei und der Schmuggel nicht verhindert werden kann, in besonderem Maße das Schmuggeln von Waffen. An der Grenze sei nicht eine einzige Beschlagnahmung von Waffen erfolgt, hieß es weiter. Der Bericht wurde vom 27. Mai bis 15. Juni zusammengestellt und bestätigt genau das, worauf Israel seit dem Ende des Zweiten Libanonkrieges letzten Sommer immer wieder versucht, die Weltöffentlichkeit hinzuweisen.
Knesset diskutiert Kleiderordnung
Das arabische Knessetmitglied Ahmad Tibi (Vereinigte arabische Liste) hat vor der Knesset vorgeschlagen, eine Kleiderordnung einzuführen. Seinem Vorschlag zufolge soll es Knessetmitgliedern innerhalb des Knessetgebäudes nicht erlaubt sein, Lederbekleidung zu tragen. Es sei eine moralische Tat, die eine wichtige öffentliche Botschaft sende, sagte Tibi während eines Meetings mit dem Ethikcode Komittee, wo man über die richtige Kleiderordnung für Knessetmitglieder dikutierte. Seine Haltung begründete er damit, dass diese Kleiderordnung an Arbeitsplätzen in der ganzen Welt völlig normal sei. Zudem sei er gegen die ungerechte Haltung der Tiere, die für Leder- und Pelzbekleidung geschlachtet werden. Auch das Tragen von Sandalen stand zur Debatte. Uri Ariel (Nationale Einheitspartei), der dafür bekannt ist, dass er ganzjährig mit Sandalen an den Füßen zu den Sitzungen erscheint, denkt, dass Knessetmitglieder selbst entscheiden sollten, welche Schuhbekleidung sie tragen wollen.
Yigal Amir wird Vater eines Sohnes
Larissa Trimbobler, die Frau des als Rabins Mörder verurteilten Yigal Amir, ist mit einem Jungen schwanger. Yigal Amir sitzt im Sharon Gefängnis ein, wo er regelmäßig von seiner Frau besucht wird. Nun hofft er, dass die Beschneidung des Jungen im Gefängnis abgehalten wird, damit er dabei sein kann.
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Die Höchstwerte heute in Jerusalem 34, in Tel Aviv 29 Grad, am Toten Meer 40, in Tiberias 40 und in Eilat 44 Grad.
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Der Davidstern (hebr. Magen David – Schild Davids) besteht aus den zwei Schutzschilden Davids, die zu einem Stern verbunden sind. Er erfuhr im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Bedeutungswandlungen, bis er schließlich zum Symbol des Judentums und des Volkes Israel wurde. Dieses Schmuckstück erhält seine Exklusivität durch die Kreativität des Künstlers, dem hier eine außergewöhnliche Kombination aus Schlichtheit und Eleganz gelungen ist.
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Lebenszeichen von Gilad Shalit
Die Entführer des israelischen Soldaten Gilad Shalit haben gestern eine Tonbandaufnahme mit einer kurzen Botschaft des seit einem Jahr Entführten veröffentlicht. In der Botschaft, die den ganzen Tag in den israelischen Fernsehkanälen hoch und runter gespielt wurde, hört man Shalit in geschwächter Stimme sprechen. Kurz nach der Freigabe der Aufnahme forderte ein Sprecher der Hamas im israelischen Fernsehen, dass Israel als Antwort auf dieses positive Lebenszeichen die Verhandlungen zum Gefangenenaustausch wieder aufnehmen solle. 1500 gefangene Palästinenser verlangt die Hamas, darunter etliche Terroristenkommandeure.
Wortlaut der Botschaft des entführten Soldaten Shalit
„Ich bin der Soldat Gilad Shalit, Sohn Noams, Gefangener der Izzedin al-Kassam-Brigaden. Mutter und Vater, Schwester und Bruder, meine Freunde in der Armee: Ich sende euch aus dem Gefängnis Grüße, ich vermisse euch alle sehr. Es ist nun ein Jahr her, dass ich entführt wurde und mein Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends. Ich muss dringend für längere Zeit in ein Krankenhaus.
Es ist schade, dass die israelische Regierung und die Armee (IDF) nur mangelndes Interesse an mir zeigt und auf die Forderungen der Kassam-Brigaden nicht eingeht. Es ist klar, dass sie auf diese Forderungen eingehen müssen, wenn sie wollen, dass ich endlich aus dem Gefängnis frei komme. Insbesondere da ich bei einem Militäreinsatz war, unter militärischer Anweisung, und kein Drogenhändler.
Und so wie ich Eltern habe, Mutter und Vater, haben auch die Tausende palästinensischer Häftlinge Mütter und Väter, denen man ihre Söhne zurückgeben muss. Ich vertraue darauf, dass die Regierung sich mehr für mich einsetzen und auf die Forderungen der Entführer eingehen wird.“
Israelischer Geheimdienst warnt vor Krieg im Sommer
Israels Leiter des Militärgeheimdienstes warnte wiederholt davor, dass es schon diesen Sommer durch eine Anzahl sehr wahrscheinlicher Szenarien zu einem Krieg zwischen dem jüdischen Staat und seinen Nachbarn kommen könnte. Generalmajor Amos Yadlin erklärte, dass Iran, Syrien, Hisbollah und Hamas alle gegen Israel arbeiten und dass zwar keiner von ihnen in der Lage sei, einen militärischen Konflikt zu initiieren, dass aber Fehlkalkulationen ihrerseits zu einem Krieg führen könnten. Der Krieg letzten Sommer mit der Hisbollah resultierte aus einer ähnlichen Fehlkalkulation. Die Regierung Olmerts spielt die Einschätzung Yadlins und die Möglichkeit eines Krieges herab. Schlimmer als dies jedoch sind die Warnungen von Beobachtern, dass wenn ein Krieg ausbrechen würde, wie es die Geheimdienste befürchten, Israel noch viel weniger vorbereitet sein würde, als es schon letzten Sommer war.
Olmert will 250 Palästinenser freilassen
Obwohl aus Kreisen der Regierung seit Tagen beteuert wurde, dass es keine Absichten gäbe, über die Freilassung von Gefangenen zu diskutieren, hat Israels Premierminister Ehud Olmert gestern auf dem arabisch-israelischen Gipfeltreffen im ägyptischen Badeort Scharm-al-Scheich überraschend mitgeteilt, dass er plane, 250 in israelischen Gefängnissen einsitzende Fatahmitglieder, die “kein Blut an ihren Händen hätten”, freizulassen. Diese müssten zudem eine Verpflichtung unterzeichnen, dass sie der Gewalt abschwören. Von Olmert als “Geste des guten Willens” bezeichnet, soll dieser Schritt Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im inner-palästinensischen Konflikt den Rücken stärken.
Die Tonbandaufnahme der Kidnapper von Gilad Shalit kommentierte Olmert mit den Worten, die Terrororganisation stelle einmal mehr unter Beweis, wie “grausam und unmenschlich” sie sei und wie sehr sie versuchen würden, die Familie Shalits und die israelische Öffentlichkeit zu manipulieren und zu erpressen. “Es wird ihnen nicht gelingen”, so Olmert.
Messianische Juden in der Armee
Wenn sie ihre Uniformen anlegen und ihre Waffe in die Hand nehmen, dann sind die jungen Israelis bereit, ihre Nation zu verteidigen, doch oft wissen sie nicht, was sie während ihrer Militärzeit wirklich erwartet. Besonders für messianisch-gläubige Juden ist die Armeezeit eine Herausforderung. Für einige ist es das erste Mal, dass sie der maroden Moral in Israels Gesellschaft ausgesetzt sind, wo mit Alkohol oder Drogen gefeiert wird, oder jeder Soldatin während ihres Militärdienstes zwei vom Staat finanzierte Abtreibungen zustehen. Die gläubigen Soldaten müssen stark sein, wenn sie den negativen Einflüssen standhalten wollen. Die messianisch-gläubigen Soldaten fühlen sich herausgefordert, trotz allem in ihrer Armeezeit Vorbild zu sein. “Als Gläubiger schärft sich mein Pflichtbewusstsein”, erklärt Hauptfeldwebel Adam Rosenfeld. “Ich fühle mich moralisch verpflichtet, treu zu tun, was man von mir verlangt. Mein Dienst hat mich Gott nähergebracht.” Lesen Sie den ganzen Artikel über messianische Juden und ihren Dienst in der israelischen Armee in der neuen israel heute August Ausgabe!
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Gilad Schalit: Vor einem Jahr entführt
Seit genau einem Jahr halten palästinensische Terroristen den israelischen Soldaten Gilad Schalit gefangen. Er wurde am Grenzübergang zum Gazastreifen nahe der israelisch-ägyptischen Grenze am 25. Juni 2006 entführt, bei dem Anschlag auf den Militärstützpunkt kamen zwei seiner Kameraden ums Leben. Hunderte von Menschen versammelten sich aus diesem Anlaß gestern am Rosengarten gegenüber der Knesset. “Unsere Söhne sollten nicht den Preis der Versäumnisse bezahlen, noch sollten das ihre Familien. Der Premierminister weiß genau, was zu tun ist, um Gilad zurückzubekommen, zumindest sollte er das”, erklärte Noam Schalit, der Vater des entführten Soldaten, der Israels Politiker aufrief, alles nur Mögliche zu tun, um seinen Sohn zu befreien, darunter auch die Freilassung hunderter palästinensischer Gefangener.
Die Palästinenser, die Gilad entführt haben, meldeten sich heute zu Wort und sagten, dass es ihm gut gingen und er gut behandelt werden würde.
Krankenhäuser werden gegen Raketen gesichert
Das Kabinett hat gestern beschlossen, dass Krankenhäuser im Norden und an der südlichen Grenze Israels so ausgebaut werden sollen, dass sie gegen Raketenangriffe geschützt sind. Das Budget für die Umbauarbeiten beträgt 479 Mio. Schekel (rund 84 Mio. Euro). Der Plan, der innerhalb der nächsten vier Jahre umgesetzt werden soll, bezieht die Krankenhäuser in Naharija, das letzten Sommer direkte Katjuschatreffer erlitt, und das Barzilai Hospital in Aschkelon mit ein. Auch drei Krankenhäuser in Nazareth sowie die Porija und Rambam Medizinzentren in Haifa sollen ausgebaut werden.
Hamas erklärt „israelische Spione“ für vogelfrei
Die Hamas, die nach der Übernahme des Gazastreifens nun Fatahmitgliedern “Begnadigung” anbietet, verkündete ihren neusten Plan, alle “israelischen Spione” auszurotten. Mahmud Zahar, einer der Schlüsselfiguren im Gewaltputsch in Gaza, erklärte dies offensichtlich in Bezug auf die loyalen Fatahmitglieder, die Mohammed Dahlan nahestehen. Dahlan ist in den Augen der Hamas ein Verräter, weil er den Dialog mit Israel und den USA fördert und an vielen hochrangigen Treffen mit westlichen Politikern teilnahm. Im so genannten Westjordanlad werden weiter Hamasaktivisten festgenommen, um eine Machtübernahme dort zu verhindern. Aus dem Gazastreifen wurde bekannt, dass jeder dritte Einwohner dort eine Waffe besitzt. Die Hamas will verhindern, dass einer anderen Terrorgruppe eine ähnliche Übernahme gelingt, wie letzte Woche ihnen, daher wurde die Bevölkerung aufgerufen, alle Waffen abzugeben. Bis Donnerstag wurden nur sehr wenige der 400.000 Waffen zurückgegeben.
Fatahmitglieder haben die Hamas beschuldigt, die Gazaübernahme mit Hilfe Irans durchgeführt zu haben. Während die Hamas dies abstritt, gab der Vorsitzende des iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrats gegenüber dem Newsweek Magazin zu, tatsächlich die Hamas zu unterstützen: “Es stimmt, wir unterstützen Hisbollah und Hamas, aber diese beiden sind keine Terrorgruppen. Diese beiden verteidigen lediglich ihr Land”, sagte Ali Larijani vergangenen Freitag.
Weg mit dem (koscheren) Speck!
Anders als all die modernen Fitnesscenter, die überall in der westlichen Welt wie Pilze aus dem Boden schießen, kann sich ein Jerusalemer Sportcenter rühmen, das erste orthodoxe Fitnesstudio mit einer sittsam gekleideten Kundschaft und Gebetbüchern anstelle von Muskelmagazinen zu sein, das zudem die gesamte Bandbreite an Trainingsmethoden bietet. Das „Koscher-Studio“ hat seine Türen vor knapp einem Jahr geöffnet, als Antwort auf die steigende Nachfrage innerhalb Israels religiöser jüdischer Gemeinschaft. Züchtig gekleideten, religiös-orientierten Menschen bietet sich hier eine Alternative zu den westlichen kulturellen Angeboten, wie z.B. den Gourmetrestaurants, Kinos und Fitnessclubs. Lesen Sie den ausführlichen Artikel über das originelle Fitnesstudio in Jerusalem, und was schon Rambam, Rabbi Moshe ben Maimon, über Fitness gesagt hat, in der kommenden israel heute August Ausgabe!
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Fahrradtour für entführte Soldaten
Gestern nahmen rund 5000 Fahrradfahrer an einer Gedenktour für die entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev teil, die vor einem Jahr von der Hisbollah in den Libanon entführt worden waren. Die 14 Kilometer lange Tour begann südlich von Naharija und endete in Rosh Hanikra an der libanesischen Grenze. Tausende von Radfahrern bildeten eine zwei Kilometer lange Kette. Die Fahrradtour wurde von der israelischen Organisation der Radsportler organisiert, um die Sache der entführten Soldaten wieder in die Öffentlichkeit zu bringen.
In der Knesset wurde derweil ein Gesetzesvorschlag von Israel Hasson (Israel Beteinu Partei) unterbreitet, dass die Kosten für die offiziellen Auslandsreisen der Familien, die der Freilassung der Geiseln dienen, von der Regierung übernommen werden sollen. Bislang mussten die Familien der Entführten für jegliche Kosten, die ihre Reisen ins Ausland mit sich brachten, selber aufkommen. Der Vorschlag wurde von den Familien sehr begrüßt, die alles tun, um die Öffentlichkeit auf das Schicksal ihrer Familienmitglieder aufmerksam zu machen, und weltweit Politiker aufrufen, sich für die Freilassung auf diplomatischem Wege einzusetzen.
Mubarak kritisiert Hamas
Die Situation im Gazastreifen hat sich von außen betrachtet beruhigt, auch wenn es unter der Oberfläche weiterhin schwelt. Viele Palästinenser trauten sich nach Wochen der gewalttätigen Ausschreitungen am Wochenende wieder an den Strand, um das warme Wetter zu genießen. Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat die Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen einen “unrechtmäßigen Coup" genannt und seinem Bedauern darüber Ausdruck verliehen, dass “palästinensisches Blut durch die Hände von Palästinensern geflossen ist, die alle roten Linien überschritten haben”.
Die Hamas wird die Fatah im so genannten Westjordanland bombardieren, warnte Mahmud al-Zahar, einer der militantesten Hardliners der Hamas. Man wird versuchen, die Machtposition der Fatah in der Westbank zu untergraben, indem man sie mit denselben Mittel angreifen würde, wie man Israel attackiere – mit Raketen und anderen gewalttätigen Anriffen. Hochrangige Hamasmitglieder warnten zudem davor, internationale Truppen in den Gazastrifen zu senden, man würde sie bekämpfen, hieß es. Eine Umfrage an der Al-Najah Universität in Nablus ergab dagegen, dass 66% der Palästinenser eine internationale Truppe in Gaza gutheißen würden. Ständen morgen Wahlen an, würden nur noch 12% der palästinensischen Wähler die Hamas wählen, 35% der Stimmen gingen an die Fatah. 69% der Teilnehmer der Umfrage äußersten sich pessimistisch, was die Zukunft der palästinensischen Autonomiebehörde angeht.
Unterdessen sind in Sderot heute morgen wieder zwei Kassam-Raketen niedergegangen, drei Menschen wurden dabei verletzt. Die Al-Quds Brigaden, der bewaffnete Arm des Islamischen Dschihad, übernahm die Verantwortung.
Jüdische und christlich-arabische Schüler lernen voneinander
Ein neues pädagogisches Programm in Israel zielt darauf ab, jüdische und christlich-arabische Schüler einander näher zu bringen und sie über den jeweils anderen zu unterrichten.
Die Initiative wird in den Oberstufen der Schulen umgesetzt, dabei werden die Schüler zusammen die hebräischen Schriften (das Alte Testament) und das Neue Testament studieren. Geplant sind außerdem Besuche in Synagogen und Kirchen im ganzen Land.
Die Organisatoren erklärten gegenüber dem israelischen Internetdienst ynet, dass das Ziel des Programms zweifach ausgelegt sei: Jüdischen und christlichen Jugendlichen soll ein besseres Verständnis voneinander vermittelt werden, und die Verbindungen zwischen ihrer eigenen kulturellen und religiösen Identität soll gestärkt werden. “Aus der Begegnung mit einer anderen Kultur und Tradition entsteht das Bedürfnis, sich mit seiner eigenen Tradition zu beschäftigen”, erklärte Nava Tal, eine der Lehrerinnen hinter der Initiative. Wenn das Programm während des kommenden Schuljahres ein Erfolg werden wird, wollen die Organisationen in Zukunft auch moslemische Schüler in das Projekt mit einbinden.
Späte Gerechtigkeit für jüdische Enteignete
Vor rund 50 Jahren wurde die jüdische Metzger Familie enteignet. Ihr einst luxuriöses Hotel mit Blick auf Ägyptens Mittelmeerküste, das so berühmte Gäste beherbergt hatte, wie Winston Churchill oder Al Capone, wurde 1952 verstaatlicht. Der Eigentümer Albert Metzger, dessen Vater das Cecil Hotel 1929 in Alexandria gegründet hatte, wurde 1957 des Landes verwiesen, gerade mal mit zwei Koffern in der Hand. Seine Odyssee durch Europa führte ihn nach England. Jetzt ist es der Familie gelungen, nach langen und harten Verhandlungen die Besitzansprüche auf das Hotel wieder geltend zu machen. Die Erben unterzeichneten eine Vereinbarung mit dem ägyptischen Tourismusministerium, das ihnen das Hotel zurückgab. “Endlich hat die Gerechtigkeit gesiegt, aber es hat einfach zu lange gedauert”, erklärte Alberts Schwiegertochter Patricia, die kurz vor dem Landesverweis der Familie 1956 noch ihre Verlobung im Hotel gefeiert hatte. Das Gebäude wurde von der Familie für eine unbekannte Summe wieder an Ägypten verkauft.
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Mäßige Teilnahme an der Parade
Für die Mitglieder der homosexuellen Gemeinschaft sei die gestrige Parade, die ohne besondere Zwischenfälle verlaufen ist, ein voller Erfolg gewesen, ließ man durch die Medien verkünden. Für die meisten Jerusalemer Stadtbewohner war die Veranstaltung dagegen eine ärgerliche Interferenz, da weitläufig viele Straßen gesperrt wurden und es dadurch zu enormen Staus und Verkehrsbehinderungen kam. Die israelischen Medien sprachen von 2000 bis 3000 Teilnehmern der Parade, weit weniger als die erwarteten 5000. 20 Protestler wurden verhaftet, eine Gay-Veranstaltung in einem Park wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, da die Feuerwehr streikte.
In der Jerusalemer Jaffastraße fand ein Protestkundgebung statt, auf der Haredim Gebete zitierten und Schilder gegen die Veranstaltung der Schwulen und Lesben trugen. In und um Jerusalem wurden kurz vor Beginn der Parade etliche Feuer gelegt, die jedoch alle unter Kontrolle gebracht werden konnten. Desweiteren wurde ein Orthodoxer aus Mea Shearim mit einer selbstgebastelten Bombe aufgegriffen, mit der er die Leute vor der Teilnahme an der Veranstaltung abhalten wollte. Nissim Zeev, Knessetmitglied von der Schass-Partei, schlug vor, man solle Rehabilitationszentren für Homosexuelle einrichten. "Die Regierung sollte dies veranlassen, diese Leute sind gefährlich und wir müssen sie im Auge behalten", sagte er.
Die Veranstalter der Parade haben derweil bereits angekündigt, nächstes Jahr wieder eine Gayparade in der israelischen Hauptstadt zu veranstalten.
Stimmen aus Gaza
In der israelischen Tageszeitung wurde ein Artikel veröffentlicht, der Menschen zu Wort kommen ließ, die aus Gaza geflohen sind und zur Zeit in israelischen Krankenhäusern betreut werden.
Fatan al-Hinawi, 9 Jahre, wird im Ichilov Hospital in Tel Aviv behandelt, nachdem sie in Gaza verletzt wurde. Eine Kugel traf sie von der Seite, berührte ihre Wirbelsäule, ging duch den Darm, die Niere und kam auf der anderen Seite wieder heraus, wo die Kugel den Arm traf. Al-Hinawi ist eines von drei palästinensischen Kindern, die ins Ichilov Krankenhaus gebracht wurden, und die im Schusswechsel zwischen der Hamas und der Fatah ernsthaft verletzt wurden.
Der 23-jährige Polizist Shadi wurde von der Hamas attackiert: “Sie waren zu fünft. Sie standen über mir und schossen vom Knie ab ins untere Bein. Einer hielt mir eine Kalaschnikov an den Kopf.”
Ein anderer Patient bereut, die Hamas unterstützt zu haben: “Dafür dass ich die Hamas gewählt habe, könnte ich mich jetzt erschießen.” Er kam mit seinem Bruder in das Krankenhaus. Sein Bruder wurde in den Kopf geschossen, während er verwundeten Menschen in ein Taxi half. “Wir haben wirklich geglaubt, dass die Hamas die Dinge ändern könnte”, sagt er. “Die Hamas hat Geld und Waffen für die nächsten 20 Jahre. Alle jungen Leute wollen ihr beitreten, da sie im Gegensatz zur Autonomiebehörde gut bezahlt.”
UK-Gewerkschaft will totalen Boykott Israels
Die größte Gewerkschaft Großbritanniens, UNISON, fordert den totalen Boykott Israels aufgrund der anhaltenden “Besatzung der palästinensischen Gebiete”. In einer Erklärung Delegierter der Gewerkschaft hieß es, “Die Konferenz glaubt, dass ein Ende der Besatzung nur mithilfe von gemeinschaftlichem und gezieltem Druck auf Israel erreicht werden kann, besonders auf wirtschaftlicher, akademischer und sportlicher Ebene.” Auch die britische Regierung wurde in der Erklärung aufgerufen, ein Waffenembargo gegen Israel durchzusetzen. “Wir unterstützen den Staat Israel und werden unsere guten Beziehungen mit professionellen Gewerkschaften weiterführen. Doch das Ziel unseres Aufrufes ist ein Ende der israelischen Besatzung”, sagte Miri Maguire von UNISON gegenüber der israelischen Presse. Die Gewerkschaft rief Israel weiterhin dazu auf, sich auf die Grenzen von 1967 zurückzuziehen, den Golan abzugeben und die palästinensischen Flüchtlinge in einen zukünftigen palästinensischen Staat zurückkehren zu lassen. Verurteilt hingegen wurde ein wirtschaftlicher Boykott der Palästinensischen Autonomiebehörde letztes Jahr zum Machtantritt der Hamas. Lesen Sie mehr über den britischen Boykott in einer der nächsten Ausgaben des israel heute Magazins!
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Kidnapping vereitelt
Der israelische Geheimdienst Shin Bet gab diese Woche die Information frei, dass ein konkreter Plan vereitelt wurde, einen Israeli in Jerusalem zu entführen. Ala Hamad, ein jordanischer Staatsbürger mit israelischem Pass, sollte den Plan ausführen. Er war zuvor von der Hamas in Damaskus rekrutiert worden. Der 29-Jährige ist Sohn eines jordanischen Vaters und einer israelischen Mutter. Hamad wurde im Jahr 2004 von der Hamas in Damaskus trainiert und dann nach Israel geschickt, um seine Mission auszuführen. Er mietete sich in einem arabischen Dorf nahe Jerusalem eine Wohnung. Zwei Wochen vor der Ausführung seines Plans wurde er verhaftet.
Israel erwartet Touristenboom diesen Sommer
Nach den letzten 12 Monaten, die für Israels Tourismusindustrie aufgrund des Zweiten Libanonkrieges letzten Sommer sehr schwer waren, erwartet man für diesen Sommer eine vollständige Erholung in der Tourismusbranche. “Wir glauben, dass diesen Sommer 20 Prozent mehr Touristen nach Israel kommen werden, als noch im letzten Jahr”, erklärte Shaul Tsamach vom Tourismusministerium. Durch den Krieg letzten Sommer stagnierte der seit 2002 stetig wachsende Tourismus des Landes, statt der erwarteten 2,2 Mio. Touristen 2006 kamen nur 1,8 Mio Besucher. Im Jahr 2005 waren es noch 1,9 gewesen. Nun hofft man, an die Zahlen von 2005 anknüpfen zu können.
Ludwig Schneiders Vortrag
 Ludwig Schneider spricht heute, am Freitag, 22. Juni um 20.00 Uhr in 26723 EMDEN , Jesus-Zentrum Emden, Dithmarscher Str. 26, Tel.: 04921-65649; zum Thema: „Israels aktuelle Lage im Licht der Bibel“.
Ludwig Schneider spricht morgen, am Samstag, 23. Juni um 19.30 Uhr in 26127 OLDENBURG , Israelgebetskreis, Aula Gymnasium Eversten, Theodor-Heuss-Str. 7, Tel.: 0171-7586901; zum Thema: „Was ich über Israel wissen sollte“.
Für eine aktuelle Liste der Vorträge im Jahr 2007, klicken Sie bitte hier !
Schabbat-Lesung und Kommentar:
„CHUKKAT – Satzung“ 4. Mose 19,1 22,1; Richter 11,1 33
Die fortlaufende Schabbatlesung (Parascha) behandelt weitere Satzungen (Chukkim). Zuerst lesen wir vom „Wasser der Reinigung“ als Entsühnungsmittel, das aus der Asche des Sühnopfers einer Roten Kuh (hebr. Parah Aduma) gewonnen wurde. Die Asche wurde aufbewahrt (19,9). Das Entsündigen einer Person, die sich durch den Kontakt mit einer Leiche oder gar eines Grabes verunreinigt hatte, war für den „dritten“ und „siebten“ Tag vorgesehen (19,19).
Über die „Rote Kuh“ ist nur wenig bekannt, aber die jüdischen Weisen sagen, dass seit der Gesetzgebung bis heute nur neun Rote Kühe geopfert wurden. Das Opfer der zehnten Roten Kuh ist (nach Rambam) dem Messias vorbehalten. Die erste Rote Kuh wurde durch Mose selbst und den Hohenpriester Eleasar dargebracht. Zu Zeiten des Tempels wurde die Kuh außerhalb des Heiligtums geschlachtet und verbrannt – auf der östlichen Seite des Tempelbergs, wahrscheinlich auf dem Ölberg. Die „reinigende Asche“ der Kuh wurde über mehrere Jahre hinweg verwendet. Heute laufen Versuchsreihen, z. B. auf Farmen in Atlit, um die Gene einer Roten Kuh zu isolieren, die kein einziges schwarzes Haar haben darf.
Kapitel 20 berichtet vom Tod Miriams, die in Kadesch beerdigt wurde. Als es dann zu einer Wasserknappheit kam, fing das Murren wieder an. Wieder bekam Mose zu hören: „... warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt?“ (20,5) Kein Trinkwasser, und das in einer sengenden Wüste! Menschlich betrachtet war das Murren verständlich.
Mose ergriff seinen Stab und sagte: „Hört doch, ihr Widerspenstigen! Werden wir für euch Wasser aus diesem Felsen hervorbringen?“ (20,10) Mose schlug – und sprach nicht nur, wie ihm Gott befohlen hatte – aus Wut zweimal den Felsen. Und das unter dem noch frischen Eindruck des Todes seiner geliebten Schwester, die ihn als Kind gerettet hatte.
Mose, der Repräsentant Gottes unter seinem Volk, handelte nicht so, wie der Allmächtige es ihm befahl. Es heißt, er habe „Gott nicht geglaubt“. Die Strafe hierfür mag in manchen Augen vielleicht übertrieben erscheinen: Mose durfte nicht ins Gelobte Land! Gott bestrafte zwar Mose und Aaron, sorgte aber dennoch für Wasser, das so genannte „Haderwasser“ (hebr. Mej Meriwa). Wasser in Mengen, ausreichend für mehr als eine Millionen Menschen – ein weiteres übernatürliches Wunder!
Aaron starb am Berg Hor, das Volk trauerte 30 Tage lang um ihn und sein Sohn Eleasar übernahm das Amt des Hohenpriesters.
In Kapitel 21 lesen wir nach dem Sieg über die Kanaaniter aus Arad von der rettenden „Ehernen Schlange“, die bis heute Symbol der Medizin ist. Wörtlich soll es laut hebräischem Urtext „Kupferschlange“ heißen, denn laut der Weisen wurde die Schlange aus Kupfer auf einer Stange errichtet, wie man sie heute nachgebildet auf dem Berg Nebo in Jordanien sehen kann. Auch hier wurde die Strafe für das wiederholte Murren zur Heilung für Viele. Gott sandte „feurige“, also giftige Schlangen (21,6) und „viel Volk“ starb. Das Volk lebte in der Wüste ständig im Angesicht des Todes, und so erklärt sich auch, dass in der Einleitung von der Reinigung des Toten und jeder Person, die mit einer Leiche in Berührung kam, die Rede ist. Nun bereute das Volk und tat Buße. Der dazu beauftragte Mose richtete die Schlange auf, von der es heißt: „Jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.“
Dieses Geschehen hat eine tiefe geistliche Bedeutung. Der Sündenfall geschah auch durch eine „feurige Schlange“, die das ganze Menschengeschlecht gebissen und mit teuflischem Gift und Geist infiziert hat. Aber Gott sorgte für das Heilmittel: Seinen Sohn, das Lamm Gottes, Jeschua, den Messias. Jeder, der zu dem am Kreuz erhöhten hinaufschaut und Buße tut, wird ewiges Leben gewinnen.
„Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“ (Joh. 3,14 15)
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Donnerstag, 21. Juni 2007
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Bewegung am Eres-Übergang
Israel hat Palästinenser, die vor Hamas-Islamisten in Gaza fliehen, mit Armeebussen vom Eres-Übergang über Israel an den Grenzübergang zu Ägypten gebracht. Eine israelische Armeesprecherin erklärte, dass die Aktion im Rahmen einer Abmachung mit Ägypten von statten ging. Desweiteren wurden 90 ukrainische Staatsbürger, darunter viele Frauen, die mit Palästinensern verheiratet sind, aus dem Gazastreifen evakuiert. Mindestens 120 verletzte und flüchtende Palästinenser warten noch darauf, die Grenze zu überqueren.
Ein hochrangiger Hamasoffizier erklärte Mittwoch, dass man bereit sei, mit Israel einen Waffenstillstand einzugehen, wenn Israel alle militärischen Operationen im Gazastreifen und dem so genannten Westjordanland einstellen würde. Der ehemalige Außenminister Mahmud Zahar sagte, die Hamas wolle zwar die Kämpfe zwischen Israelis und Palästinensern einstellen, jedoch sei man nicht bereit, die Grenze zum jüdischen Staat zu bewachen.
Wieder Raketen auf Sderot
Fünf Qassam Raketen wurden gestern aus dem Gazastreifen auf Sderot geschossen, drei Menschen wurden bei den Einschlägen leicht verletzt, ein Wohnhaus beschädigt. Eine Rakete traf einen Elektromast eines Kibbuzes, wodurch dort der Strom ausfiel. Zuvor waren zwei Raketen aus dem nördlichen Gazastreifen abgeschossen worden, die israelische Armee konnte die Raketenwerfer östlich von Beit Hanoun ausmachen und vollständig zerstören. Der Islamische Dschihad übernahm die Verantwortung für die Angriffe.
Proteste im Zuge der Gayparade erwartet
In Jerusalem werden heute 7000 Polizisten einen Demonstrationszug von erwarteten 5000 Teilnehmern der Gayparade begleiten. Schon seit 6 Uhr morgens postiert sich die Polizei entlang der geplanten Route. Fünfzehn ultra-orthodoxe Protestler wurden letzte Nacht während einer gewaltvollen Gegendemonstration verhaftet, bei der die Polizei Wasserwerfer einsetzen musste. 400 Polizisten aus Tel Aviv, die gestern eigens für den Einsatz trainiert wurden, werden auch in Jerusalem eingesetzt werden. Im Ma'asiyahu Gefängnis wurden 200 Zellen geräumt, um Platz für mögliche gewalttätige Gegendemonstranten zu schaffen.
Kirchrat macht Druck auf Israel
Der Weltrat der Kirchen, der Anfang der Woche in Jordanien konferierte, forderte in einer Erklärung das Ende der “israelischen Besatzung” des biblischen Kernlandes. Völlig außen vor blieb die Situation der christlichen Brüder und Schwestern in Gaza, die jetzt unter striktem islamischen Gesetz leben müssen. Der Kirchenrat mit Sitz in Genf, der 560 Millionen Christen weltweit repräsentieren soll, erklärte, dass eine internationale Kampagne ins Leben gerufen würde, die so viel Druck wie nur möglich auf Israel ausüben soll, damit Israel Judäa und Samaria and die Palästinenser abgibt. Lesen Sie mehr dazu in der nächsten israel heute August Ausgabe!
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Fußball für den Frieden
Vor einigen Tagen fand in Ramat Gan bei Tel Aviv ein ganz besonderes Fußballspiel statt: Real Madrid, die spanische Spitzenmannschaft, die am 17. Juni ihren 30. spanischen Meistertitel gewonnen hatte, kam nach Israel, um gegen ein Friedensteam bestehend aus israelischen und palästinensischen Fußballern zu spielen, das das “Peres Center for Peace” zusammengesetzt hatte. Das Match wurde live im Fernsehen übertragen. Die Spanier triumphierten zwar mit 8 zu 0 Toren und das sogar ohne ihren Topstar David Beckham, der nicht mit nach Israel gekommen war. Trotzdem war das Spiel keineswegs eine Niederlage für die Spieler aus Nahost, da die Einnahmen israelisch-palästinensischen Jugendprojekten zugute kommen, und 30.000 Fans, darunter viele Prominente, ihren Spaß hatten.
Das Wetter
Die Höchstwerte heute in Jerusalem 30, in Tel Aviv 27 Grad, am Toten Meer 40, in Tiberias 35 und in Eilat 41 Grad.
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June 20
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Tägliche Nachrichten von israel heute
Mittwoch, 20. Juni 2007
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Barak läßt flüchtende Palästinenser nach Israel
Der Vorsitzende des Gazadistrikt-Koordinationsbüros (DCO), Nir Peres, erklärte gestern, dass bis zu 200 Palästinenser am Eretz Übergang warten, um aus dem Gazastreifen auszureisen. „Zur Zeit können wir ihnen kein Übergang ins Westjordanland erlauben, da wir befürchten, dass sich unter ihnen einige Terroristen befinden.“ Jeden Tag verschlechtere sich die Situation im Gazastreifen, sagte er. „Wir versuchen wo es geht zu helfen, aber letztendlich wird das gewalttätige Hamasregime den Einwohnern nur noch mehr schaden.“ Israel hilft u.a. indem es Schwerverletzte ins Land läßt und kostenlos in Krankenhäusern behandelt. Im Barzilai Medical Center in Aschkelon sind z.B. drei von 15 verletzten Palästinensern untergebracht worden, die gestern aus dem Gazastreifen einreisen durften. Sie berichteten von haarsträubenden Dingen, die sich in Gaza zutragen. „Sie schlachten Menschen ab“, sagte einer der Verletzten über die Hamas gegenüber der israelischen Presse.
Im Zuge der immer bedenklicher werdenen Umstände hat Verteidigungsminister Ehud Barak dann heute morgen trotz der Sicherheitsbedenken für Israel die Armee angewiesen, Krankenwagen und Ärzte auf die palästinensischen Seite des Eretz-Übergangs durchzulassen, und die Evakuierung der Bedürftigen in israelische Krankenhäuser zu veranlassen.
Der frisch gewählte Arbeiterparteichef Barak hat gestern offiziell bei einer Übergabezeremonie im Hof des Ministeriums in Tel Aviv die Leitung des israelischen Verteidigungsministeriums übernommen. Die Ernennung Baraks war am Tag zuvor in der Knesset mit 46 zu 22 Stimmen bestätigt worden. Letzte Woche hatte Barak als neuer Parteivorsitzender Ministerpräsident Olmert schriftlich um seine möglichst baldige Ernennung zum Verteidigungsminister gebeten. Am Freitag hatten sich dann beide Politiker geeinigt, dass „angesichts der Lage in den Palästinensischen Autonomiegebieten so schnell wie möglich ein erfahrener Verteidigungsminister“ gebraucht werde.
Terrorangriff auf Synagoge vereitelt
Der israelische Geheimdienst Shin Bet berichtete, dass er 12 Mitglieder der PFLP (Palästinensischen Befreiungsfron) verhaften konnte, die während der Vernehmung gestanden, dass sie im Begriff waren, Anweisungen aus Gaza auszuführen, die mehrere Terroranschläge in Israel vorsahen. Geplant war auch ein Attentat auf eine Synagoge in Modiin. Weiterhin sollte ein amerikanischer Bürger im so genannten Westjordanland entführt werden, um ihn später mit dem inhaftierten PFLP-Generalsekretär Ahmed Saadat auszutauschen. Die Verhaftung der Mitglieder der Terrorzelle zeige, dass Terroristen aus Gaza hinter dem Terror in der Westbank stecken“, erklärte ein israelischer Sicherheitsbeamter.
Treffen Olmert – Bush
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert und der amerikanische Präsident George Bush haben sich gestern im Weißen Haus in Washington zu einem privaten Treffen zusammengefunden, um hauptsächlich über die Lage in den Palästinensergebieten zu diskutieren. Olmert erklärte, dass er bereit sei, auf eine Zwei-Staatenlösung hinzuarbeiten, und dass die israelische Armee nicht in den Gazastreifen einmarschieren würde. Israel würde nur eingreifen, wenn die Situation weiter eskaliere, hieß es. Besprochen wurden auch Themen wie Iran, Syrien oder Jonathan Pollard.
„Mit Israel ging es uns besser“
Immer öfters ist in den Medien in Nahost zu lesen, was viele im Gazastreifen denken, aber nur wenige wagen, auszusprechen: „Die Dinge waren besser, als Israel die Kontrolle in Gaza hatte.“ Eine Frau aus dem Gazastreifen, die an der Islamischen Universität in Gaza studiert, schildert es aus ihrer Sicht in einer israelischen Tageszeitung: „Ich habe Angst es laut zu sagen, sie könnten mich dafür hinrichten. Aber es gibt viele Leute, die sich wünschten, Israel würde zurückkommen. Die Dinge wären viel besser. Die Kinder haben permanent Angst. Mein Neffe fragte: “Warum schießen die Israelis auf uns?” und wir sagten ihm, dass es Palästinenser sind. Dann fragte er, „Warum schießen Palästinenser auf uns?“ und wir hatten darauf keine Antwort.“
Bar Mitzwa in Vietnam
In Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, wurde erstmalig in der Geschichte des Landes eine Bar-Mitzwa-Feier veranstaltet. Der junge Omri Rafaeli war mit seinen Eltern fast das ganze vergangene Jahr über in Südostasien unterwegs. Als sein 13. Geburtstag näherrückte, bat der Vater die israelische Botschaft in Hanoi, ihm bei der Ausrichtung der Zeremonie zu helfen. Die ganze Geschichte mit Bild jetzt in der neuen israel heute Ausgabe! Dazu noch viele weitere interessante Berichte aus der Diaspora, wie die Diskussion um ein mögliches Eintrittsgeld für Konzentrationslager in Deutschland; warum deutsch-jüdische Leiter eine Einwanderungsorganisation davor gewarnt haben, Mitglieder ihrer Gemeinschaft zu ermutigen, nach Israel auszuwandern; sowie ein Kurzbericht über das neue koschere Bier aus Sachsen!
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Mecklenburger Israel-Seminar
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Das Wetter
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Tägliche Nachrichten von israel heute
Dienstag, 19. Juni 2007
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Christen in Gaza unter islamischer Herrschaft
Ein hochrangiger Islamist aus dem Gazastreifen hat gegenüber WND geäußert, dass Christen dort weiterhin nur sicher leben könnten, wenn sie die islamischen Gesetze beherzigen würden, darunter das Alkoholverbot und Kopftuchpflicht für die Frau. Das Hamasmitglied erklärte, dass mit Christen, die in Gaza in missionarischen Tätigkeiten verwickelt seien, hart ins Gericht gegangen werde. Die Drohungen gegen die christliche Minderheit wurden nur zwei Tage nach der Verwüstung einer christlichen Schule und einer Kirche in Gaza ausgestoßen. In unserer neuen israel heute Ausgabe haben wir für Sie einen Pastor aus Gaza befragt und mit dem Direktor der Bibelgesellschaft in Israel und den palästinensischen Gebieten, Labib Madanat, gesprochen, der den Gläubigen weltweit ans Herz legt, für Gazas Christen ins Gebet zu gehen. „Anders als die Christen im so genannten Westjordanland konzentrieren sich die Gläubigen in Gaza mehr darauf, was Gottes Wille für sie in ihrer Situation ist. Das Gespür dafür, wie sehr sie einer totalen Abhängigkeit vom Herrn bedürfen, ist viel ausgeprägter“, sagt Madanat. Lesen Sie das ganze Interview in unserem neuen Juli-Magazin!
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Kämpfe am Eretz-Übergang
Gestern abend kam es zu Schusswechseln und Granatenwüfen zwischen palästinensischen Bewaffneten, auch auf die israelischen Soldaten am Eretz-Übergang wurde Feuer eröffnet. Mindestens ein Palästinenser (ein Fatahmitglied) wurde getötet, etliche verletzt. Von den israelischen Soldaten wurde keiner verletzt.
Gestern wurde gemeldet, dass wieder Benzin geliefert werden soll. Die israelische Firma hatte Dor Alon hatte zunächst Lieferungen auf unbestimmte Zeit eingestellt, die jetzt aber wieder aufgenommen werden sollen.
Premierminister Olmert wird heute im Rahmen seiner Amerikareise auf US-Präsident George Bush treffen. Es wird erwartet, dass er Bush darum bittet, Abbas zu unterstützen um so sicherzugehen, dass das Thema Hamas “vom Tisch ist” und um eine künftige Zusammenarbeit zwischen Abbas und Hanije zu verhindern.
Kassam-Beschuss und kein Ende
Eine Kassamrakete aus dem nördlichen Gazastreifen ist Montag in eine Fabrik im She'ar Hanegev Industriegebiet eingeschlagen und hat dort erheblichen Schaden angerichtet. Die Rakete traf genau an einer Stelle, an der giftige Chemikalien gelagert waren, als Folge strömte Ätznatron aus. Menschen kamen nicht zu schaden, allerdings zeigt dieser Vorfall einmal mehr, wie gefährlich die in den globalen Medien völlig unbeachteten Kassam-Raketen sein können.
Ein ausführlicher Bericht über die Situation im Süden Israels in Bezug auf die kontinuierliche Bedrohung mit Kassam-Raketen - Jetzt in der neuen Juli-Ausgabe des israel heute Magazins!
Visas für 1200 Ausländerkinder
Innenminister Roni Bar-On hat bekannt gegeben, dass sein Ministerium die bereits seit einem Jahr laufende Visafrage um die rund 1200 Kinder ausländischer Arbeitskräfte zugunsten der Kinder geklärt hat. Den bislang illegal und unter der ständigen Angst vor Ausweisung lebenden Kindern von ausländischen Gastarbeitern wird eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis ausgestellt. „Wir haben heute, am Ende eines langen Prozesses, eine Lösung für mehr als 70 Prozent der Familien gefunden, die ursprünglich einen legalen Status beantragt hatten“, sagte Bar-on. „Es war keine einfache Entscheidung. Wir reden hier über einen komplexen und komplizierten Sachverhalt. Ich möchte unsere neuen Einwoner herzlich in der israelischen Gesellschaft willkommen heißen.“ Die Regierungsentscheidung gibt damit diesen Kindern, die mindestens sechs Jahre in Israel leben, fließend Hebräisch sprechen und im Land ankamen, bevor sie 14 Jahre alt waren, dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, was einer Staatsbürgerschaft gleichkommt.
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Tägliche Nachrichten von israel heute
Montag, 18. Juni 2007
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Katjuscha-Angriff auf Israel
„Wieder Krieg!“ dachte man erschrocken in Israel, als Sonntag Nachmittag bekannt wurde, dass zwei Katjuscha-Raketen in der nördlichen Stadt Kirijat Schmona eingeschlagen waren. Es gab zwar keine Verletzten, aber der Schock saß tief. An einem Auto entstand erheblicher Sachschaden. Die Hisbollah beeilte sich zu erklären, dass sie nicht hinter dem Angriff stecke. Auch in Israel kam man zu dem Schluss, dass die beiden 107-Milimeter-Diameter Katjuschas nicht zur Hisbollah passen, sondern eher von einer militanten palästinensischen Organisation abgeschossen worden seien. Die israelische Armee fand zudem heraus, dass die beiden Raketen in unmittelbarer Nähe eines UN-Postens aus abgefeuert wurden. Die libanesische Armee meldete, dass sie den Abschuss einer weiteren Rakete verhindern konnte. Der Raketenangriff auf Israels Norden unterstreiche die Wichtigkeit der Rolle der UNIFIL und der libanesischen Armee in Südlibanon, kommentierte Olmert die Geschehnisse zu Beginn seines Treffens mit dem UN Generalsektretär, der Besorgnis ausdrückte.
Das Ministerium für Symbole und Zeremonien hat unterdessen beschlossen, im Gedenken an die vor fast einem Jahr im 2. Libanonkrieg gefallenen Soldaten eine Gedenkzeremonie zu veranstalten. Diese soll jedes Jahr am hebräischen Datum des 16. Tamus abgehalten werden. Das Verteidigungsministerium und Yad Labanim (Org. für gefallene Soldaten) werden für die Organisation der jährlichen Gedenkveranstaltung Verantwortung tragen.
Fatah will Israels Unterstützung / Gaza: Kirche angezündet
Nachdem der palästinensische Präsident Mahmud Abbas die Hamas gestern gesetzlich verboten hat, diskutierte er heute mit Israel über Wege, wie die neue Notstandsregierung am besten in ihren Maßnahmen gegen die Gewalt im so genannten Westjordanland unterstützt werden kann. Israel wurde aufgerufen, Sicherheitsmaßnahmen gegen bewaffnete Fatahmitglieder auszusetzen, um die Hamas besser aufhalten zu können.
Derweil haben maskierte Bewaffnete die Lateinische Kirche in Gaza angezündet und in der Rosenkranz Schwesternschule randaliert. Die Attacke war die erste ihrer Art seit die Hamas letzte Woche die volle Kontrolle im Gazastreifen übernommen hat. „Israel muss uns helfen, die Hamas in der Westbank loszuwerden“, bekräftigte ein hohes Fatahmitglied. „Israel darf nicht mehr hinter unseren Männer her sein, damit wir unseren Auftrag erfolgreich durchführen können.“
Kein Benzin für den Gazastreifen
Die israelische Firma Dor Alon hat die Lieferung von Benzin in den Gazastreifen eingestellt. Dies geschah in Absprache mit der israelischen Armee als Reaktion auf die Machtübernahme der terroristischen Hamas. Es wird erwartet, dass die Benzinvorräte innerhalb von drei Tagen ausgehen. Die Benzinlieferungen an das Kraftwerk werden jedoch nicht ausgesetzt, um eine Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Auch Strom wird weiter geliefert, Hilfsversorgungen werden nicht eingestellt.
Olmert trifft Ban Ki-moon in New York
Premierminister Olmert sagte gestern bei einem Treffen mit UN Generalsekretär Ban Ki-moon, dass die Palästinenser im so genannten Westjordanland unter der neuen Notstandsregierung eine dramatische Verbesserung der Zustände erwarten könnten. „Israel wird ein ernstzunehmender Partner sein, wenn das Westjordanland ein ernstzunehmender Partner ist. Israel wird die Steuereinnahmen einer ernsthaften und verantwortungsvollen Regierung geben“, sagte Olmert mit Blick auf die bislang zurückgehaltenen 700 Mio. Dollar Steuergelder der Palästinensischen Autonomiebehörde.
Haredim protestieren in Jerusalem
Etwa 10.000 Haredim haben gestern Abend in Jerusalem eine Protestkundgebung abgehalten, die sich gegen die geplante Gayparade der Homosexuellen am Donnerstag richtet. Mindestens acht Menschen wurden bei Ausschreitungen zwischen den Protestierenden und der Polizei verletzt, 10 Leute wurden in gewahrsam genommen. Ungefähr 1300 Polizeikräfte sichterten die Veranstaltung, einige Polizisten sollen sich als religiöse Juden verkleidet unter die Menge gemischt haben, erklärten die Veranstalter.
Israelisches Forscherteam macht sich viel „aus dem Staub“
Wieviel Staub wird von der Sahara mitgenommen und wieviel davon erreicht den Regenwald am Amazonas? Was macht bestimmte Wüstengegenden zu besonders ergiebigen Staubquellen? Solche und andere Fragen beschäftigten Dr. Ilan Koren vom Weizmann Institut in Rehovot und seine Forscherkollegen aus den USA, England und Brasilien. Sie konzentrierten sich auf das Bodélé-Tal mit einer Fläche von 20.000 km² im nördlichen Tschad. Um herauszufinden, was gerade dieses Tal zum Hauptexporteur für Staub macht, wurden verschiedene Satelliten-Sensoren eingesetzt. So war es möglich, weite Flächen zu erfassen und den Staub an Hand seiner optischen Eigenschaften zu untersuchen. Lesen Sie alles zu diesem einmaligen Forschungsprojekt in der neuesten israel heute Juli Ausgabe!
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Gazakonflikt
Heute Mittag wird der palästinensische Präsident Mahmud Abbas ein Notkabinett ohne Hamasbeteiligung einsetzen, dessen Premierminister der am Freitag ernannte und in westlichen Kreisen anerkannte Salam Fayyad sein wird. Fayyed hat bereits als Finanzminister gedient.
Hamasmilizen haben gestern das Haus Jassir Arafats geplündert und dabei alles mitgehen lassen, was sich in dem Gebäude befand, darunter auch die Nobelpreis-Medaille des 2004 verstorbenen ehemaligen palästinensischen Präsidenten der Autonomiebehörde sowie die Geschenke, die er von Weltpolitikern erhalten hatte. Bewaffnete Hamasmitglieder hatten zuerst den Haupteingang des Gebäudes gesprengt, bevor es gestürmt wurde.
In der so genannten Westbank rasieren sich Hamasmitglieder und andere, die aus religiösen Gründen einen Bart tragen, diesen jetzt ab, um nicht als der Hamas zugehörig erkannt zu werden.Übers Wochenende wurden 150 Hamasmitlieder festgenommen, überall fürchtet man Vergeltung von Fatahmitgliedern. In Ramallah wurden drei französische Staatsbürger aufgrund ihres Bartes für Hamasleute gehalten und verprügelt.
Gestern wurden im Gazastreifen sechs Palästinenser getötet, über hundert Tote sind es seit Ausbruch der Kämpfe vor rund einer Woche. Hunderte von Palästinensern, darunter viele, die der Fatah nahestehen, flohen gestern aus Furcht vor Hamasgewalt mit ihren Familien über den Eretz-Übergang in das so genannte Westjordanland.
Das Chaos im Gazastreifen bringt die dortigen Bewohner dazu, Lebensnotwendiges zu horten, und sich auf eine lange Zeit der Isolation vorzubereiten. Viele füchten, dass die Unterstützung für Abbas und die Westbank einhergeht mit einem Embargo der Hamas, oder gar des Gazastreifens. Gerüchte machten die Runde, dass Israel die Versorgung einstellen würde, weil die Hamas die Macht übernommen hat. Israel hat dagegen wiederholt bestätigt, dass es die Einfuhr von Lebensmittel, Strom und anderen lebenswichtigen Dingen nicht einstellen werde. Sicherheitsminister Avi Dichter bekräftigte dies in einem Interview mit dem 2. Israelischen TV-Kanal. Die UNWRA-Behörde in Gaza meldete, dass der Lebensmittelvorrat noch 10 Tage reichen würde, wäre man von der Außenwelt abgeschnitten.
Olmert setzt Barak als Verteidigungsminister ein
Die israelische Regierung hat die Ernennung des neugewählten Arbeiterparteivorsitzenden Ehud Barak als Verteidigungsminister bestätigt. Amir Peretz reichte seinen Rücktritt ein und wird ab morgen nicht länger Regierungsmitglied sein. Die englische Sunday Times berichtete, dass Barak bereits einen großangelegten Gegenschlag plant, sollte die Hamas aus dem Gazastreifen angreifen. Beim Militärangriff würden 20.000 Soldaten zum Einsatz kommen, soll eine nicht näher benannte Quelle aus Baraks Kreisen gesagt haben. Der Militäreinsatz wäre nur eine Frage der Zeit.
Amir Peretz reagierte auf die schnelle Ernennung Baraks als Verteidigungsminister eher ungehalten. In einem Gespräch mit Premierminister Olmert am Freitag sagte er, dass Barak ein Versprechen gebrochen hätte, wonach die Übernahme des Verteidigungsministeriums anders hätte ablaufen sollen. „Warum brennt Barak darauf, der Regierung so schnell beizutreten?“ kritisierte Peretz. „Er ist doch nicht Rambo, der kommt, um uns alle zu retten. Warum wird seine Ernennung dann so schnell und respektlos abgehandelt“, schmollte Peretz, wie die Yedioth Ahronot berichtete.
Interview mit einem sudanesischen Flüchtling in Israel
Israel leidet in der Welt unter dem zweifelhaften Ruf, Menschen zu Flüchtlingen zu machen. Die Krisensituation im afrikanischen Darfur (Sudan) wird von dieser Welt dagegen weitgehend ignoriert. In Israel haben einige wirkliche Flüchtlinge, die vor der Gewalt in Darfur geflohen sind, nun Zuflucht gefunden. Zwar ist die Debatte in Israel noch nicht beendet, ob den Sudanesen, von denen die meisten Moslems sind, letztendlich der Flüchtlingsstatus zuerkannt werden soll, trotzdem wird geholfen. israel heute sprach mit einem der Flüchtlinge, der sagte, dass er und viele andere bereit seien, fleißige und loyale Bürger des jüdischen Staates zu werden. Man würde helfen, das Land gegen seine vielen Feinde zu verteidigen. Lesen Sie das bewegende Interview mit Moussa, einem Sudanesen, der in Ägypten Schreckliches durchmachen musste, in der neuen israel heute Juli Ausgabe! Moussa hat uns erzählt, unter welchen tragischen Umständen er in Kairo seine schwangere Frau verlor, wie seine Flucht über die Grenze nach Israel war und wie er seitdem im Heiligen Land lebt.
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Frauenzentrum für Beduinen eröffnet
Eine israelische Frauenrechtsgruppe hat in Beerscheva ein Zentrum eröffnet, das benachteiligten Frauen helfen soll, finanzielle Sicherheit zu erlangen. Die Gruppe der „Juristinnen für soziale Gerechtigkeit“ erklärte, dass das neue Zentrum für alle israelische Frauen gedacht ist. Hauptsächliche Opfer seien jedoch Ehefrauen beduinischer Araber in der Umgebung von Beerscheva, denen geholfen werden muss. Diese werden oft geschlagen und misshandelt, nur selten wird dagegen Beschwerde eingereicht, weil bei einer Verhaftung des Ehemannes die Familie die staatliche Unterstützung verliert. Die Frauengruppe hilft nun solchen Frauen, deren Ehemänner für die Misshandlungen einsitzen, den Status einer alleinerziehenden Frau zu erhalten und ihre Familie zu ernähren.
Mecklenburger Israel-Seminar
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Tägliche Nachrichten von israel heute
Freitag, 15. Juni 2007
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Abbas löst Regierung auf – Hanijeh weigert sich zu gehn
Nach den gestrigen Ereignissen, bei denen die Hamas im Gazastreifen die Kontrolle übernommen hat, entließ Abbas die palästinensische Regierung samt Premierminister Hanijeh und den Notstand im Gazastreifen aus. Hanijeh hat unterdessen Abbas Entscheidung ignoriert und kritisierte, sie wäre “übereilt und ohne Überdenkung der Konsequenzen” durchgeführt worden. Die Regierung werde weiter funktionieren und ihre Rolle wahrnehmen, sagte Hanijeh zu Journalisten.
Bewaffnete Hamasmiglieder sind nach wie vor dabei, Fatahmitglieder zu jagen, die die Straßensperren der Hamas umgehen konnten und nun versuchen, nach Ägypten zu fliehn. Eines dieser hochrangigen Fatahmitglieder, Samih al-Madhun, ein Leiter der Al-Aksa Brigaden, wurde auf dem Weg nach Ägypten in der Mitte des Gazastreifens aufgegriffen und sofort erschossen.
Das Büro des israelischen Premierministers ließ derweil verlauten, dass Israel keine Absicht hegt, in die Kämpfe in Gaza einzugreifen. “Die neusten Entwicklungen sind sehr Besorgnis erregend”, sagte ein Sprecher. Jerusalem denke nun darüber nach, politische Richtlinien und Verfahrensweisen für das so genannte Westjordanland und den Gazastreifen unterschiedlich zu handhaben.
Russischer Großindustrieller will “Jüdisches Al Jazeera”
Der jüdisch-russische Bankenmagnat Vladimir Sloutsker plant einen internationalen Nachrichtensehsender nach dem Vorbild des arabischen Al Jazeera Kanals. Er will mit einem 24-Stunden-Sender einen Gegenpol zu dem antijüdischen Trend der Nachrichtenkanäle wie CNN, BBC oder Al Jazeera setzen. “Ich glaube, dass ein internationaler Nachrichtensender dringend nötig ist”, sagte Sloutsker zu den Israel National News. “Die jüdische Gemeinde sieht sich weltweit wachsenden Herausforderungen gegenübergestellt.”
Doppelter Selbstmordanschlag verhindert
Der israelische Geheimdienst Shin Bet berichtete, dass man Ende Mai zwei Frauen festnehmen konnte, die sich bereits auf dem Weg befanden, um Selbstmordanschläge auszuführen. Die beiden palästinensischen Frauen, die sich in Tel Aviv und in Netanja an belebten Plätzen in die Luft jagen wollten, wurden am Eretz-Übergang am Gazastreifen festgenommen, nachdem israelische Behörden einen Tipp bekamen. Die Frauen gaben zu, die israelische humanitäre Hilfspolitik ausgenutzt zu haben, nach der es Palästinensern, die in Israel medizinische Hilfe benötigen, erlaubt ist, ins Land zu reisen. Beide wurden vom Islamischen Dschihad trainiert und ausgebildet. Nach unbestätigten Berichten sei eine der Frauen, Mutter von vier Kindern, schwanger gewesen.
Vorträge im Juni 2007
 Ludwig Schneider spricht am Sonntag, 17. Juni im Gottesdienst um 9.30 Uhr in 57299 BURBACH (HOLZHAUSEN), in EFG Baptistengemeinde Holzhausen, Zum Großen Stein 16, Tel.: 02736-3444, zum Thema: „Jesus und Israel". Und um 19.30 Uhr am gleichen Ort zum Thema: „Messias bei Juden, Christen und Moslems".
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Schabbat-Lesung und Kommentar
„Korach“ 4. Mose 16,1 bis 18,32; Jesaja 66,1-24
Kommentar:
Unsere Parascha, Schabbatlesung, berichtet von der Rebellion der Sipppe Korach. Korach kam aus der levitischen Großfamilie Kehat. Zu ihm gehörten die bekannten Aufrührer Datan und Aviram, insgesamt waren es 250 namhafte Männer, die sich gegen Mose „erhoben“ (hebr. jakumu), indem sie seine und Aarons Autorität als erwählte Leviten anzweifelten. Als wäre die Absonderung der Leviten durch Gott selbst nicht ausreichend! Sie wollten keine menschliche Autorität über sich dulden und beriefen sich darauf, dass Gott inmitten der Versammlung sei. Doch sie waren unzufrieden, sie wollten mehr. Diesen Machtkampf finden wir leider auch oft in Gemeinden, wenn sich Menschen sträuben, sich der von Gott erwählten Autorität in Demut zu unterzuordnen.
Unter Führung von Korach, Datan und Aviram wird, wie wir in den Versen 13 und 14 lesen, die Leitung Moses und Aarons sogar belächelt. Mose verteidigt zwar Gottes Entscheidung, Aaron einzusetzen, seine eigene jedoch nicht. Mose hatte sich nicht um den Posten gerissen, der einzige Leiter im Lager zu sein. Dies wurde schon bei seiner Reaktion auf Eldad und Medad deutlich, als diese anfingen zu weissagen (im vorigen Abschnitt in Kapitel 11). Seine Antwort war: „Mögen doch alle im Volk des Herrn Propheten sein...“ (11,29). Mose fühlte sich nicht bedroht. Auch in der Angelegenheit Korachs und seiner rebellischen Sippe blieb er vollkommen demütig und brachte es vor Gott: Gott sollte entscheiden. So soll auch der berufene geistliche Leiter das Vertrauen allein auf Gott haben, und sich nicht zähnefletschend um seinen Posten reißen. Gott wird schon für ihn (ein)schreiten!
„Und Mose sagte: Daran sollt ihr erkennen, dass der Herr mich gesandt hat, um alle diese Taten zu tun, dass ich also nicht aus meinem Herzen gehandelt habe.“ (16,28)
Und dann vollzog sich das Gericht, übernatürlich, denn auch die Erwählung Gottes ist immer eine übernatürliche. Es „spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war, und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang sie und ihre Familien und alle Menschen, die Korach angehörten ...“ Verse 31-32.
Gott übte Gericht, und Mose bekam es zu spüren. Das Volk murrte wieder (17,6) und Gott strafte das Volk mit einer Plage, wörtlich heißt es: einer Pest. Der gottesfürchtige Mose lief zu Aaron, damit dieser sofort durch das Räucheropfer Sühne für das Volk erwirken soll. Es herrschte Panik, ein großes Sterben hatte eingesetzt! Aber als Aaron „zwischen den Toten und den Lebenden“ stand, hörte die Plage auf.
Anschließend lesen wir von den auf Gottes Geheiß eingesammelten benannten Stäben eines jeden Stammes. Nun soll die Erwählung Aarons unter dem murrenden und rebellierenden Volk neu bestätigt werden: „Dessen Stab soll sprossen.“ An Aarons Stab blühten sogar Mandeln, und er wurde so zum „Zeichen für die Widerspenstigen“. Zur Mahnung bewahrte man ihn auf. Aarons Stab befindet sich mit den Steintafeln und dem Mannakrug in der Bundeslade (Hebräer 9,4).
Nach Korachs Aufstand, der wegen des Murrens eine Pest nach sich zog, der Tausende zum Opfer fielen, kehrte wieder Ehrfurcht ein, bis die Söhne Israel vor Mose stöhnten: ‘Wir vergehen, wir kommen um, wir sind alle verloren’ (17,27).
Nachdem den Gottesdienern, den Leviten, wieder Respekt und Ehrfurcht entgegengebracht wurde, konnte von den Söhnen Israel verlangt werden, die Leviten durch die Gabe des Zehnten zu versorgen, wovon im folgenden 18. Kapitel die Rede ist.
Die Lehre aus dem Fall Korachs wird sogar im Neuen Testament aufgegriffen. Der Knecht Jeschuas, Judas, warnt in seinem Brief vor den Lästerern, denn sie erwartet dieselbe Strafe wie einst Kain, Bileam und Korach (Judas, Vers 11).
- Michael Schneider –
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Tägliche Nachrichten von israel heute
Donnerstag, 14. Juni 2007
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Peres ist neuer israelischer Staatspräsident
Schimon Peres wurde gestern zum 9. Staatspräsidenten Israels gewählt. 86 Knessetmitglieder stimmten für ihn, 23 gegen den 84-Jährigen. Bereits nach dem ersten Wahlgang waren die Gegenkandidaten Avital und Rivlin ausgestiegen und überließen Peres das Feld, der offiziell Mitte Juli das Amt übernehmen wird und damit die zur Zeit amtierende Präsidentin Dalia Itzik sowie den vom Amt suspendierten Mosche Katzav ablöst. Ausführliche Hintergründe und Reaktionen – jetzt im neuen israel heute Magazin!
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Libanesischer Syrien-Kritiker getötet
Eine Autobombe hat gestern in Beirut den libanesischen Politiker Walid Eido und neun weitere Menschen getötet. Dies ist bereits der sechste Anschlag in weniger als vier Wochen. Der 64-jährige Eido war für seine anti-syrische Haltung bekannt. Die Behörden im Libanon gehen davon aus, dass Damaskus hinter dem Anschlag steckt.
Syrien hat unterdessen signalisiert, dass es bereit sei, mit Israel Friedensverhandlungen aufzunehmen, hat aber die Bedingung der israelischen Regierung von vornherein abgelehnt, alle Verbindungen mit Iran und der Hisbollah sowie mit palästinensischen Terrororganisationen abzubrechen.
Schon 81 Tote seit Samstag
Aus offiziellen Quellen aus dem Gazastreifen wurde gemeldet, dass es gestern 33 Tote infolge der Kämpfe zwischen der Hamas und der Fatah gab. Unter den Toten, hauptsächlich Kämpfer der rivalisierenden Parteien, war auch ein junger 16 Jahre alter Junge. Seit dem erneuten Ausbruch der Gewalt am Samstag im Gazastreifen wurden insgesamt schon 81 Palästinenser getötet.
Heute wurde bekannt, dass der palästinensische Präsident Abbas entschieden hat, Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas duchzuführen. Er ordnete an, 1500 führende Hamasaktivisten zu verhaften. Die Aktion beginnt in Ramallah und soll auf das ganze Gebiet des so genannten Westjordanlandes ausgedehnt werden.
Gay-Parade genehmigt
Der Jerusalemer Polizeichef Ilan Franco hat der Open House Organisation, dem Veranstalter der nächsten Mittwoch in der israelischen Hauptstadt geplanten Gay-Parade, die Genehmigung erteilt, von der King David Straße Richtung Liberty Bell Park zu marschieren. An die 7000 Polizisten werden die Veranstaltung absichern. Hunderte von orthodoxen Juden protestierten nach Bekanntgabe dieser Entscheidung, in einigen orthodoxen Stadtteilen wurden wieder Müllcontainer angezündet. Zu Beginn der Woche hatte der “Orthodoxe Gerechte Rat (Badatz)” einen Fluch auf die Teilnehmer der Parade und auch auf die Polizsten im Einsatz gelegt.
Kassam trifft Schule
Nur wenige Minuten bevor die Schüler zum Unterricht eintrafen, ist eine von Palästinenser aus dem Gazastreifen abgeschossene Kassam-Rakete am Mittwoch Morgen in eine Schule in Israels Negevregion eingeschlagen. Eine Frau, die bereits in dem Gebäude war, erlitt einen Schock. Eine zweite Rakete landete auf offenem Gelände. Die Schüler wurden daraufhin in den Bunkerräumen unterrichtet. Einen Tag zuvor war ein israelischer Beduine durch Splitter einer Rakete leicht verletzt worden. Die Terrororganisation Islamischer Dschihad übernahm für beide Angriffe die Verantwortung.
Heute morgen landete eine Rakete im Zentrum Sderots, eine andere in der Nähe eines Kibbutzes. Ein Auto wurde beschädigt, etliche Menschen erlitten einen Schock.
Golanhöhen als Biosphäre
Immer mehr Landschaftsflächen in Israel werden zu baulichen Zwecken genutzt. Auf den Golanhöhen hat sich der Regionalrat dieses Landstriches gemeinsam mit dem Rat der Stadt Katzrin zusammengesetzt, um einen strategischen Plan auszuarbeiten, wonach die gesamte Fläche der Höhen – 1158 Quadratkilometer – in eine Biosphäre und ein Naturschutzgebiet umgewandelt werden soll. Die konkreten Pläne und Aussichten im nächste Woche neu erscheinenden israel heute Magazin!
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Mittwoch, 13. Juni 2007
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Arbeiterparteiwahlen
Die israelische Arbeiterpartei hat gestern ihren neuen Parteivorsitzenden gewählt. Ehud Barak siegte knapp mit 51 % der Stimmen. Sein Gegenkandidat Ami Ayalon erhielt 48 %. Ehud Barak erklärte nach seinem Sieg, dass er mit Ayalon zusammenarbeiten will, damit die Arbeiterpartei wieder zu ihrer Einheit und ehemaligen Größe zurückkehren kann. Ehud Barak war früher Israels Generalstabschef und danach Israels Ministerpräsident. Er ordnete im Jahr 2000 den übereilten Rückzug des israelischen Militärs aus dem Südlibanon an, das seither zur Hochburg der Hisbollah wurde. Lesen Sie einen Hintergrundbericht zu den Wahlen in unserem nächste Woche neu erscheinenden israel heute Magazin!
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Palästinenser
Die Auseinandersetzungen zwischen Hamas- und Fatah-Palästinensern forderten am gestrigen Tag mindestens 28 Todesopfer. In der israelischen Presse hieß es, dass die Hamas-Palästinenser bereits den Norden des Gazastreifens ganz in ihrer Hand haben, so dass der Gazastreifen schon „Hamastan“ heißt. Auf der Abschussliste der Hamas sind 30 Fatah-Führer. Von einer Hamas-Fatah Einheitsregierung kann keine Rede mehr sein. „Die Hamas hat der Fatah und der palästinensischen Autonomiebehörde den Krieg erklärt“, sagte ein hoher palästinensischer Beamter. „Die Spielregeln wurden verändert. Wir müssen uns der neuen Bedrohung stellen.“
Homesch
Tausende Israelis zogen nach Homesch, der ehemaligen jüdischen Siedlung im Norden Samarias, die im Sommer 2005 von Israel zwangsgeräumt wurde. Sie forderten, dass dort wieder eine jüdische Siedlung entsteht. Inzwischen haben viele Israelis gemerkt, dass die Gebiete, die Israel an die Palästinenser abtrat, zu gefährlichen Krisenzonen geworden sind.
Zufriedene Israelis
Eine Umfrage hat ergeben, dass 83 % der Juden in Israel im Alter ab 20 Jahren mit ihrem Leben zufrieden bis sehr zufrieden sind. Von den Arabern in Israel erklärten 71 %, dass sie mit ihrem Leben in Israel zufrieden bis sehr zufrieden sind und von den orthodoxen Juden sind 97 % mit ihrem Leben in Israel zufrieden bis sehr zufrieden.
Präsidentenwahl
Heute wählen die 120 Knessetabgeordneten in geheimer Abstimmung Israels neuen Staatspräsidenten. Der Sieger muss mindestens 61 Mandate auf sich vereinen. Die drei Kandidaten sind Schimon Peres von der Kadima-Partei, Avraham Rivlin von der Likud-Partei und Colette Avital von der Arbeiterpartei.
60 Jahre nach der Entdeckung der Rollen am Toten Meer
Es wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben, warum im Frühling 1947 Muhammed edh-Dhib vom Stamm der Ta’amira-Beduinen den Steilhang an der Westküste des Toten Meeres herabkletterte. Suchte er wirklich nur seine Ziege, oder hielt er Ausschau nach einem passenden Versteck für Schmuggelware, die die Beduinen in jenen Tagen von Jordanien nach Palästina brachten? Wie auch immer, er hat einen Stein ins Rollen gebracht, der bis heute weltweit Forscher und die breite Öffentlichkeit in Atem hält.
Das Geheimnis der Schriftrollen von Qumran – ausführlich im neuen israel heute Magazin!
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June 09 Inhalt Nachrichten: EM-Qualifikation: Israel besiegt Andorra Präsidentschaftswahlen: Schas unterstützt Peres Piratensender stört Flughafen-Funk Israel: Ägypten unternimmt nichts gegen Waffenschmuggel Bericht: Geheime Friedensgespräche mit Syrien
Tote und Verletzte in Gaza
Inhalt Hintergründe:
08.06.2007, 14:51 Uhr EM-Qualifikation: Israel besiegt Andorra -> #13597
LA VELLA (inn) - Die Anstrengungen der israelischen Fußballnationalmannschaft, die Qualifikation für die Europameisterschaft zu
erreichen, machen Fortschritte. Israel besiegte Andorra am Mittwoch mit 2:0.
Die Führung der Israelis fiel in der 37. Minute durch Toto Tamuz Temile von Beitar Jerusalem. Roberto Colautti schoss acht Minuten nach dem Seitenwechsel das zweite Tor.
Derzeit liegt Israel in der Tabelle mit 17 Punkten gleichauf mit Kroatien. Das nächste Spiel, das die israelische Mannschaft zu bestreiten hat, ist am 8. September gegen England.
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.06.2007, 14:40 Uhr Präsidentschaftswahlen: Schas unterstützt Peres -> #zurueck
JERUSALEM (inn) - Der Rat der ultra-orthodoxen Schas-Partei hat sich am
Donnerstag für Vizepräsident Schimon Peres (Likud) als Kandidaten für die Wahl des neuen Staatspräsidenten ausgesprochen. Sollten alle zwölf Knesset- Abgeordneten der Schas diesem Aufruf folgen, hätte Peres gute Chancen, die
Wahl zu gewinnen.
Der Parteivorstand, der Rat der Schriftgelehrten, traf sich am Donnerstag im Haus des geistigen Führers der Bewegung, Rabbi Ovadia Josef, in Har Nof bei Jerusalem. Der Sprecher des Schas-Rates, Rafael Pinhasi, sagte nach dem
Treffen gegenüber Journalisten, der Rat habe entschieden, Peres zu unterstützen. Damit wolle er zeigen, wie sehr er dessen jahrelangen Einsatz für das Judentum zu schätzen wisse. Die Abstimmung in der Knesset ist für
den 13. Juni angesetzt.
Der Rat wünsche jedoch auch dem Kandidaten Reuven Rivlin (Likud) viel Glück im Rennen um das Amt. Der Vorsitzende der Schas-Partei, Handelsminister Eli Jischai, sagte, Rabbi Josef habe großen Respekt vor Rivlin, auch wenn er
sich für Peres entschieden habe.
Likud-Chef Benjamin Netanjahu hatte Rabbi Josef am Mittwoch besucht, um ihn dazu zu bringen, sich für den Likud-Kandidaten Rivlin stark zu machen und nicht für Peres, allerdings ohne Erfolg. Auch Rivlin selbst habe Josef
besucht, um ihn davon abzuhalten, sich für Peres auszusprechen, so die "Jerusalem Post".
Die Entscheidung bringt Peres gute Chancen ein. Sollten alle zwölf Schas- Abgeordneten für den Vizepräsidenten stimmen, hätte er die absolute Mehrheit
von 61 Voten erreicht. Von mindestens drei Schas-Abgeordneten wird jedoch vermutet, dass sie dem Aufruf Josefs nicht folgen und lieber Rivlin wählen wollen. Rivlin selbst ist überzeugt: "Ich habe trotzdem gute Chancen, denn
ich habe Unterstützer in allen Fraktionen."
Der Sprecher der Schas, Roy Lachmanovich, hatte zuvor Drohbriefe erhalten, in denen ihn eine extrem rechte jüdische Gruppe warnte, jemanden bei der Präsidentschaftswahl zu unterstützen, der "Oslo-Blut an seinen Händen" habe.
Damit ist das Oslo-Abkommen von 1993 und 1995 gemeint, an dem Peres maßgeblich beteiligt war und für das er 1994 zusammen mit Jitzhak Rabin und Jasser Arafat den Friedensnobelpreis erhielt. In Jerusalem waren Poster
aufgehängt worden, welche die Schas davor warnen, für Peres zu stimmen.
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.06.2007, 13:31 Uhr
Piratensender stört Flughafen-Funk -> #zurueck
TEL AVIV (inn) - Ein Piratensender aus Ramallah hat in den vergangenen zwei Tagen den Funkverkehr des internationalen Ben Gurion Flughafens so sehr gestört, dass Flüge abgesagt werden mussten. Viele andere Flüge hatten
enorme Verspätung.
Piloten berichteten, auf ihren Funkfrequenzen Musik gehört zu haben anstatt den Anweisungen des Towers. Ursache hierfür war ein illegaler palästinensischer Radiosender. Israel hat die Piratenstation inzwischen
geschlossen.
Der israelische Kommunikationsminister Ariel Attias besuchte den Flughafen nahe Tel Aviv am Donnerstagmorgen. Er versprach, das Problem der Piratensender zu beseitigen. Zudem forderte er mehr Geld für sein
Ministerium, damit es mit moderner Technologie solchen Störsendern auf die Schliche kommen könne.
Nachdem das israelische Verkehrsministerium die Quelle für die Störung ausgemacht hatte, erklärte es, alle illegalen Piratensender stoppen zu
wollen. Seit Beginn des Jahres habe es bereits 50 solcher Piratensender geschlossen, hieß es.
Angestellte des Flughafens hatten bereits damit gedroht, in den Streik zu treten, falls die Störung durch den Piratensender nicht behoben würde. Dies
sagte ein Sprecher der Flughafenbehörde, Uri Orlev gegenüber dem israelischen Fernsehsender "Kanal 2". Die Interferenzen seien "eindeutig eine Gefahr", fügte Orlev hinzu. Als die Interferenzen am Donnerstag erneut
auftraten, ordnete die Flughafen-Kontrolle Pausen von zehn Minuten zwischen den Starts der Flugzeuge an.
Verkehrsminister Schaul Mofas kündigte an, am Sonntag eine Notfallsitzung anberaumen zu wollen. Dabei sollten das Problem der Störsender sowie
gerichtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen besprochen werden. Die meisten der Piratensender in Israel haben ihren Sitz in der Region Dan im Westjordanland.
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.06.2007, 12:14 Uhr Israel: Ägypten unternimmt nichts gegen Waffenschmuggel -> #zurueck
JERUSALEM / KAIRO (inn) - Israel zeigt sich zunehmend unzufrieden darüber,
dass ägyptische Soldaten nichts gegen den Waffenschmuggel nach Gaza unternehmen. Das Verteidigungsministerium warf Ägypten vor, offenbar "Gefallen am Vergießen israelischen Blutes" zu haben.
Ägypten weigere sich, eine Lösung für den fortwährenden Waffenschmuggel an
der Grenze zum Gazastreifen zu finden, hieß es aus dem Ministerium. Im vergangenen Monat hatte die "Jerusalem Post" berichtet, dass Ägypten den Bau eines Festungsgrabens entlang der Grenze zu Gaza versprochen habe. Unter
diesem "Philadelphi-Korridor" genannten Streifen haben Palästinenser Dutzende Tunnel gegraben, um Waffen aus dem Sinai in den Gazastreifen zu schmuggeln. Bislang wartet Israel vergeblich auf den Bau dieser
Sicherheitsanlage. Ägypten habe trotz mehrerer Anfragen und Besuchen von israelischen Vertretern in Kairo nichts in dieser Sache getan, hieß es aus Jerusalem.
Entlang der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen sind derzeit 750
ägyptische Soldaten stationiert. Sie sollen den Schmuggel unterbinden. "Wenn die Ägypter wirklich wollten, hätten sie den Schmuggel bereits vor langer Zeit beendet", sagte ein israelischer Regierungsvertreter gegenüber der
"Jerusalem Post". Er fügte hinzu, er zweifle daran, dass Ägypten jemals eine Sicherheitsanlage wie versprochen bauen werde. Die Grenzpolizisten würden wahrscheinlich immer ineffektiv bleiben.
Die Grenze zum Sinai ist seit dem Camp David-Abkommen von 1979 eine
entmilitarisierte Zone. Deswegen können dort keine weiteren Soldaten aufgestellt werden.
Die Frage nach dem mangelhaften Einsatz der ägyptischen Truppen ist derzeit nicht der einzige Grund für Spannungen zwischen Israel und Ägypten. Vor
kurzem wollte eine Delegation hochrangiger israelischer Vertreter nach Ägypten reisen, um ägyptische Kollegen zu treffen. Doch das Treffen wurde in letzter Minute abgesagt. Die Israelis vermuten, dass die Ägypter das Treffen
platzen ließen, weil Ende Februar eine umstrittene Dokumentation auf dem israelischen Fernsehsender "Kanal 1" gelaufen war. Der Film mit dem Titel "Der Geist von Schaked" berichtete von einer israelischen Aufklärungseinheit
namens "Schaked" während des Sechs-Tage-Krieges 1967, die 250 ägyptische Soldaten tötete. Ägypten behauptet jedoch, es habe sich dabei um Kriegsgefangene gehandelt.
Verkehrsminister Schaul Mofas beklagte auch beim letzten Treffen mit US-
Außenministerin Condoleezza Rice, dass Ägypten nichts gegen Waffenschmuggel tue. "Indem sie den Waffenschmuggel nicht verringern, tragen sie direkt dazu bei, dass die Hamas gestärkt und die Fatah geschwächt wird", so Mofas.
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.06.2007, 11:28 Uhr Bericht: Geheime Friedensgespräche mit Syrien -> #zurueck
JERUSALEM (inn) - Israel und Syrien tauschen sich im Geheimen über ein Abkommen aus, bei dem Israel bereit wäre, die Golanhöhen an das Nachbarland abzugeben. Dies berichtet die israelische Tageszeitung "Jediot Aharonot".
Demnach sandte Israels Premier Ehud Olmert über deutsche und türkische Diplomaten eine Nachricht an Syriens Präsidenten Baschar Assad. Israel sei bereit für direkte Friedensgespräche und stelle die Abgabe des Golan in
Aussicht, hieß es darin, so die Zeitung am Freitag.
Olmert stellte an Syrien bislang die Bedingung, die Unterstützung für die Hisbollah-Miliz und den Terror sowie die engen Beziehungen zum Iran aufzugeben. Die Zeitung berichtet weiter, dass US-Präsident George W. Bush
Olmert vor einem Monat grünes Licht gegeben habe, mit Syrien Friedensverhandlungen aufzunehmen. Am 19. Juni will Olmert Bush im Weißen Haus treffen.
Am 17. Juni will Olmert in New York mit dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon
sprechen. Wie ein Vertreter der israelischen Regierung mitteilte, will Israel die UNO jedoch trotz der derzeitigen Spannungen zu Syrien nicht um eine Ausweitung des UN-Mandats im Golan bitten. Das Mandat der "United
Nations Disengagement Observer Force" (UNDOF) verlängert sich automatisch alle sechs Monate. Es gebe keinen Grund, dies zu ändern, hieß es aus Jerusalem. Die UNDOF besteht aus 1.200 Soldaten aus Österreich, Kanada,
Indien, Polen, Slowakei und Japan.
Ein syrischer Diplomat dementierte in London, dass es Friedensverhandlungen mit Israel gebe. In Damaskus sei keine israelische Einladung zu Verhandlungen eingegangen, sagte er laut einem Bericht des israelischen
Rundfunks.
Der israelische Minister für Wohnungsbau, Meir Schitrit, erklärte, er werde eine syrische Herrschaft über den Golan akzeptieren können, wenn Syrien das Land Israel für die nächsten 20 Jahre verpachte. "Wenn sich abzeichnet, dass
es echten Frieden geben könnte, dann ist das wichtiger als die Golanhöhen", sagte Schitrit.
Fast jeder Zweite gegen Golan-Rückzug
Israel eroberte die Golanhöhen 1967 im Sechs-Tage-Krieg und annektierte sie
1981. Der Vorschlag, die Golanhöhen wieder abzugeben, ist sehr unpopulär in Israel. Sie sind einerseits wichtige Quelle für Trinkwasser, ein beliebter Touristenmagnet und Anbaugebiet von Wein; andererseits ist der hoch gelegene
Landstrich aus strategischen Gründen für Israel wichtig.
Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "Teleseker" ergab, sind nur 10 Prozent der Israelis für einen Rückzug aus dem Golan. 40 Prozent
sähen lieber nur einen teilweisen Rückzug, und 44 Prozent sprachen sich explizit gegen jeden Rückzug aus dem Golan aus. Die Umfrage zeigte außerdem, dass 74 Prozent der Israelis trotz eines möglichen Friedensabkommens dem
syrischen Präsidenten Assad nicht trauen. Die Forscher befragten im Auftrag der Tageszeitung "Ma´ariv" 500 Israelis. Die Fehlerquote wurde mit 4,5 Prozent angegeben.
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.06.2007, 10:02 Uhr Tote und Verletzte in Gaza -> #zurueck
GAZA (inn) - Ein bewaffnetes Mitglied der Terrorgruppe "Islamischer
Dschihad" ist am Freitagmorgen seinen Verletzungen erlegen, die er Stunden zuvor bei Scharmützeln mit israelischen Soldaten in Gaza erlitten hatte. Zudem starb ein Fatah-Kämpfer bei erneuten Kämpfen mit der Hamas im
Gazastreifen.
Der Mann des "Islamischen Dschihad" hatte zusammen mit einem anderen das Feuer auf Soldaten eröffnet. Er selbst wurde angeschossen, sein Kollege konnte fliehen. Dies berichtet die Tageszeitung "Jerusalem Post".
Palästinensische Terroristen haben zudem am Donnerstagabend zwei Kassam- Raketen vom Gazastreifen auf die israelische Ortschaft Sderot abgefeuert. Es gab keine Berichte von Verletzten oder größeren Zerstörungen, berichtet der
israelische Rundfunk. Die israelische Armee erklärte, der "Islamische Dschihad" habe die Raketen abgefeuert.
Bei erneuten Kämpfen zwischen der radikal-islamischen Hamas und der Fatah im Gazastreifen wurde ein Mitglied der Fatah getötet. 17 Personen erlitten
Verletzungen. Bei Gefechten in Rafah wurden fünf Männer verletzt, zwei von ihnen schwer.
Die beiden Gruppen hatten sich eigentlich vor einer Woche auf einen Waffenstillstand geeinigt. Sie kämpfen seit etwa einem Jahr gegeneinander.
Mehr als 50 Palästinenser sind dabei allein in den vergangenen vier Wochen getötet worden. Insgesamt sind bei den innerpalästinensischen Kämpfen im vergangenen Jahr rund 345 Menschen getötet worden, teilte die "Unabhängige
Palästinensische Kommission für Menschenrechte" mit.
June 07 Inhalt Nachrichten: Ohne Operation gegen Hirntumore "Phoenix"-Bericht über israelischen Sicherheitszaun Israelische Armee probt Krieg mit Syrien Repräsentantenhaus: US-Botschaft muss nach Jerusalem
Zwei Palästinenser getötet
Inhalt Hintergründe:
06.06.2007, 13:49 Uhr Ohne Operation gegen Hirntumore -> #13591
HAIFA (inn) - Israelische Forscher haben einen Weg gefunden, Gehirntumore
ohne eine Operation zu bekämpfen. Sie setzten die Köpfe von Versuchspersonen mehrere Monate lang elektrischen Feldern aus – bei vier Patienten hörte das Wachstum von bösartigen Wucherungen auf.
Durch die Behandlung könne die Lebenserwartung der Betroffenen erhöht
werden, teilten die Wissenschaftler der israelischen Firma "NovoCure" mit. Dies berichtet "Bild der Wissenschaft" unter Berufung auf den Nachrichtendienst "ScienceNOW".
Zehn Freiwilligen setzten die Israelis bis zu 18 Monate lang Elektroden auf
ihre Kopfhaut. Diese sendeten Wechselfelder mit einer Frequenz von 200 Kilohertz von einem batteriebetriebenen Gerät aus.
Die zehn Teilnehmer litten an Glioblastomen im Gehirn, einer Krebsart, die als sehr aggressiv gilt. Bei vier Probanden stoppte das Wachstum der
Krebszellen, vier weitere Tumore schrumpften, und in einem Fall verschwand der Krebs sogar vollständig. In acht von zehn Fällen steigerte die Behandlung die Lebenserwartung der Probanden, wie frühere Studien gezeigt
haben. Lediglich bei zwei der Studienteilnehmer wuchs der Krebs weiter. Nebenwirkungen habe es abgesehen von leichten Hautirritationen nicht gegeben.
Die Wissenschaftler der Firma aus Haifa bereiten nun eine größere Studie
mit 200 Teilnehmern vor.
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 06.06.2007, 11:41 Uhr "Phoenix"-Bericht über israelischen Sicherheitszaun
-> #zurueck
BONN (inn) – Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender "Phoenix" strahlt am Freitagabend zum ersten Mal die Dokumentation "Schutz oder Schikane? Israels umstrittene Sperranlage" aus. Der Bericht von Gerd Helbig und einem Team des
ZDF-Studios Tel Aviv geht sehr kritisch mit der israelischen Sperranlage um, die palästinensische Selbstmordattentäter aufhält.
Die ZDF-Autoren hätten ein Porträt der "Menschen diesseits und jenseits der
Sperranlage" gemacht, heißt es in der Ankündigung. So zeigt der Bericht etwa zwei ältere Palästinenser, die im geteilten Dorf As Sawahira ash Gharbiya in den anderen Teil des Ortes wollen, um dort eine Tochter zu besuchen, die ein
Baby bekommen hat. "Junge israelische Soldaten weisen sie mit herrischer Geste zurück", heißt es. Die beiden haben offenbar falsche Ausweise.
"Diese Sperranlage soll einmal 680 km lang werden und um die 1,8 Milliarden
Euro kosten", so die Autoren. "Ihr Verlauf ist kaum zu rekonstruieren und befindet sich fast ausschließlich auf palästinensischem Gebiet. Das heißt: jenseits der grünen Linie, die seit 1967 Israel von der Westbank trennt. Oft
ragt sie tief ins palästinensische Gebiet hinein, um Siedlungen der Israelis zu umfassen."
"Schikane"
Weiter heißt es: "Was sich an den Kontrollposten abspielt, kann man nur als
Schikane bezeichnen. Da quälen sich bepackte alte Frauen durch Betonquader und Stacheldraht. Riesige Terminals mit engen Drehkreuzen verursachen stundenlange Wartezeiten. Blutjunge Soldatinnen und Soldaten demonstrieren
ihre Macht."
Zum Grund der Sicherheitsanlage schreiben die Autoren: "Mit der Mauer sollen vollendete Tatsachen geschaffen werden - wie bei der Abschnürung Jerusalems oder der Ummauerung Bethlehems. Als Begründung wird die Abwehr
des Terrors gegeben. In der Tat ist die Anzahl der Anschläge seither dramatisch gesunken. Trotzdem bleibt die Frage, ob es auf diese Weise gemacht werden muss. Ob die Demütigungen, der Landraub, die Repressalien
sein müssen."
Auch wenn "offiziell" noch betont werde, man könne das Bauwerk im Frieden wieder abreißen, "wird immer deutlicher gesagt, dass die Sperranlage als die zukünftige Staatsgrenze angesehen wird". "Und die Welt nimmt kaum Notiz
davon."
"Schutz oder Schikane? Israels umstrittene Sperranlage": Die Erstausstrahlung läuft am Freitag, den 8.Juni, um 21.45 Uhr auf "Phoenix".
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 06.06.2007, 11:01 Uhr Israelische Armee probt Krieg mit Syrien -> #zurueck
EILAT (inn) - Einheiten der israelischen Armee haben am Dienstag einen
Einsatz in einem möglichen Krieg mit Syrien geübt. Bewaffnete Bodentruppen und die Luftwaffe probten in der Negev-Wüste die Besetzung eines syrischen Dorfes.
Die Armee trainiere für die Möglichkeit, dass ein Krieg mit Syrien
ausbreche, sagte Verteidigungsminister Amir Peretz, der die Übung vom Militärstützpunkt "Schisafon" nahe Eilat aus beobachtete. Die Übung bedeute jedoch nicht, dass Israel einen Krieg mit dem Nachbarland beginnen wolle, betonte der Minister. Es
handele sich lediglich um Verteidigungsübungen. Israel dürfe nicht die Ohren vor Friedensangeboten aus Damaskus verschließen, so Peretz. "Ich hoffe, dass sich die Eskalation der Worte nicht auf eine wirkliche Eskalation
überträgt." Am Mittwochmorgen sagte er gegenüber dem israelischen Rundfunk: "Israel muss alle Möglichkeiten der Diplomatie mit Syrien ausschöpfen."
Der Chef des militärischen Geheimdienstes, Amos Jadlin, sagte vor dem
Knesset-Ausschuss für Verteidigung und Außenpolitik am Dienstagmorgen: "Syrien hat einiges zu verlieren, wenn es einen Krieg mit Israel beginnen sollte. Syrien ist nicht die Hisbollah; es ist ein Staat mit einer
Regierung. Es hat zudem Infrastruktur und einfach zu erreichende Ziele." Zudem verfüge Syriens Präsident Baschar Assad über eine Luftwaffe und ein Elektrizitätsnetz. "All das würde in einem Krieg eine Rolle spielen", so
Jadlin. Bereits der Zweite Libanon-Krieg habe gezeigt, dass Israel in der Lage war, Raketenstellungen der Hisbollah binnen Stunden zu zerstören.
Wie die "Jerusalem Post" berichtet, wies Jadlin daraufhin, dass Syrien
bestrebt sei, die Atombombe zu bauen und bereits alle technischen Voraussetzungen dafür habe. Auch Jadlin betonte, dass die Manöver in der Negev-Wüste lediglich vorbeugenden Charakter hätten. Der General fügte
hinzu, er erwarte nicht, dass Syrien gleich morgen in den Krieg ziehen werde. Allerdings sei die Region leicht entzündbar, und nur "ein zufälliges, lokales Ereignis" könne die Situation eskalieren lassen.
Generalstabschef Gabi Aschkenasi sagte in einer Rede vor Kadetten: "Die israelische Armee bereitet sich auf eine Eskalation sowohl an palästinensischer als auch an der nördlichen Front vor." Sie müsse sich
einerseits darauf einstellen, an der Landesgrenze im Norden zu kämpfen und andererseits den Terror im Land abzuwehren.
Das Sicherheitskabinett tagt seit Mittwochmorgen zum Thema Syrien. Premier Ehud Olmert hatte in den vergangenen Tagen gesagt, Syrien sei zwar an einem
"Friedensprozess" interessiert, um der internationalen Isolation zu entgehen, nicht jedoch am Frieden selbst. Syrien beherberge und unterstütze weiterhin Terroristen, sei eng mit dem Iran verbunden und versorge die
radikal-islamische Hisbollah-Miliz mit Waffen; dies alles zeige, dass das Regime in Damaskus nicht wirklich Frieden mit Israel wolle, so Olmert.
Friedensverhandlungen zwischen Israel und Syrien, die durch die USA
vermitteln worden waren, waren im Jahr 2000 gescheitert. Hauptgrund war dabei, dass Israel nicht, wie von Syrien gefordert, die Golan-Höhen abtreten wollte, die es vor 40 Jahren im Sechs-Tage-Krieg erobert und 1981 annektiert
hatte.
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 06.06.2007, 10:31 Uhr Repräsentantenhaus: US-Botschaft muss nach Jerusalem -> #zurueck
WASHINGTON (inn) - Das Repräsentantenhaus in Washington hat sich am Dienstag einstimmig für eine Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem ausgesprochen - in einer Resolution wird Präsident George W. Bush zu diesem
Schritt aufgefordert.
Im "Jerusalem Embassy Act" hatte der US-Kongress 1995 festgelegt, dass Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel anerkannt werden sollte. Zudem sollte die Botschaft bis zum 31. Mai 1999 von Tel Aviv nach Jerusalem
verlegt werden. Doch das Gesetz gibt dem Präsidenten die Möglichkeit, den Umzug aus Sicherheitserwägungen alle sechs Monate um ein halbes Jahr zu verschieben. Die Regierungen Clinton und Bush haben dies seither konsequent
genutzt. Zuletzt verlängerte Bush die Frist im vergangenen Dezember.
"Das Haus gratuliert den israelischen Bürgern am 40. Jahrestag des Sechs- Tage-Kriegs, in dem Israel Feinde besiegte, die den jüdischen Staat zu
zerstören suchten", heißt es laut der Zeitung "Jediot Aharonot" in der Resolution vom gestrigen Dienstag. "Jerusalem ist seit mehr als drei Jahrtausenden der Brennpunkt jüdischer religiöser Andacht und die Stätte
einer kontinuierlichen jüdischen Präsenz, mit einer jüdischen Mehrheit mindestens seit 1896."
Die US-Vertreter schreiben weiter: "Die lebhafte jüdische Bevölkerung der historischen Altstadt von Jerusalem wurde während des arabisch-israelischen
Krieges von 1948 gewaltsam vertrieben. Im Sechs-Tage-Krieg hat Israel die Truppen besiegt, die seine Zerstörung anstrebten. Es hat die Stadt Jerusalem wiedervereinigt, die 19 Jahre lang künstlich geteilt gewesen war."
Der Sechs-Tage-Krieg begann am 5. Juni 1967.
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 06.06.2007, 09:20 Uhr Zwei Palästinenser getötet
-> #zurueck
HEBRON / GAZA (inn) - Bei einer israelischen Razzia in Hebron ist am Mittwochmorgen ein 85-jähriger Palästinenser ums Leben gekommen. Im Gazastreifen erschossen Soldaten einen Anhänger der radikal-islamischen
Hamas.
Nach Angaben einer Militärsprecherin wollten Armeeangehörige in einem Haus in Hebron mutmaßliche Terroristen festnehmen. Sie seien mit einem Benzinkanister und anderen Haushaltsgegenständen angegriffen worden. Einer
der Palästinenser habe das Gewehr eines Soldaten ergriffen. Die Truppen seien gezwungen gewesen, das Feuer zu eröffnen. Sie hätten zwei Palästinenser in Gewahrsam genommen.
Aus einer palästinensischen Sicherheitsquelle hieß es hingegen, die
Soldaten hätten den Mann erschossen, der ihnen geöffnet habe. Danach hätten sie seine 65-jährige Ehefrau verwundet. Sechs weitere Angehörige seien verletzt worden. Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an" waren
die Soldaten offenbar auf der Suche nach dem Sohn des Getöteten.
Im nördlichen Gazastreifen starb ein Palästinenser bei einem israelischen Luftangriff. Die Luftwaffe habe auf zwei Bewaffnete gezielt, "die gesehen
wurden, als sie Bomben legten", sagte die Militärsprecherin. Die Hamas teilte im Rundfunk mit, dass es sich bei dem Toten um eines ihrer Mitglieder gehandelt habe. Dies berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz".
June 06 Inhalt Nachrichten: VISA Card: "Jerusalem liegt in Palästina" Abbas: "interne Kämpfe schlimmer als Besatzung" Wegen Kassams: Mehrheit der jüdischen Israelis für begrenzten Einsatz in Gaza
Historiker: Sechs-Tage-Krieg war unvermeidbar Große Menge Sprengstoff im Sinai entdeckt Inhalt Hintergründe: Arabische Erinnerungen an den Sechstagekrieg 05.06.2007, 14:33 Uhr VISA Card: "Jerusalem liegt in Palästina"
-> #13587 JERUSALEM (inn) - Nicht schlecht gestaunt hat ein Israeli, der mit seiner VISA Card Einkäufe in der Jerusalemer Altstadt getätigt hatte. Nach Ansicht der Firma befand er sich nämlich zu diesem Zeitpunkt im Ausland - genauer
gesagt, in "Palästina". Der Mann wohnt im Süden Israels. Vor etwa einem Monat war er in Jerusalem und besorgte Souvenirs in der Altstadt. Wie die Zeitung "Sman HaNegev" berichtet, erhielt der Israeli vor einigen Tagen einen Anruf vom
Sicherheitsoffizier der Firma VISA Card. Dieser fragte, ob er sich gerade im Ausland aufhalte. Der Mann befand sich jedoch zu Hause. Daraufhin sagte der Sicherheitsbeamte, das Unternehmen wolle wissen, ob jemand seine
Kreditkartennummer gefälscht und Geschäfte im Ausland gemacht habe. "Sie fragten mich, in welchem ausländischen Staat ich gewesen sei", erzählte der Kartenbesitzer. Er habe ihnen mitgeteilt, dass er in der
Altstadt von Jerusalem Waren im Wert von 150 Schekel erworben habe. "Sie sagten mir, dass es sich laut ihren Aufzeichnungen auf der Landkarte um Palästina handle und dass es tatsächlich um ein Geschäft gehe, das im
Ausland abgeschlossen wurde und nicht in Israel. Sie erklärten mir, dass viele Staaten in der Welt Jerusalem als Palästina definierten." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
05.06.2007, 13:54 Uhr Abbas: "interne Kämpfe schlimmer als Besatzung" -> #zurueck RAMALLAH (inn) - Die innerpalästinensischen Auseinandersetzungen sind schlimmer als die israelische Besatzung. Das sagte Palästinenserchef Mahmud
Abbas am Dienstag in einer Fernsehansprache - Anlass war der Ausbruch des Sechs-Tage-Krieges vor 40 Jahren. Das palästinensische Volk befinde sich auf der Schwelle zu einem Bürgerkrieg, so Abbas. Die internen Zusammenstöße schadeten der
palästinensischen Position in der Welt. Er strebe ein Abkommen zwischen den rivalisierenden Organisationen an, statt sich mit Schuldzuweisungen zu beschäftigen. Abbas ging auch auf das für Donnerstag geplante Treffen mit Israels Premier
Ehud Olmert in Jericho ein. Er werde den Israeli auffordern, sich auf Endstatusgespräche einzulassen. "Ich werde die Notwendigkeit betonen, dass Verhandlungen aufgenommen werden, damit wir nicht im Kreislauf der Gewalt
steckenbleiben", fügte der Fatah-Politiker laut dem Internetportal "Walla" hinzu. Weitere Themen würden die Ausweitung von Siedlungen und der Grenzzaun sein. Er werde die Freilassung palästinensischer Häftlinge und die
Auszahlung eingefrorener Steuergelder an die Autonomiebehörde fordern. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 05.06.2007, 13:37 Uhr
Wegen Kassams: Mehrheit der jüdischen Israelis für begrenzten Einsatz in Gaza -> #zurueck JERUSALEM (inn) - In der Frage nach einer angemessenen Reaktion auf die palästinensischen Raketenangriffe ist die jüdisch-israelische Bevölkerung
gespalten. Bei einer Umfrage befürworteten 42 Prozent der jüdischen Teilnehmer eine erneute Besetzung des Gazastreifens, während 48 Prozent einen solchen Schritt ablehnten. Für einen eingeschränkten Militäreinsatz im Gazastreifen gegen den Beschuss
sprachen sich 63 Prozent der befragten Juden aus, 28 Prozent waren dagegen. Direkte Verhandlungen mit der Hamas, die ein Ende der Kassam-Angriffe bewirken sollen, unterstützten 47 Prozent. Hingegen lehnten sie 48 Prozent
ab. Eine weitere Frage bezog sich auf die Äußerung von Premier Ehud Olmert, es gebe keinen direkten und absoluten Weg, um den Beschuss zu stoppen. Von den jüdischen Teilnehmern stimmten ihm 37 Prozent zu, während 53,5 Prozent die
Gegenmeinung vertraten. Dass die Regierung in der raketengeplagten Wüstenstadt Sderot und ihrer Umgebung vor allem Häuser befestigen soll, meinten 52 Prozent der israelischen Juden. 14 Prozent würden es vorziehen, dass sie für die
Bewohner Wohnmöglichkeiten und Arbeitsplätze außerhalb der Reichweite der Raketen sucht. Auch israelische Araber wurden befragt. Von ihnen sprachen sich 77 Prozent gegen eine Zurückeroberung des Gazastreifens und 71 Prozent gegen eine
zeitlich limitierte Operation aus. Verhandlungen mit der Hamas befürworteten 71 Prozent. Was Sderot angeht, zogen 39 Prozent der Araber eine Umsiedlung der Bewohner in ein Gebiet außerhalb der Raketenangriffe vor. Nur 28 Prozent meinten, die
israelische Regierung solle sich auf die Befestigung der gefährdeten Gebäude konzentrieren. Die Umfrage wurde vom "Peace Index Project" der Universität Tel Aviv durchgeführt. Vom 28. bis 30. Mai wurden 613 Israelis telefonisch befragt.
Die Fehlerquote wurde mit 4,5 Prozent angegeben. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 05.06.2007, 12:04 Uhr Historiker: Sechs-Tage-Krieg war unvermeidbar
-> #zurueck JERUSALEM (inn) - Ohne den Sechs-Tage-Krieg wären eine internationale Unterstützung für einen Palästinenserstaat und die aktuellen Friedenspläne kaum denkbar. Diese Ansicht äußerte der israelische Historiker Michael Oren
am Montag gegenüber der "Jerusalem Post". Der Krieg, der vor genau 40 Jahren ausbrach, habe den Friedensprozess eröffnet, sagte Oren. "Die UN-Resolution 242, die als seine Folge verabschiedet wurde, bleibt der Eckstein aller Verhandlungen und hat die
Bedingungen für eine palästinensische Selbstkontrolle geschaffen." Die Resolution forderte den Rückzug Israels aus "(den) besetzten Gebieten". Araber halten sich an die französische Formulierung "aus den Gebieten",
während sich die USA und Israel auf die allgemeiner gehaltene englische Übersetzung beziehen - da heißt es nur "aus Gebieten". "Der aktuelle Friedensplan der Arabischen Liga ruft zu einem 'vollständigen
israelischen Rückzug' auf die Grenzen vom 4. Juni 1967 auf" - also vor dem Krieg, fuhr der Historiker fort. "Und die 'Roadmap', die von den Vereinigten Staaten und einem großen Teil der internationalen Gemeinschaft unterstützt
wird, sieht die Entstehung eines palästinensischen Staates im Westjordanland und in Gaza vor. Nichts davon wäre möglich gewesen, wenn das Westjordanland und Gaza noch von Jordanien beziehungsweise Ägypten besetzt wären, wie sie
es 1967 waren, und wenn die arabische Welt immer noch damit befasst wäre, wie man am besten Krieg gegen Israel führen kann, und nicht Frieden schließen." "Es gab eine arabische Bedrohung"
Oren wandte sich auch gegen die Auffassung, der Sechs-Tage-Krieg sei eine Katastrophe oder ein Pyrrhussieg für Israel gewesen. Dabei werde übersehen, dass Israel nicht zerstört worden sei. Die vergangenen Jahrzehnte hätten den
Mythos geschaffen, "dass es keine echte und unmittelbare arabische Bedrohung gegeben habe, dass sich Israel irgendwie durch Verhandlungen aus der Krise von 1967 hätte ziehen können und dass es keiner existentiellen Bedrohung
ausgesetzt gewesen sei". Von denjenigen, die diese Meinung verträten, arbeite seltsamerweise keiner mit arabischen Quellen, fügte der Historiker vom Jerusalemer Schalem Center hinzu. "Es ist sehr außergewöhnlich, wenn man darüber nachdenkt. Es ist fast
so, als würde Israel für sich in einem eigenen Universum leben." Hinter dem Mythos stecke eine tiefgreifende, anhaltende Bemühung, zu zeigen, dass Israel die Haupt-, wenn nicht die alleinige Verantwortung für Jahrzehnte des
Konfliktes mit der arabischen Welt trage und dass die Araber die geschädigte Partei seien". "Es ist ein Versuch, zu zeigen, dass Israel den Sechs-Tage-Krieg grundlegend im Voraus geplant habe, in dem Wissen, dass es sein Gebiet
erweitern würde", so Oren. "Mein Standpunkt ist, dass gerade das Gegenteil der Fall war. Israel wurde durch die Krise zurückgeworfen, es war darauf nicht vorbereitet und geriet in Panik. Es glaubte, dass es einer echten
existentiellen Bedrohung ausgesetzt sei und hatte nicht vor, sein Gebiet zu erweitern. Es tat alles, um Jordanien und Syrien aus dem Krieg herauszuhalten. Meine Lesart der arabischen Dokumente zeigt, dass die Araber
echte Pläne hatten, den Staat Israel anzugreifen und zu zerstören." Beginn der strategischen Beziehung mit USA Mit dem Krieg hat nach Orens Erkenntnis auch die strategische Beziehung zwischen Israel und den USA begonnen: "Die Vereinigten Staaten, die Israel
zuvor als Freundesland betrachteten, das aber ihre Beziehungen zur arabischen Welt beeinträchtigte, stellten plötzlich fest, dass der jüdische Staat in der Tat eine regionale Supermacht war. Also schmiedeten die USA
eine Allianz mit Israel, die seitdem besteht." Im Krieg selbst habe Israel hohe Verluste gehabt, sagte der Historiker. Es habe mehr als 700 Soldaten verloren - "und was weitgehend unbekannt ist: wir
haben etwa 20 Prozent unserer Flugzeuge verloren". Die arabischen Verlustzahlen seien schwer zu ermitteln. Wahrscheinlich habe es über 15.000 Tote und rund 10.000 Kriegsgefangene gegeben. Zudem sei sowjetische
Ausrüstung im Wert von zwei Milliarden Dollar zerstört worden. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 05.06.2007, 10:08 Uhr Große Menge Sprengstoff im Sinai entdeckt
-> #zurueck KAIRO (inn) - Die ägyptische Polizei hat am Montag im Sinai 1,5 Tonnen Sprengstoff entdeckt. Offenbar sollte das explosive Material in den Gazastreifen geschmuggelt werden. Sicherheitskräfte stießen bei einer Routinepatrouille auf den Sprengstoff.
Er war in 40 Säcken verpackt und in einer bergigen Gegend versteckt. Das teilte ein ägyptischer Vertreter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit. Die ägyptische Polizei findet immer wieder große Mengen Sprengstoff und
Munition im Sinai. Auch Araber, die offenbar Anschläge in Israel planten, wurden bereits mehrfach festgenommen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
05.06.2007, 12:24 Uhr Arabische Erinnerungen an den Sechstagekrieg -> #zurueck Am frühen Morgen des 5. Juni 1967 begann Israels Präventivschlag gegen Ägypten und Syrien und damit der "Sechstagekrieg", in den sehr bald auch
Jordanien eingriff. Was von den einen als Befreiung Jerusalems und des Kernlandes Israels gefeiert wird, war für die anderen der Beginn einer vierzigjährigen Besatzung. Wo Israelis feiern, trauern Araber - so zumindest
die "politisch korrekte" Version. Nach oben -> #zurueck Ganze Nachricht (online) -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13587.html
June 04 Inhalt Nachrichten: Netanjahu: Israel seit Sechs-Tage-Krieg unbesiegbar Iran fordert Fortsetzung des Kampfes gegen Israel EM-Qualifikation: Israel gewinnt in Mazedonien Palästinenser stirbt bei Familienfehde
Tote bei Militäreinsätzen
Inhalt Hintergründe:
04.06.2007, 14:47 Uhr Netanjahu: Israel seit Sechs-Tage-Krieg unbesiegbar -> #13574
JERUSALEM (inn) - Solange sich die Israelis in Judäa und Samaria befinden,
sind sie unbesiegbar. Diese Ansicht äußerte der Oppositionsvorsitzende Benjamin "Bibi" Netanjahu am Montag bei einer Zeremonie anlässlich des Sechs- Tage-Kriegs vor 40 Jahren.
"Seit dem Sechs-Tage-Krieg versucht die arabische Welt, uns von den Bergen
Judäas und Samarias zu vertreiben", sagte Netanjahu bei der Feier in Jerusalem. Aber solange die Israelis dort seien, könne man sie nicht besiegen. "Der Sechs-Tage-Krieg war ein Wendepunkt, an dem wir von einem
fötalen und zerbrechlichen Staat, hinter dessen Existenz ein Fragezeichen war, zu einem Staat wurden, den man nicht überwinden kann."
Der Likud-Chef fügte hinzu: "Bis 1967 hätte man uns ins Meer treiben
können. Diese Möglichkeit stand auf der Tagesordnung. Unsere Unbesiegbarkeit brachte uns vom Krieg zum Frieden. Das war eine notwendige Bedingung, um einen Teil der arabischen Welt dazu zu bringen, die Existenz des Staates
Israel und sein Existenzrecht anzuerkennen. Heutzutage befindet sich der Friedensprozess in einem umgekehrten Abzug infolge des einseitigen Abzugs aus dem Libanon, des Abzugs aus Gaza und des Zweiten Libanonkriegs."
Heutzutage stehe ein großes Fragezeichen dahinter, "ob wir unbesiegbar sind - nicht nur bei unseren Feinden, sondern auch bei unseren Freunden", so Netanjahu laut der Zeitung "Jediot Aharonot". "Das entfernt uns vom Frieden
und nähert uns dem Krieg an. Die Aufgabe des Sechs-Tage-Krieges war es, das Fragezeichen von unserer Existenz zu nehmen und unseren Weg zum Frieden zu ebnen. Jeder, der über das Schreckliche trauert, das uns im Sechs-Tage-Krieg
geschehen ist, irrt sich, denn uns ist etwas Wunderbares geschehen. Unsere Schwäche ist heutzutage, dass wir unsere Rechte nicht einfordern. Die Diskussion geht um einen Teil der Gebiete unseres Heimatlandes, die auch die
Grundlagen unserer Verteidigung sind."
Die selbstverständliche Vorbereitung für einen Rückzug auf die Linien von 1967 sei nicht gerechtfertigt, außerdem sei sie unmoralisch und sehr gefährlich für den Staat Israel, sagte der frühere Premier. "Wir müssen gut
zu verteidigende Grenzen festlegen, die fast keine zusätzliche arabische Bevölkerung umfassen. Ich habe vor, ein solches Abkommen zu erreichen, das von Ägypten und Jordanien unterstützt wird. Wir müssen das Oslo-Abkommen
ändern. Der Hauptfehler von Oslo ist, dass Israel zu immer mehr Verzichtleistungen gezwungen wird, während die Palästinenser ihr Rückkehrrecht weiter fordern. Wir müssen darauf hinwirken, dass wir einen Partner für Frieden haben und das Rückkehrrecht von der Tagesordnung nehmen.
Die Aufhebung des Rückkehrrechts ist eine Vorbedingung für Verzichtleistungen. Im Augenblick haben wir keinen Partner, denn wer uns gegenübersteht, kündigt an, dass er uns vernichten will." Ein Vertrag mit
der Hamas werde nur dem Israel feindlich gesinnten Iran Vorschub leisten.
Auf eine Frage aus dem Publikum nach dem Golan antwortete Netanjahu: "Wenn wir die Golan-Höhen verlassen, werden wir ein Stück Papier bekommen, aber
keine Grenze, die man verteidigen kann. Deshalb müssen wir dort bleiben."
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 04.06.2007, 12:54 Uhr
Iran fordert Fortsetzung des Kampfes gegen Israel -> #zurueck
DAMASKUS (inn) - Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki hat die palästinensischen Terrorgruppen aufgefordert, ihren bewaffneten Kampf gegen
Israel fortzusetzen. Am Samstag traf er in Damaskus Anführer der Hamas und des "Dschihad al-Islami".
Mottaki kam im Rahmen eines offiziellen Syrienbesuches mit den palästinensischen Vertretern zusammen. "Die Palästinenser sind ein mächtiges
Volk, und sie müssen den Widerstand fortführen", sagte er laut der arabischen Tageszeitung "Al-Hajjat" (London). Zudem forderte er ein Ende der innerpalästinensischen Auseinandersetzungen.
Der Leiter des Hamas-Büros in Damaskus, Chaled Mascha´al, übte Kritik an Israel: "Die Israelis haben in der Vergangenheit versucht, die Hamas zur Kapitulation und zum Scheitern zu zwingen, und jetzt versuchen sie dasselbe,
indem sie Abgeordnete und Minister festnehmen." Vor anderthalb Wochen hatten israelische Sicherheitskräfte 33 Hamas-Vertreter in Gewahrsam gebracht.
Wie "Al-Hajjat" weiter berichtet, traf Mottaki auch einen hochrangigen
politischen Berater des Hisbollah-Führers Scheich Hassan Nasrallah und eine Delegation der pro-syrischen Amal-Partei im Libanon.
Unterdessen äußerte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad erneut seine Hoffnung, der Staat Israel möge nicht mehr lange bestehen. "Mit Allahs
Hilfe haben die Kinder des Libanon und Palästinas den Countdown zur Zerstörung des zionistischen Regimes in Gang gesetzt", sagte er in einer Rede zum Todestag des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah
Chomeini. "Wir werden hoffentlich in naher Zukunft die Zerstörung dieses Regimes erleben." Dies führte er allerdings nicht näher aus, berichtet "Spiegel Online".
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 04.06.2007, 11:12 Uhr EM-Qualifikation: Israel gewinnt in Mazedonien -> #zurueck
SKOPJE (inn) - Die israelische Fußball-Nationalmannschaft hat ihr
Qualifikationsspiel in Mazedonien am Samstag gewonnen. Damit wahrte sie die Hoffnung auf die erstmalige Teilnahme an einer Europameisterschaft.
Bereits in der elften Minute brachte Barak Itzhaki die Israelis in Führung.
Allerdings gelang Aco Stojkov nur zwei Minuten später der Ausgleich für die Gastgeber. Roberto Colautti erzielte in der 44. Minute erneut einen Führungstreffer für Israel. In der zweiten Halbzeit hatten die Mazedonier
mehrere Chancen auf den Ausgleich, doch es blieb beim 1:2.
In der Qualifikationsgruppe E gab es am Samstag zwei weitere Begegnungen. Russland besiegte Andorra mit 4:0, während Estland Kroatien mit 0:1 unterlag. Die Tabelle wird weiter von Kroatien angeführt. Israel folgt auf
dem zweiten Platz, hat allerdings ein Spiel mehr vorzuweisen als die punktgleichen Russen und England, das drei Punkte weniger hat. Am Mittwoch müssen die Israelis in Andorra antreten. Die beiden ersten Mannschaften
jeder Gruppe qualifizieren sich am Ende für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz.
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 04.06.2007
, 10:58 Uhr Palästinenser stirbt bei Familienfehde -> #zurueck
CHAN JUNIS (inn) - Eine Familienfehde im südlichen Gazastreifen hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Bei Auseinandersetzungen am Sonntagabend
wurde ein 18-jähriger Palästinenser tödlich getroffen.
Bei dem Toten handelt es sich um Muhammad al-Masri. Ein 16-jähriger Verwandter von ihm wurde schwer verwundet. Der Streit zwischen den Familien Al-Masri und Abu Taha tobt seit zwei Jahren in der Stadt Chan Junis. Wie die
palästinensische Nachrichtenagentur "Ma´an" berichtet, sind dabei bisher 21 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Darunter waren auch viele Palästinenser, die mit den beiden Clans nichts zu tun haben.
Palästinenser stirbt nach Protest gegen Entführung
Am Samstagabend erlag der 18 Jahre alte Rabi Abid Rabbo seinen Verletzungen, die er bei einer Protestkundgebung im nördlichen Gazastreifen erlitten hatte. Die Demonstranten wandten sich gegen die Entführung des
Chauffeurs des ehemaligen Geheimdienstoffiziers Abu Jasmin Abu Samhadana. Der Fahrer, Madschdi Abid Rabbo, war zuvor von bewaffneten Palästinensern verschleppt worden.
Seine Familie protestierte in Dschabalija gegen die Tat. Bewaffnete
stellten sich den Demonstranten in den Weg und schossen in die Menge. Rabi wurde schwer verwundet. Der Entführte kam nach wenigen Stunden wieder frei. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, weil er sich während der Geiselhaft
Verletzungen zugezogen hatte.
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 04.06.2007, 10:34 Uhr Tote bei Militäreinsätzen -> #zurueck
DSCHENIN / GAZA / NABLUS (inn) - Bei einer israelischen Razzia ist am Sonntag im Westjordanland ein palästinensischer Terrorist ums Leben gekommen. Der 22-Jährige war Mitglied der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden.
Nach israelischen Angaben starb der Palästinenser bei einem Schusswechsel. Der Vorfall ereignete sich nahe Dschenin. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz".
Unterdessen griffen Palästinenser den Eres-Übergang zwischen Israel und dem
Gazastreifen mit vier Mörsergranaten an. Vier israelische Soldaten erlitten leichte Verletzungen. Die Hamas übernahm die Verantwortung.
Am Samstag erschossen Truppen in Nablus einen Palästinenser, der laut der
Armee bewaffnet war. Aus palästinensischen Quellen hieß es hingegen, die Soldaten hätten auf Bewaffnete geschossen und zwei Zivilisten getroffen. Bei dem Toten habe es sich um einen Ladenbesitzer gehandelt. Sein Bruder sei
verletzt worden.
Einige Stunden zuvor hatten israelische Truppen nach Angaben von Augenzeugen in der Stadt mehrere Zementbarrieren in die Luft gesprengt. Die Sperren waren von Terroristen errichtet worden, die Militärfahrzeuge
aufhalten wollten. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der palästinensische Informationsminister Mustafa Barghuti bezeichnete diesen Armee-Einsatz als "neues Verbrechen, das im Kontext der israelischen Eskalation gegen die
Palästinensische Autonomiebehörde und das Volk kommt".
Bereits am Freitag hatte die Luftwaffe einen ranghohen Terroristen getötet, der auf einem Motorrad im südlichen Gazastreifen unterwegs war. Er gehörte
dem "Dschihad al-Islami" an. Eine Militärsprecherin teilte mit, er sei das Ziel des Angriffes gewesen. Er habe sich an Aktionen gegen israelische Truppen beteiligt.
Im Norden des Gazastreifens erschossen Soldaten in einer militärischen
Sperrzone zwei Kinder im Alter von elf und 13 Jahren. Laut der Armee hatten sie mit einem 16-Jährigen versucht, einen Sprengsatz in der Nähe der Grenze zu Israel zu legen. Der Jugendliche sei unbewaffnet gewesen. Er sei zur
Behandlung in ein israelisches Krankenhaus gebracht worden.
Die Armee geht davon aus, dass die jungen Palästinenser dafür bezahlt wurden, die Bombe am Grenzzaun zu deponieren. Sie hätten nicht auf Warnungen
der Soldaten reagiert. Nach palästinensischer Darstellung wollten die drei Jungen nach Metall suchen.
Über das Wochenende feuerten Palästinenser vom Gazastreifen neun Kassam- Raketen auf Israel ab. Eine traf ein Wohnhaus in der Kleinstadt Sderot.
June 02 Inhalt Nachrichten: Britische Akademiker erwägen Boykott Israels Liebermann: "Gaza muss abgeschnitten werden" Sorge um Krieg mit Syrien Ägypten kritisiert Nahost-Quartett Norwegen überweist Geld an Palästinenserregierung
Inhalt Hintergründe:
01.06.2007, 14:18 Uhr Britische Akademiker erwägen Boykott Israels -> #13569
LONDON (inn) - Eine Vereinigung von britischen Universitätsdozenten und die größte Gewerkschaft für Angestellte im Öffentlichen Dienst erwägen einen
wirtschaftlichen und kulturellen Boykott gegen israelische Institute und Organisationen. Die britische Regierung distanzierte sich derweil von dem Boykott-Aufruf.
Die "University and College Union", ein Zusammenschluss von
Hochschulprofessoren und Dozenten, hat am Mittwoch einen Antrag angenommen, nach der ein Boykottaufruf gegen Israel diskutiert werden soll. Die Union wolle "als Information und für die Diskussion den kompletten Text des
palästinensischen Boykottaufrufes an alle Zweige senden", berichtet die "New York Times". Die Vereinigung rief ihre etwa 120.000 Mitglieder dazu auf, ihre Kontakte zu israelischen Akademikern zu überdenken.
Einen Tag später verkündete die größte britische Gewerkschaft für Bedienstete im Öffentlichen Dienst, "Unison", auf der nächsten Hauptversammlung vom 19. bis 22. Juni über den Boykott abstimmen zu wollen.
Dies teilte die Sprecherin der Angestelltengewerkschaft mit 1,3 Millionen Mitgliedern, Mary McGuire, mit. Auf der Webseite von "Unison" heißt es, die Vereinigung wolle sich 170 palästinensischen Organisationen und
Gewerkschaften anschließen und israelische Institutionen boykottieren. Weiter heißt es dort: "Im Jahr 2006 marschierte Israel im Libanon und in Gaza ein, hat Steuereinnahmen der Palästinensischen Autonomiebehörde
zurückgehalten und den Dialog mit der im Januar 2006 demokratisch gewählten Behörde abgelehnt, die Grenzen von Gaza neu eingenommen, illegale Siedlungen im Westjordanland ausgeweitet und den Bau der illegalen Apartheidsmauer
fortgeführt." Dem britischen Premier Tony Blair wirft die Organisation vor, trotz der "schändlichen Ereignisse von 2006" genau wie die USA hinter Israel zu stehen.
Die Ankündigung eines möglichen Boykotts unter den britischen Akademikern
stieß auf Proteste von Akademikern aus den USA und Israel. In England distanzierten sich einzelne Universitätsangehörige von dem Aufruf, etwa in Cambridge und Oxford. Malcolm Grant vom "University College" in London
sagte: "Das widerspricht dem Auftrag einer Universität." Auch einige Politiker verschiedener Parteien verurteilten den Aufruf.
Auch Regierungsmitglieder sowie Akademiker in Israel verurteilten den
Aufruf. Manche sahen darin antisemitische Züge und den Einfluss der wachsenden muslimischen Bevölkerung im Inselstaat. "Wir finden es seltsam, dass britische Akademiker glauben, Boykott sei ein Weg, zu Dialog und
Frieden zu finden", sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Mark Regev, laut der Nachrichtenagentur Reuters. Die Briten boykottierten damit das einzige Land im Nahen Osten, das "eine wirklich unabhängige und
freie akademische Welt" habe, so Regev.
Die israelische Außenministerin Zipi Livni traf am Montag den britischen Botschafter in Israel, Tom Phillips, und sagte, beide Regierungen würden den Boykottaufruf verurteilen. Gegenüber der Tageszeitung "Ha´aretz" sagte
Phillips, er glaube nicht, dass die Entscheidung der britischen Dozentenvereinigung die Beziehungen zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen könne. "Selbstverständlich ist meine Regierung gegen einen
solchen Boykott, aber wir müssen die Dinge aus der richtigen Perspektive sehen: noch ist dieser Boykott nicht ausgesprochen worden. Die Chefin der Vereinigung selbst glaubt nicht, dass der Antrag eine Mehrheit gewinnen
kann."
Der Präsident der Hebräischen Universität in Jerusalem, Menachem Magidor, kritisierte den Boykottaufruf mit den Worten: "Es ist der Versuch, Israel das Existenzrecht abzusprechen. Es ist vollständig wider jeden akademischen
Geist."
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 01.06.2007, 11:32 Uhr Liebermann: "Gaza muss abgeschnitten werden"
-> #zurueck
JERUSALEM (inn) - Der Gazastreifen sollte komplett von Israel abgeschnitten und zu einem eigenständigen "Feindesland" erklärt werden. Diese Ansicht vertrat der israelische Minister für Strategische Angelegenheiten, Avigdor
Lieberman, am Donnerstag.
Israel sollte Gaza nach jedem Kassam-Beschuss bombardieren, so Liebermann. Außerdem sollte Israel das Besuchsrecht für palästinensische Häftlinge einstellen, solange der entführte Soldat Gilad Schalit nicht freigelassen
wurde. Zudem sollte der Kontakt zum Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, eingestellt werden.
"Israel wird beginnen, Gaza und das Westjordanland als zwei voneinander unabhängige Einheiten zu betrachten", sagte Liebermann laut einem Bericht
der "Jerusalem Post". "Die Rechtsordnung der Palästinensischen Autonomiebehörde wird sich lediglich auf das Westjordanland erstrecken, Gaza wird dann angesehen als Feindesland, als unabhängige politische Einheit –
'Hamastan'. Die Palästinenser können niemanden als sich selbst dafür beschuldigen, es ist ihre eigene Tat, ihre eigene Wahl".
6 Kassam-Raketen – Hamas weist Verantwortung zurück
Am Freitagmorgen schossen Palästinenser aus Gaza erneut zwei Kassam-Raketen
auf Israel ab. Die eine beschädigte ein Gebäude, die andere ging auf einem Feld nieder. Es gab keine Berichte von Verletzten.
Am Donnerstag hatte der bewaffnete Flügel der Hamas, der für die meisten der Raketen aus dem Gazastreifen verantwortlich ist, erklärt, er habe seit
48 Stunden keine Raketen abgefeuert. Die Aussagen stehen im Widerspruch zur Ankündigung von Hamas-Chef Chaled Mascha´al vor kurzem in Damaskus, so lange Raketen auf Israel abzufeuern, bis es seine Angriffe im Gazastreifen beende.
Vier Raketen waren am Donnerstag auf den Negev abgefeuert worden. Zwei davon landeten auf offenem Feld. Wie der Fernsehsender "Kanal 10" berichtet, wies die Hamas die Verantwortung zurück, sondern beschuldigte andere Gruppen wie
den "Islamischen Dschihad" und die "Volkswiderstandskomitees" für den Beschuss.
Die israelische Armee hat ihre Offensive gegen Terroristen im Gazastreifen am Donnerstag fortgesetzt. Sie stellte in den vergangenen Tagen zusätzliche
Truppen entlang der Grenze auf, besonders im Süden und im Norden. Eine größere Bodenoffensive sei jedoch nicht geplant, hieß es aus Armeekreisen.
Sicherheitskreise wiesen auf einen Rückgang des Raketenbeschusses hin. Vor
zwei Wochen feuerte die Hamas noch etwa 30 bis 40 Raketen am Tag auf Israel ab. In der vergangenen Woche reduzierte sich der Beschuss auf weniger als 10 Raketen pro Tag.
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 01.06.2007, 10:55 Uhr Sorge um Krieg mit Syrien -> #zurueck
JERUSALEM (inn) - Vertreter der israelischen Armee warnen vor einem
möglichen Ausbruch eines Krieges mit Syrien im Sommer – deswegen dürfe trotz des Raketenbeschusses derzeit keine Bodenoffensive im Gazastreifen gestartet werden. Israels Premierminister Ehud Olmert bemüht sich derzeit um ein
Friedensabkommen mit Syrien, sagte ein israelischer Vertreter, der anonym bleiben wollte.
Seit einigen Wochen beobachtet die israelische Armee eine Ausweitung militärischer Stellungen in Syrien, berichtet die Tageszeitung "Jerusalem
Post". Am 20. Mai registrierten Armeeangehörige, dass sich Damaskus offenbar auf einen Krieg mit Israel vorbereitet, es fanden verstärkt Waffenhandel und Truppenausbildungen statt.
Olmert angeblich zum Verzicht des Golan bereit
Olmert strebt neue Friedensgespräche mit Syrien an, sagte ein Vertrauter laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag. Der Premier erwäge, die Golanhöhen abzugeben. Israel hat den Golan im Sechs-Tage-Krieg
1967 besetzt und 1981 annektiert. Es gebe noch keine direkten Kontakte mit syrischen Vertretern, doch versuche Israel über Dritte herauszufinden, wie Syrien prinzipiell zu dieser Idee eingestellt sei.
"Die Hauptfrage ist, was Israel dafür im Gegenzug bekommt", sagte der
israelische Vertreter. Olmerts Regierung fürchte, dass Syrien auch trotz eines Friedensabkommens enge Beziehungen zum Hardliner-Regime im Iran und zu anderen radikalen Gruppen aufrechterhalten könnte. Israel hat immer wieder betont, dass ein
Dialog mit Syrien so lange unmöglich sei, wie das Nachbarland die Hisbollah- Miliz im Libanon und militante Palästinensergruppen wie die Hamas unterstützt.
Aus Syrien, das zuletzt im Jahr 2000 offiziell mit Israel verhandelte, gab
es keine Stellungnahme zu den Gerüchten. Syrien besteht darauf, dass sich Israel bedingungslos von den Golanhöhen zurückzieht.
Olmerts Sprecherin Miri Eisin wollte indes nicht sagen, ob Israel Syrien ein entsprechendes Angebot gemacht habe. Der Premier habe jedoch immer
betont, dass er prinzipiell Frieden mit Syrien anstrebe. "(Der Premier) stellt in Frage, ob die derzeitige syrische Regierung gewillt ist, bis zu einer Lösung durchzukommen, oder einfach nur an einem Prozess teilnehmen
will", so Eisin.
Palästinensische Vertreter sehen in dem möglichen Angebot Israels einen Versuch, Druck auf die Palästinenser auszuüben, Zugeständnisse zu machen. "Wir nennen sowas 'zwischen den Gleisen spielen'", sagte Ghassan Chatib,
ehemaliges Mitglied des palästinensischen Kabinetts, der 1991 an Friedensverhandlungen teilgenommen hatte. "Dabei spielt man das eine Gleis gegen das andere aus."
Keine Offensive in Gaza aus Sorge vor Kriegsausbruch
Der Hauptgrund, warum die Armee derzeit keine Bodenoffensive im Gazastreifen starte, sei die Sorge, dass diesen Sommer ein Krieg mit Syrien ausbrechen könnte, sagte ein Vertreter der Armee im israelischen Rundfunk am
Freitag. Derzeit stehe Israel an "zwei Fronten" - im Süden und im Norden. Man müsse abwägen, inwiefern die Armee an beiden Seiten gleichzeitig kämpfen könne.
Die Wahrscheinlichkeit für einen Kriegsausbruch sei gering, sagte
Generalmajor Giora Eiland, ehemaliger Chef des Nationalen Sicherheitsrates. Dennoch müsse die Armee eine "Abschreckungspolitik" verfolgen, um einen Krieg zu verhindern.
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 31.05.2007, 16:42 Uhr Ägypten kritisiert Nahost-Quartett -> #zurueck
KAIRO (inn) - Ägypten hat dem Nahost-Quartett Einseitigkeit vorgeworfen.
Bei seinem Treffen in Berlin seien die Palästinenser für den jüngsten Anstieg der Gewalt verantwortlich gemacht worden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Donnerstag.
Das Quartett hatte die Palästinenser am Mittwoch aufgefordert, alle Akte
der Gewalt unverzüglich einzustellen und die Feuerpause zu respektieren. Die Regierung solle alles Notwendige tun, um Recht und Ordnung wiederherzustellen. Die Kämpfe zwischen Israel und Hamas-Aktivisten im Gazastreifen müssten ein Ende finden.
Der ägyptische Sprecher, Alaa el-Hadidy, ließ verlauten: "Dies ist gleichbedeutend damit, Israel grünes Licht zu geben, damit es seine Operationen in den palästinensischen Gebieten fortsetzt. Die Glaubwürdigkeit
des Quartetts als eine neutrale Seite steht jetzt auf dem Spiel."
El-Hadidy fügte laut der Tageszeitung "Ha´aretz" hinzu: "Wie kommt es, dass das Quartett die sofortige Freilassung eines israelischen Soldaten fordert,
aber nicht die Entführung der palästinensischen Abgeordneten verurteilt?" Israel hat vor einer Woche 33 Hamas-Vertreter festgenommen. Darunter sind auch Abgeordnete und ein Minister.
Das Nahost-Quartett setzt sich aus der UNO, der EU, den USA und Russland
zusammen.
Nach oben -> #zurueck
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 31.05.2007, 16:31 Uhr Norwegen überweist Geld an Palästinenserregierung -> #zurueck
OSLO (inn) - Norwegen hat seine direkte finanzielle Unterstützung für die palästinensische Regierung wieder aufgenommen. Sein Land habe zehn Millionen Dollar überwiesen, teilte Außenminister Jonas Gahr Støre am Donnerstag mit.
"Wir hoffen, unser Beitrag wird dazu verhelfen, dass die soziale Krise gemildert wird, die die Palästinenser jetzt durchmachen", fügte Støre laut der Zeitung "Ha´aretz" hinzu. Das Geld werde verwendet, um Gehälter für
Angestellte im zivilen öffentlichen Dienst zu bezahlen. "Die kritische Lage in Gaza hat viele Ursachen, aber soziale Bedürfnisse und Verzweiflung ziehen in eine negative Richtung. Es ist besonders wichtig für die
palästinensischen Behörden, wirtschaftliche Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft zu erhalten."
Viele westliche Staaten boykottieren die Einheitsregierung oder zumindest die darin vertretenen Minister der Hamas. Das gilt auch für die EU, in der
Norwegen allerdings kein Mitglied ist. Diese Staaten fordern von der Hamas, auf Gewalt zu verzichten sowie Israel und bestehende israelisch- palästinensische Abkommen anzuerkennen. Doch die in der Regierung vertretene
Terrorgruppe weigert sich, diesen Forderungen nachzukommen.
Am 12. April hatte sich Støre mit dem palästinensischen Finanzminister Salam Fajjad getroffen. Anschließend kündigte er an, Norwegen werde die palästinensische Führung wieder unterstützen, sobald die Zeit dafür reif sei.
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