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May 31 Israelnetz.de-Newsletter vom 31.05.2007Inhalt Nachrichten: Präsidentenwahl: Mehrheit der Bevölkerung will Peres Behindertes Kind starb durch Kassam Knesset-Vorsitzende rügt Pöttering Tote bei Explosion in Nablus Nahost-Quartett kritisiert palästinensische Angriffe Inhalt Hintergründe: "Diplomatischer Fehltritt erster Güte": Seminar für Holocaustleugner in der Schweiz? 31.05.2007, 14:33 Uhr Präsidentenwahl: Mehrheit der Bevölkerung will Peres -> #13566 JERUSALEM (inn) - Die Mehrheit der Israelis wünscht sich Schimon Peres (Kadima) als neuen Staatspräsidenten. In der Knesset, die den Präsidenten bestimmt, hat derzeit hingegen der Likud-Kandidat Reuven Rivlin die besten Chancen. Bei einer Umfrage sprachen sich 60 Prozent der Teilnehmer für Peres aus. Weitere 22 Prozent bevorzugten Rivlin. Für die Avoda-Abgeordnete Colette Avital stimmten 6 Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut führte die Erhebung im Auftrag der Tageszeitung "Ma´ariv" durch. Der israelische Vizepremier Peres hatte seine Kandidatur am Mittwoch bekannt gegeben. Bei der Abstimmung in der Knesset könnte Rivlin derzeit etwa 53 Wahlstimmen erhalten. Wenn sich die ultra-orthodoxe Schas mit ihren zwölf Abgeordneten für ihn entschiede, hätte er die absolute Mehrheit von 61 Voten erreicht. Wenn keiner der Kandidaten die 50 Prozent überschreitet, gibt es eine zweite Abstimmung mit denselben Bedingungen. Danach folgt eine Stichwahl, in diesem Fall voraussichtlich zwischen Rivlin und Peres, der in dieser Situation Stimmen hinzugewänne. Hier ist nur noch die einfache Mehrheit erforderlich. Premierminister Ehud Olmert hatte Peres' Kandidatur begrüßt: "Das Volk Israel will die Ehre haben, Schimon Peres als Präsidenten des Staates Israel zu sehen. Er ist schon lange nicht nur ein politisch-öffentlicher Wert im Staat Israel, sondern auch ein nationaler Wert des Staates Israel gegenüber der jüdischen Welt und der Welt allgemein." Auch die Knesset-Vorsitzende und amtierende Präsidentin Dalia Itzik äußerte sich positiv: "Mehr, als Sie diese Einrichtung brauchen, braucht diese Einrichtung Sie. Ich glaube, dass in dieser Zeit, mehr als je zuvor, Ihre unfassbare Position in der Welt so ist, dass sie diesem Haus hier, den Abgeordneten und dem Volk Israel viel Ehre bringen wird." Die Abstimmung in der Knesset ist für den 13. Juni angesetzt. Peres hat in der Vergangenheit bereits für mehrere Ämter kandidiert, aber immer wieder den zweiten Platz belegt. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 31.05.2007, 13:49 Uhr Behindertes Kind starb durch Kassam -> #zurueck NETIVOT (inn) - Der palästinensische Raketenbeschuss israelischer Ziele hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Ein behindertes Kind erlag nach einem Angriff seinen Verletzungen - das berichtete der israelische Rundfunk am Donnerstagmorgen. Der 13-jährige Chai Schalom aus Netivot litt unter zerebraler Kinderlähmung. Er war gehörlos, stumm und an einen Rollstuhl gefesselt. Als er in der vergangenen Woche mit drei anderen behinderten Kindern in einem Bus transportiert wurde, schlug eine Kassam-Rakete neben dem Fahrzeug ein. Dem Bericht zufolge wurden alle Kinder durch die Explosion verwundet. Die Fahrerin wurde ohnmächtig. Chais Betreuerin informierte seinen Vater. Im Soroka-Krankenhaus in Be´er Scheva verschlechterte sich der Zustand des Jungen. Er starb kurz nach dem Angriff. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 31.05.2007, 11:48 Uhr Knesset-Vorsitzende rügt Pöttering -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Bei der Rede von Europaparlamentspräsident Hans-Gert Pöttering im israelischen Parlament ist es am Mittwoch zu einem Eklat gekommen. Die Knesset-Vorsitzende Dalia Itzik forderte ihn auf, sich besser zu informieren. Pöttering forderte einerseits die Freilassung der entführten israelischen Soldaten Ehud Goldwasser, Eldad Regev und Gilad Schalit sowie des britischen Journalisten Alan Johnston. Schalit und Johnston wurden im Gazastreifen verschleppt. Andererseits rief er Israel auf, festgenommene palästinensische Politiker wie Bildungsminister Nasser Scha´er freizulassen. Zudem schlug er vor, die "Schulbücher wechselseitig daraufhin zu untersuchen", inwieweit sie "noch immer Vorurteile über einander vermitteln und falsche Stereotype pflegen". Denn "Frieden beginnt mit der Erziehung unserer Kinder". Itzik antwortete: "Dieser palästinensische Bildungsminister, dessen Freilassung Sie fordern", schicke Kinder los, um sich in die Luft zu sprengen. Er lasse in den palästinensischen Schulbüchern "hetzen und ruft zum Beschuss Israels mit Kassam-Raketen auf". Der Europaparlamentspräsident kenne offenbar die Fakten nicht und solle sich erst mal informieren, ehe er von Israel fordere, einen solchen Mann freizulassen. Pöttering hatte laut der Tageszeitung "Die Welt" keine Gelegenheit, die Kritik zu erwidern. Itzik bedankte sich nicht für die Ansprache und die darin geäußerten Friedensvorschläge. Pöttering hatte in der auf Deutsch gehaltenen Rede gesagt, dass die "Region heute wieder in Flammen steht und erneut zahlreiche unschuldige Opfer zu beklagen sind". Das Europäische Parlament stehe "an der Seite Israels" und "an der Seite der Palästinenser", weil sie beide dasselbe Recht auf eine sichere Existenz hätten. Israel habe ein Recht auf Notwehr. Jedoch bat er Israel, "unschuldige Opfer in der Zivilbevölkerung und unverhältnismäßige Reaktionen zu vermeiden. Denn das Völkerrecht verpflichtet uns alle". Er schlug eine "gemeinsame Konferenz" vor und fragte: "Wäre es nicht möglich, wenn Israel, die Palästinenser, die arabischen Staaten und das Nahost-Quartett gemeinsam über Format, Prozeduren und Inhalte einer solchen Konferenz nachdenken würden?" Das Europäische Parlament sei überzeugt, dass eine "Zwei-Staaten-Lösung, deren Ausgangspunkt die Grenzen von 1967 sind", der einzige Weg für einen dauerhaften Frieden in Nahost bleibe. In seiner Ansprache vor den israelischen Abgeordneten betonte Pöttering das gemeinsame kulturelle Erbe: "Wir achten das Erbe Israels, das zu unserem eigenen europäischen Erbe dazugehört." Er erinnerte an den Holocaust und die "unvergleichbaren Leiden", die "dem jüdischen Volk angetan worden sind". Der CDU-Politiker ging auch auf die Lage in den palästinensischen Gebieten ein: "Die wirtschaftliche, soziale und humanitäre Situation hat mich tief betroffen gemacht." Deswegen bat er die Regierung Israels: "Geben Sie die etwa 700 Millionen Dollar palästinensischer Gelder, die auf Zolleinnahmen beruhen, an Präsident Abbas frei, so dass er damit Lehrer und Polizei entlohnen kann." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 31.05.2007, 10:20 Uhr Tote bei Explosion in Nablus -> #zurueck NABLUS (inn) - Das Fahrzeug eines palästinensischen Terroristen ist Mittwochnacht in Nablus explodiert. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Der Wagen gehörte einem Führer der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, einer Untergruppe der Fatah. Laut palästinensischen Quellen handelt es sich bei den Toten um Passanten. Der Besitzer des Fahrzeugs, Sufian Kendil, habe die Explosion hingegen überlebt. Ein palästinensischer Sicherheitsvertreter sagte gegenüber der Zeitung "Jediot Aharonot", möglicherweise hätten die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden eine Autobombe vorbereiten wollen. Diese sei für einen Anschlag auf israelische Soldaten bestimmt gewesen, die in die Autonomiestadt einmarschieren wollten. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 31.05.2007, 09:55 Uhr Nahost-Quartett kritisiert palästinensische Angriffe -> #zurueck BERLIN (inn) - Das Nahost-Quartett hat die palästinensischen Raketenangriffe auf israelische Ziele nachdrücklich verurteilt. In einer Sitzung in Berlin beschlossen die Vertreter am Mittwoch, eine neue Friedensinitiative zwischen Israelis und Palästinensern zu starten. In einer Erklärung, die UN-Generalsekretär Ban Ki-Mun vortrug, verurteilte das Quartett "auf das schärfste" den Aufbau von Waffenarsenalen durch "die Hamas und andere terroristische Gruppen im Gazastreifen". Alle palästinensischen Gruppierungen wurden aufgerufen, mit dem Vorsitzenden der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, zusammenzuarbeiten. Außerdem wurde in der Erklärung die sofortige und bedingungslose Freilassung des entführten Soldaten Gilad Schalit verlangt. Das berichtet der Nachrichtensender "n-tv" auf seinem Internetportal. Israel wurde aufgefordert, bei Armee-Einsätzen Zurückhaltung zu üben und Opfer unter Zivilisten zu vermeiden. Ein weiterer Appell an die israelische Regierung bezog sich auf zurückgehaltene Zoll- und Steuergelder, die sie für die Palästinenser freigeben solle. Es geht um eine Summe von 700 Millionen Dollar. Bezüglich der Friedensinitiative teilte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit, Vertreter der UN, der EU, Russlands, der USA und Deutschlands würden sich noch im Juni mit Israelis und Palästinensern in der Region zusammensetzen. Zudem seien Gespräche mit der Arabischen Liga geplant. Das Quartett rief beide Seiten zu einer Waffenruhe auf. Zum Nahost-Quartett gehören die UN, die EU, die USA und Russland. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 31.05.2007, 12:30 Uhr "Diplomatischer Fehltritt erster Güte": Seminar für Holocaustleugner in der Schweiz? -> #zurueck Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey hat vorgeschlagen, ein "Seminar zur unterschiedlichen Perzeption des Holocausts" durchzuführen. Interessant daran ist, dass sie diesen Vorschlag im Dezember vergangenen Jahres bei einem Besuch des stellvertretenden iranischen Außenministers Said Dschalili in Bern gemacht hat, und dass er in einem Dokument mit dem Vermerk "vertraulich" festgehalten wurde. Eine Kopie liegt dem in Zürich erscheinenden Wochenmagazin "Die Weltwoche" vor.Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und verschiedene andere Vertreter der Islamischen Republik Iran haben sich in den vergangenen Jahren nicht nur als Holocaustleugner, sondern auch durch die Forderung profiliert, den "Schandfleck Israel von der Landkarte zu wischen". Nach oben -> #zurueck Ganze Nachricht (online) -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13566.html May 30 Israelnetz.de-Newsletter vom 30.05.2007Inhalt Nachrichten: "Quartett soll Einheitsregierung anerkennen" Peres' Frau aus Krankenhaus entlassen Tote bei Explosion im Gazastreifen Peres will Präsident werden EU-Parlamentssprecher trifft palästinensischen Außenminister Terroristen sterben bei Luftangriff Inhalt Hintergründe: 30.05.2007, 14:33 Uhr "Quartett soll Einheitsregierung anerkennen" -> #13556 RAMALLAH (inn) - Der palästinensische Informationsminister Mustafa Barghuti hat das Nahost-Quartett aufgefordert, die Regierung der nationalen Einheit anzuerkennen. Das Quartett trifft sich am heutigen Mittwoch in Berlin. Außerdem solle das Nahost-Quartett Druck auf Israel ausüben, damit es die palästinensische Initiative einer Feuerpause annehme und Endstatusgespräche beginne, sagte Barghuti laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". Sobald eine Lösung für den endgültigen Status erreicht sei, werde der Kreislauf der Gewalt ein Ende finden - zusammen mit der "längsten Besatzung der modernen Geschichte". Barghuti ist auch Sprecher der palästinensischen Einheitsregierung. Das Quartett setzt sich aus der UNO, der EU, den USA und Russland zusammen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 30.05.2007, 14:32 Uhr Peres' Frau aus Krankenhaus entlassen -> #zurueck TEL HASCHOMER (inn) - Die Ehefrau von Israels Vizepremier Schimon Peres ist auf dem Weg der Besserung. Am Mittwoch wurde sie aus dem Krankenhaus in Tel HaSchomer entlassen. Sonia Peres war Donnerstagnacht wegen Herzversagens in die Klinik eingeliefert worden. Sie hatte schon längere Zeit unter Herzbeschwerden gelitten. Am Freitag besserte sich ihr Zustand. Die Ärzte konnten das Beatmungsgerät abschalten. Die 81-Jährige erlangte auch wieder das Bewusstsein. Nun soll sie zu Hause weiter unter ärztlicher Beobachtung bleiben. Dies berichtet die Tageszeitung "Jediot Aharonot". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 30.05.2007, 12:24 Uhr Tote bei Explosion im Gazastreifen -> #zurueck GAZA (inn) - Bei einer Explosion in einem Wohnhaus sind am Dienstag drei Palästinenser getötet worden. Der Vorfall ereignete sich im Flüchtlingslager Nusseirat im zentralen Gazastreifen. Bei den Toten handelt es sich um Abd ar-Rahman Abu Chubeisa, Na´im Schreihi und Muhammad al-Aadschis. Drei weitere Menschen wurden verwundet, einer von ihnen sehr schwer. Die Ursache der Detonation ist noch unklar. Möglicherweise hatten militante Palästinenser mit Sprengstoff hantiert. Das berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur "Ma´an". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 30.05.2007, 12:02 Uhr Peres will Präsident werden -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Israels Vizepremier Schimon Peres kandidiert bei der Präsidentschaftswahl. Das teilte der 83-Jährige am Mittwoch bei einem speziellen Treffen seiner Kadima-Fraktion mit. "Nach vielem Nachdenken habe ich beschlossen, mich den Anfragen zu fügen, dass ich für das Amt des Staatspräsidenten kandidieren soll", sagte Peres. Es sei "kein Geheimnis", dass es für ihn eine schwierige Entscheidung gewesen sei. "Schließlich bin ich nicht das jüngste Knesset-Mitglied." Er habe eingewilligt, die zahlreichen Bitten von Premier Ehud Olmert, Abgeordneten und vielen anderen zu erfüllen. Sie hätten ihn gebeten, "einen Beitrag für den Dienst des Staates zu leisten". Peres fügte hinzu, es werde vielleicht sein letzter Beitrag sein. Olmert teilte mit, er werde Peres seine volle Unterstützung zukommen lassen. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Die Wahl ist für den 13. Juni angesetzt. Weitere Kandidaten sind der ehemalige Knesset-Sprecher Reuven Rivlin (Likud) und die Avoda-Abgeordnete Colette Avital. Der israelische Staatspräsident wird vom Parlament gewählt. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre. Eine Wiederwahl ist nicht möglich. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 30.05.2007, 11:30 Uhr EU-Parlamentssprecher trifft palästinensischen Außenminister -> #zurueck GAZA / JERUSALEM (inn) - Der Sprecher des Europäischen Parlaments, Hans- Gert Pöttering, hat am Dienstag den Gazastreifen besucht. Bei einem Treffen bekundete der palästinensische Außenminister Siad Abu Amr die Bereitschaft zu einer Feuerpause mit Israel. In seinem Büro in Gaza informierte der Minister seinen deutschen Gast über die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen im Gazastreifen. Er betonte, dass Israel die feindseligen Aktionen gegen Palästinenser einstellen müsse. Die EU forderte er auf, in der Nahostregion eine aktivere Rolle zu spielen, da sie auf internationaler Ebene großen Einfluss habe. Abu Amr fügte hinzu, die Europäische Union solle ihre Bemühungen auf zwei Gebiete konzentrieren: die Besänftigung der innerpalästinensischen Auseinandersetzung und eine Wiederaufnahme der Waffenruhe mit Israel. Letztere solle sich auf den Gazastreifen und das Westjordanland erstrecken. Pöttering sagte laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an", eine neue Feuerpause sei notwendig. Israelis und Palästinenser müssten die Gewalt beenden. Die EU habe die Palästinenser immer unterstützt und werde dies noch erhöhen. Treffen mit Angehörigen von Entführten Zuvor hatte der europäische Parlamentssprecher Angehörige der entführten israelischen Soldaten Ehud Goldwasser, Eldad Regev und Gilad Schalit getroffen. Er äußerte sein Mitempfinden und die Hoffnung, dass er den Familien über die Solidarität hinaus helfen könne. Pöttering erzählte seine persönliche Geschichte. Sein Vater, den er nie kennen gelernt hatte, war aus dem Zweiten Weltkrieg nicht heimgekehrt. Zehn Jahre wartete die Mutter auf ihn, bis sie die Nachricht von seinem Tod erhielt. Pöttering versprach, sich wegen Goldwasser und Regev an den libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Bari zu wenden. Er wolle ihn auffordern, aktiv zu werden, um Informationen über die Entführten zu erhalten und eine Freilassung zu erwirken. Nach eigenen Angaben will der CDU-Politiker verhindern, dass die israelischen Familien in eine ähnliche Lage kommen wie einst seine Mutter. Außerdem sicherte er zu, das Thema bei einem Treffen mit dem libanesischen Botschafter in Brüssel anzusprechen. Für Schalit wolle er beim Vorsitzenden der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, und anderen palästinensischen Vertretern eintreten. Die Angehörigen der Verschleppten sagten gegenüber der Zeitung "Jediot Aharonot", bei dem Treffen habe ein guter Geist geherrscht. "Wir sind sicher, dass diese Treffen und die Bitten, die wir in ihrem Verlauf aufkommen lassen, etwas bewegen können, auch wenn man keinen Augenblick vergessen darf, mit wem wir uns hier beschäftigen - einem sehr grausamen Feind", so der Vater Schlomo Goldwasser. "Wir haben ihm gesagt, dass das Rote Kreuz nicht genügend tut", fügte er hinzu. "Wir stellen uns nicht vor, dass die Mitarbeiter zu unseren Söhnen gelangen können, aber wir würden erwarten, dass sie das fordern. Das ist schließlich eines der Ziele, mit denen diese Körperschaft gegründet wurde." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 30.05.2007, 09:26 Uhr Terroristen sterben bei Luftangriff -> #zurueck GAZA (inn) - Bei einem israelischen Luftangriff sind am Mittwoch im Gazastreifen zwei bewaffnete Palästinenser getötet worden. Sie waren Mitglieder der radikal-islamischen Hamas. Eine Armeesprecherin teilte mit, der Angriff habe "einer Gruppe bewaffneter Terroristen" im nördlichen Gazastreifen gegolten. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen. Ein Haus wurde beschädigt, wie die Tageszeitung "Ha´aretz" unter Berufung auf Ambulanzbesatzungen berichtet. Am späten Dienstagabend hatte Israels Außenministerin Zipi Livni gesagt: "Die Hamas nutzt jede ruhige Periode aus, um sich aufzubauen und für zukünftige Angriffe vorzubereiten. Das können wir nicht zulassen." Razzien im Westjordanland Im Westjordanland kamen bei Einsätzen der israelischen Armee am Dienstag zwei Fatah-Terroristen ums Leben. In Ramallah wollten Truppen den 22- jährigen Omar Abdel-Halim von den Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden festnehmen. Es kam zu einem Feuergefecht. Abdel-Halim starb, vier weitere Palästinenser wurden verwundet. Bei einer weiteren Razzia nahe Dschenin töteten Soldaten Mohammed Mara´i. Der Palästinenser hatte fünf Tage zuvor die Gründung einer neuen militärischen Untergruppe der Fatah bekannt gegeben. Er nannte sie die Abu- Amar-Brigaden. Abu Amar war ein Name für den früheren Palästinenserführer Jasser Arafat. In der Nähe von Tulkarm eröffnete ein Palästinenser das Feuer auf eine israelische Patrouille. Die Soldaten erwiderten die Schüsse. Der Angreifer wurde verletzt. Israelnetz.de-Newsletter vom 29.05.2007Inhalt Nachrichten: 2010: Mountainbike-EM in Israel Leopard in Schlafzimmer gefangen Goldene Kamera für israelischen Film Avoda-Vorsitz: Peretz abgewählt Tote bei Schusswechsel - Israeli stirbt durch Rakete Inhalt Hintergründe: Dem Untergang entgegen? Der Iran und Israel 29.05.2007, 15:00 Uhr 2010: Mountainbike-EM in Israel -> #13553 JERUSALEM (inn) - Die Mountainbike-Europameisterschaften finden im Jahr 2010 erstmals in Israel statt. Das teilte die Europäische Radsport-Union (UEC) am Montag mit. "Es handelt sich um eine sehr wichtige Errungenschaft für den israelischen Radsport und einen Vertrauensbeweis an den Verband und sein professionelles Niveau", sagte der Vorsitzende des israelischen Radsportverbandes, Joni Jarom. "Und das in einer Zeit, in der nicht viele Freude daran haben, einen Wettkampf in dieser Größenordnung in Israel abzuhalten. Noch ist nicht entschieden, wo genau der Wettbewerb ausgetragen werden soll." Die Mountainbike-Europameisterschaften finden an drei Tagen in Folge statt. Mehr als 300 Radfahrer werden voraussichtlich daran teilnehmen. Das berichtet die Tageszeitung "Jediot Aharonot". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 29.05.2007, 13:58 Uhr Leopard in Schlafzimmer gefangen -> #zurueck SDE BOKER (inn) - Ein Israeli hat in der Nacht zum Montag in seinem Schlafzimmer in der Negev-Wüste einen Leoparden gefangen. Das Raubtier hatte in der Wohnung nach einer Katze gejagt. Der Bewohner des Kibbutz Sde Boker erwachte, weil sein Hund bellte. Daraufhin fand er sich dem Leoparden gegenüber. Er sprang auf das Tier, packte es am Genick und forderte seine Frau auf, die Natur- und Parkbehörde (NPA) zu alarmieren. Wenig später kamen Vertreter der Behörde und verfrachteten die Raubkatze erst in einen Mülleimer und dann in einen Käfig. In den vergangenen Wochen war der Leopard mehrfach in der Gemeinschaftssiedlung aufgetaucht, um auf Hunde- und Katzenjagd zu gehen. NPA-Mitarbeiter beobachteten in den Nächten die Gegend, um ihn mit Feuerwerkskörpern zu verjagen. Die Behörden vermuten, dass es dem Raubtier schwergefallen war, in der Wildnis Beute zu machen. Möglicherweise habe es körperliche Probleme. Nun sollen Tierärzte herausfinden, ob der Leopard wieder in die freie Wildbahn gelassen werden kann. Experten schätzen, dass es in der Wüste Juda und im Negev noch acht bis zehn Leoparden gibt. In der Vergangenheit wurden einige der Tiere mit Sensoren versehen, doch sie sind alle nicht mehr am Leben. Früher waren die Raubkatzen auch in anderen Ländern der Region zu finden, doch sie scheinen nur in Israel überlebt zu haben. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 29.05.2007, 11:48 Uhr Goldene Kamera für israelischen Film -> #zurueck CANNES (inn) - Ein israelischer Film ist in Cannes mit der Goldenen Kamera für den besten Erstlingsfilm ausgezeichnet worden. In dem Streifen "Meduzot" ("Medusen") geht es um das Leben dreier Frauen in Tel Aviv. Der Film stammt von den Regisseuren Schira Geffen und Etgar Keret - Letzterer hat den Stoff für das Drehbuch geliefert. Sie erhielten den Preis am Sonntag. Bereits zwei Tage zuvor war der israelische Film zweimal ausgezeichnet worden: Die französische Künstler- und Autorengilde SACD kürte den besten Regisseur, während 36 französische Jugendliche entschieden, dass der Film den Award "Junge Kritik" gewinnen solle. Bereits vor drei Jahren hatte der israelische Regisseur Keren Jedaja für "Or" ("Licht") ebenfalls die Goldene Kamera erhalten. Ein Jahr später wurde die Israelin Hanna Laslo in Cannes als beste Schauspielerin in dem Streifen "Free Zone" von Amos Gitai ausgezeichnet. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 29.05.2007, 10:43 Uhr Avoda-Vorsitz: Peretz abgewählt -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Israels früherer Premier Ehud Barak hat die erste Runde der Wahl zum Avoda-Vorsitz knapp gewonnen. Amtsinhaber Amir Peretz muss seinen Posten abgeben. In der Stichwahl tritt Barak gegen den ehemaligen Geheimdienstchef Ami Ajalon an. Barak erhielt 34,2 Prozent der Wählerstimmen, Ajalon 31,7 Prozent. Peretz belegte mit 21,8 Prozent den dritten Platz. Für den früheren Minister Ophir Pines-Pas stimmten 7,9 Prozent der Wähler. Während des Wahlkampfes hatte Peretz seine verbalen Angriffe auf Barak konzentriert. Deshalb vermuten Beobachter, dass er in der zweiten Runde Ajalon unterstützen wird. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". An der Abstimmung am Montag nahmen 65,5 Prozent der 103.498 Parteimitglieder teil. Die Stichwahl soll in zwei Wochen stattfinden. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 29.05.2007, 10:13 Uhr Tote bei Schusswechsel - Israeli stirbt durch Rakete -> #zurueck GAZA / SDEROT (inn) - Bei einem Feuergefecht mit Soldaten sind am Dienstag im Gazastreifen zwei Palästinenser getötet worden. Sie waren Mitglieder der radikal-islamischen Hamas. Palästinensische Mediziner identifizierten die Toten als Abdul Karim Scha´ath und Mohammed Muamar. Die Ehefrau eines weiteren Hamas-Terroristen wurde verletzt. Mutmaßlicher Terrorverantwortlicher gefasst In Nablus nahmen israelische Sicherheitskräfte einen palästinensischen Abgeordneten fest, der seit Herbst 2000 von Israel gesucht wurde. Der 41- jährige Dschamal Tirawi wird für terroristische Aktivitäten verantwortlich gemacht. Er ist Sprecher der Fatah-Fraktion im Palästinensischen Legislativrat. Israelis betrauern Raketenopfer Am Montag nahmen in Petach Tikva Hunderte Trauernde Abschied von Oschri Os - der 36-Jährige war am Sonntag durch eine palästinensische Kassam-Rakete ums Leben gekommen. Der Israeli war in seinem Fahrzeug in der Wüstenstadt Sderot unterwegs, als das Geschoss den Wagen traf. Er fuhr gegen eine Mauer und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Os war ein Computertechniker aus Hod HaScharon, der im Rahmen seiner Arbeit öfter nach Sderot kam. Er hinterlässt seine schwangere Ehefrau und eine zweijährige Tochter. Luftwaffe geht gegen Hamas vor Am Wochenende landeten weitere Raketen in Sderot und Umgebung. Die israelische Luftwaffe griff am Samstagmorgen Ziele der Hamas im Gazastreifen an. Mindestens fünf Mitglieder der Terrorvereinigung starben, 23 weitere Palästinenser wurden verwundet. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz" unter Berufung auf Ärzte und Sicherheitspersonal. Bei weiteren Angriffen wurden drei Palästinenser verletzt. Darunter sei auch ein elfjähriger Junge. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 29.05.2007 , 12:20 Uhr Dem Untergang entgegen? Der Iran und Israel -> #zurueck "Es gibt zweierlei Iran", betont der iranisch-amerikanische Journalist Amir Taheri. "Der Iran als Nationalstaat hat überhaupt keinen Grund zur Feindschaft gegen Israel. Es gibt keine Streitigkeiten über Grenzen, Märkte oder natürliche Ressourcen." Auch sollte nicht vergessen werden, dass zu Zeiten des Schah der Iran einer der wichtigsten Handelspartner und strategischen Verbündeten des jüdischen Staates im Nahen Osten war. Nach oben -> #zurueck Ganze Nachricht (online) -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13553.html May 29 Israelnetz.de-Newsletter vom 28.05.2007Inhalt Nachrichten: Minister eröffnet Büro in Sderot Inhalt Hintergründe: 28.05.2007, 13:03 Uhr Minister eröffnet Büro in Sderot -> #13549 SDEROT (inn) - Israels Minister für Innere Sicherheit, Avi Dichter, hat sein Büro teilweise nach Sderot verlegt. Nach eigenen Angaben will er dort Arbeitstreffen abhalten, um "den Puls des Ortes zu spüren". Das neue Büro wurde am Freitag eröffnet. Nun pendelt der Minister für seine Arbeit zwischen Jerusalem, Tel Aviv und Sderot. "Das Thema Sderot, das von Regierungen schon seit Jahren behandelt wird, ist sehr kompliziert", sagte Dichter gegenüber der Tageszeitung "Jediot Aharonot". "Die Frage der Verteidigung ist nur eine Komponente in einer Reihe von Dingen, sowohl in der Stadt als auch in den Ortschaften in der Region um den Gazastreifen." Er fügte hinzu: "Ein Teil der Dinge wird in einer sehr richtigen Form gehandhabt, und bei einem Teil denke ich, wir könnten es in einer anderen Form machen." Er könne seine Meinung als Minister äußern, habe aber nicht die Entscheidungskraft des Regierungschefs oder des Verteidigungsministers. Andererseits könne er Vorschläge machen, weil er Gaza kenne. Er hoffe, dass Regierung und Sicherheitskräfte letztlich eine Lage schaffen würden, in welcher der Terror aufhöre, sagte der Kadima-Politiker. "Denn anders wird es sich nicht bezahlt machen, hier zu wohnen." Der ehemalige Geheimdienstchef ging auch auf die Medienberichte über die Menschen ein, die Sderot verlassen. Sein Eindruck nach einer Mahlzeit in einem Lokal sei etwas anders: "Es gibt hier nicht wenige Leute, die beschlossen haben, trotz der Probleme zu bleiben. Man kann nicht verbergen, dass es hier schwer für die Bewohner ist." Die ersten Besucher in dem improvisierten Büro waren der Kadima-Abgeordnete Schai Hermesch und der weißrussische Botschafter Igor Leschtschenja. Letzterer sagte nach seinem bisher zweiten Aufenthalt in der raketengeplagten Stadt: "Niemand kann das Schießen auf die Stadt, auf die Zivilbevölkerung rechtfertigen. In dieser Region ist zu viel Blut vergossen worden. Ganze Generationen befassen sich mit Kriegshandlungen, statt in Frieden zu lernen und zu arbeiten." May 25 Israelnetz.de-Newsletter vom 25.05.2007Inhalt Nachrichten: Terrorist aufgehalten Wieder Luftangriffe in Gaza - weitere Kassam-Raketen Jerusalem: Homosexuellen-Parade im Juni Peres' Ehefrau nach Herzversagen im Krankenhaus Israel schickt Kassams nach Europa Palästinenser appellieren an UN Abbas: Kassam-Angriffe müssen enden Inhalt Hintergründe: 25.05.2007, 14:35 Uhr Terrorist aufgehalten -> #13541 NABLUS (inn) - Die israelische Militärpolizei hat am Freitag im Westjordanland einen Palästinenser mit mehreren Sprengsätzen aufgehalten. Die Bomben waren einsatzbereit. Der Vorfall ereignete sich am Hawara-Checkpoint bei Nablus. Eine Soldatin untersuchte den Palästinenser und entdeckte die Sprengsätze. Der Araber wurde zum Verhör mitgenommen. Experten brachten die Bomben kontrolliert zur Explosion. Dies meldet der israelische Rundfunk. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 25.05.2007, 13:55 Uhr Wieder Luftangriffe in Gaza - weitere Kassam-Raketen -> #zurueck GAZA / SDEROT (inn) - Die israelische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf Raketenschützen im Gazastreifen in der Nacht zum Freitag fortgesetzt. Palästinensische Terroristen feuerten am Donnerstag etwa elf Kassam-Raketen auf israelische Ziele ab - die Terrorgruppen Hamas und Dschihad al-Islami übernahmen am Freitag die Verantwortung. Eine israelische Rakete schlug nicht weit vom Haus des palästinensischen Premiers Ismail Hanije ein. Dabei kam jedoch niemand zu Schaden. Aus der Armee hieß es, die Rakete habe ein Gebäude getroffen, das von der Hamas genutzt worden sei. Die Nähe zu Hanijes Haus habe keine Bedeutung. Ein Palästinenser starb durch Panzerfeuer. Ein weiterer Mann erlag in einem israelischen Krankenhaus Verletzungen, die er in der vergangenen Woche erlitten hatte. Bei den Luftangriffen wurden zehn Palästinenser verwundet, wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet. In der israelischen Wüstenstadt Sderot landete eine Kassam-Rakete in der Nähe des Hauses von Bürgermeister Eli Mojal. Er hielt sich zu diesem Zeitpunkt im Rathaus auf. Niemand wurde verletzt. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 25.05.2007, 12:32 Uhr Jerusalem: Homosexuellen-Parade im Juni -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Die israelische Polizei hat eine im Juni in Jerusalem geplante Homosexuellen-Parade grundsätzlich genehmigt. Die Organisatoren hatten den Antrag im März gestellt - strenggläubige Bewohner der israelischen Hauptstadt waren dagegen. "Die Polizei ist dem Beschluss 7348/06 des Obersten Gerichtes vollkommen verpflichtet", schreibt der Jerusalemer Polizeichef Ilan Franco in dem Brief an die Organisatoren. Laut dem Beschluss muss die Bezirkspolizei Genehmigungen für die Homosexuellen-Parade erteilen und die notwendige Sicherheit garantieren. Demnach entscheide der Bezirkskommandeur, ob Sicherheitsbedenken gegen die Veranstaltung, den gewählten Ort oder die Vorbereitungen sprächen, heißt es weiter in dem Schreiben. Wie die Zeitung "Jediot Aharonot" berichtet, soll die Parade am 21. Juni stattfinden. "Die Organisation wartet die offizielle Genehmigung von der Jerusalemer Polizei ab", sagte eine der Organisatoren am Donnerstag. "Dieser Brief beweist, dass beide Seiten ihre Lektionen von den Ereignissen des letzten Jahres gelernt haben. Sie haben festgestellt, dass es in jedermanns bestem Interesse ist, dem Gesetz zu gehorchen." Parade zweimal abgesagt Zuletzt hatten die Organisatoren am 10. November eine ähnliche Veranstaltung geplant. Die Entscheidung, die Parade in Jerusalem abzuhalten, war in ultra-orthodoxen jüdischen Kreisen auf Kritik gestoßen. Dem schlossen sich auch christliche und moslemische Vertreter an. An mehreren Tagen hatte es im Vorfeld zum Teil gewaltsame ultra-orthodoxe Proteste gegeben. Kurzfristig wurde die geplante Parade wegen der angespannten Sicherheitslage durch eine Versammlung auf dem Campus ersetzt. Ursache hierfür war ein irrtümlicher israelischer Angriff auf Wohnhäuser im Gazastreifen, bei dem zwei Tage zuvor 19 Palästinenser ums Leben gekommen waren. Einige Homosexuellen-Vertreter wollten trotz des Sicherheitsrisikos spontan eine Parade in Jerusalem abhalten. Dabei wurden etwa 30 Aktivisten festgenommen. Sie wollten gegen die Entscheidung protestieren, die Parade in das Stadion zu verlegen. Bereits im Jahr 2005 sollte eine Parade im August abgehalten werden. Doch wegen des israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen sahen sich die Sicherheitskräfte nicht in der Lage, die Veranstaltung ausreichend abzusichern. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 25.05.2007, 11:00 Uhr Peres' Ehefrau nach Herzversagen im Krankenhaus -> #zurueck TEL AVIV (inn) - Die Ehefrau von Israels Vizepremier Schimon Peres ist Donnerstagnacht wegen Herzversagens ins Krankenhaus gebracht worden. Am Freitagmorgen wurde der Zustand der 81-Jährigen als "ernsthaft, aber stabil" eingestuft. Sonia Peres hatte am Abend geklagt, dass sie sich sehr unwohl fühle. Daraufhin kam ein ärztliches Team in die Wohnung des Ehepaares und leistete Erste Hilfe. Anschließend wurde die Patientin in die Scheba-Klinik in Tel Aviv transportiert. Dort wurde sie im kardiologischen Flügel der Intensivstation behandelt, wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet. Während Schimon Peres seit fast fünf Jahrzehnten eine prominente Gestalt in der israelischen Politik ist, blieb seine Ehefrau meist außerhalb des Rampenlichts. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 25.05.2007 , 10:47 Uhr Israel schickt Kassams nach Europa -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Israels Außenministerium hat am Donnerstag palästinensische Kassam-Raketen an die israelischen Botschaften in Paris und London gesandt. Diese sollen es den Botschaftern erleichtern, die Sicherheitslage im Gebiet um den Gazastreifen zu veranschaulichen. Eine weitere Rakete ging an die israelische Vertretung im EU-Hauptquartier in Brüssel. Die Geschosse sind nicht funktionstüchtig. Es handelt sich vielmehr um angekohlte Überreste der jüngsten Angriffswellen auf die israelische Stadt Sderot und Ortschaften in der Umgebung. Die israelische Polizei hat sie zum Außenministerium gebracht. Dort wurden sie sorgfältig verpackt und per Diplomatenpost nach Europa gesandt. Die Botschafter sind angewiesen, die Kassam-Raketen in Sitzungen mitzubringen. Die Regierung hofft, die Situation auf diese Weise der internationalen Gemeinschaft zu verdeutlichen, die sich vor allem mit gezielten israelischen Angriffen in Gaza befasse und weniger mit dem willkürlichen palästinensischen Beschuss. Dies berichtet die Tageszeitung "Jediot Aharonot". Die Raketen haben keine Zielgenauigkeit. Sie bestehen aus einem Rohr mit Sprengkopf und einem einfachen Düsenmotor. Die Geschosse sind nicht mehr als zwei Meter lang. Bereits während des Libanonkrieges im vergangenen Sommer hatte das Außenministerium mit der diplomatischen Post Schrapnells von Katjuscha- Raketen weitergeleitet. "Es ist uns wichtig, die Lage physisch zu illustrieren, weil die internationale Gemeinschaft den Konflikt im Nahen Osten satt hat", hieß es aus Quellen im Ministerium. Zudem wurden israelische Botschafter weltweit aufgefordert, zu erklären, dass Israel auf die fortdauernden Kassam-Angriffe reagieren müsse. In der vergangenen Woche reichte Israels UN-Gesandter Dan Gillerman vor dem Sicherheitsrat Beschwerde wegen der Raketen ein. Außenministerin Zipi Livni informierte ausländische Diplomaten im Land über die Lage um den Gazastreifen. Auch besuchte sie mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana die Kleinstadt Sderot. Ihm wurden Bilder gezeigt, die Kinder aus der raketengeplagten Wüstenstadt gemalt haben. Dort versuchen sie, ihre Gefühle über die schwierige Situation auszudrücken. Die Bilder sollen später auf der Website des Außenministeriums zu sehen sein. Das Ministerium hat sich außerdem dafür ausgesprochen, dass eine multilaterale Truppe in Gaza stationiert wird. Diese solle in der Region für Ruhe sorgen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 25.05.2007, 10:03 Uhr Palästinenser appellieren an UN -> #zurueck RAMALLAH / NEW YORK (inn) - Ein palästinensischer Diplomat hat den UN- Sicherheitsrat aufgefordert, Israel zu einem Ende der Luftangriffe zu bewegen. Es sei Zeit, dass das Gremium bei der Wiederherstellung von Frieden in der Region helfe, sagte der UN-Gesandte Rijad Mansur am Donnerstag. Der Sicherheitsrat solle seine Macht nutzen, um zu einer sofortigen Feuerpause in Gaza aufzurufen, so der Palästinenser laut der Zeitung "Ha´aretz" vor Journalisten. Die Waffenruhe solle sich dann auch auf das Westjordanland ausbreiten. Außerdem solle das Gremium die Idee von UN- Beobachtern erwägen. Dann "wüssten wir sicher, wer wirklich die Feuerpause bricht". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 24.05.2007, 17:00 Uhr Abbas: Kassam-Angriffe müssen enden -> #zurueck GAZA (inn) - Palästinenserchef Mahmud Abbas hat ein Ende der Raketenangriffe auf Israel gefordert. Nach einem Treffen mit dem EU- Außenbeauftragten Javier Solana am Donnerstag bezeichnete er sie als "nutzlos". "Solana tut seine Pflicht auf allen Gebieten, um die Rückkehr der Ruhe in den Gazastreifen zu garantieren", sagte Abbas bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem EU-Vertreter in Gaza. "Das tut er mit den Israelis oder mit den Amerikanern, oder wo er auch hinkommt." Der Vorsitzende der Fatah-Partei fügte hinzu: "Wir haben über die israelischen Luftangriffe und die Festnahmen gesprochen, und auch über die Angriffe im Westjordanland." Er habe Solana von seinen Treffen mit dem palästinensischen Premier Ismail Hanije (Hamas) und den verschiedenen Gruppierungen erzählt, bei denen er ein Ende des Abschusses von Kassam- Raketen gefordert habe. "Diese Raketen sind nutzlos, und wir brauchen sie nicht, um eine Feuerpause im Gazastreifen zu erreichen, und dann auch im Westjordanland - die ist nötig, damit die Verschlimmerung der Sicherheitslage aufgehalten wird." Abbas verurteilte die Festnahme von 33 palästinensischen Politikern durch die israelische Armee. Bezüglich der internen Lage in den Autonomiegebieten habe er Solana versichert: "Es ist jetzt ruhig, und wir hoffen, dass es so bleiben wird." Ein weiteres Thema waren die blutigen Auseinandersetzungen in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Nordlibanon. Dort geht die libanesische Armee gegen die Terrorgruppe "Fatah al-Islam" vor. Abbas habe gegenüber Solana betont, dass "es keine Beziehung zwischen den Palästinensern und der Organisation Fatah al-Islam gibt". Er habe in dieser Angelegenheit einen Brief an die politische und militärische Führung im Libanon gesandt. "Wir unterstützen diese Taten nicht, und das ist kein Geheimnis." Abbas fügte laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an" hinzu: "Wir wollen das Leiden unserer Leute in dem Lager so bald wie möglich beenden." Die Autonomiebehörde habe beschlossen, den Palästinensern in den libanesischen Flüchtlingslagern Hilfe zu schicken. Israelnetz.de-Newsletter vom 24.05.2007Inhalt Nachrichten: Drogendealer wegen Unterstützung der Hisbollah verurteilt Merkel fordert Ende der Angriffe auf Israel Palästinenser: Zivilist im Gazastreifen getötet Parteiinterne Wahl: Peretz mit Videobotschaft Westjordanland: 33 Hamas-Führer festgenommen Inhalt Hintergründe: 24.05.2007, 14:34 Uhr Drogendealer wegen Unterstützung der Hisbollah verurteilt -> #13535 NAZARETH (inn) - Das Bezirksgericht Nazareth hat am Donnerstag einen Beduinen wegen Kollaboration mit der Hisbollah zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der Drogenhändler hat laut dem Urteil während des Zweiten Libanonkrieges Informationen an die arabische Terrorgruppe weitergegeben. Bei dem Angeklagten handelt es sich um den 30-jährigen Raid Masareb aus der Jesreel-Ebene. Er war mit einem Spurenleser der israelischen Armee in Kontakt getreten, um Wege für den Drogenschmuggel vom Libanon nach Israel zu finden. Der Armeeangehörige gab ihm die Telefonnummer eines libanesischen Dealers und vereinbarte Kontaktcodes. Masareb setzte sich mit dem Libanesen in Verbindung und führte mehrere Gespräche mit ihm. Darin planten sie die Einzelheiten von Drogengeschäften, die sie ausführen wollten. Über Dritte schickte der Beduine dem libanesischen Dealer eine in Israel erworbene SIM-Karte. Dadurch war der Kontakt über das Mobilfunknetz leichter. Am 12. Juli begann der Libanonkrieg. In den ersten Tagen sprach der Angeklagte mehrere Male mit dem Libanesen - bis zu seiner Festnahme am 21. Juli. Er berichtete von Stellungen in Nordisrael, wo Katjuscha-Raketen der Hisbollah aus dem Libanon eingeschlagen waren. Außerdem gab er Informationen über die Bewegungen der israelischen Armee und ihre geplante Bodenoffensive weiter, wie er sie der israelischen Presse entnommen hatte. Kurz nach einem israelischen Luftangriff auf das Viertel Al-Dahijja in Beirut fragte der libanesische Dealer nach dem Zweck des Zeppelins, der über der Region schwebte. Masareb teilte ihm mit, er solle die Gegend photographieren, damit die Luftwaffe weitere Angriffe auf Hisbollah-Ziele fliegen könne. Nach Auffassung des Gerichts war es Masareb bewusst, dass sein Gesprächspartner im Auftrag der Hisbollah handelte. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Die Verteidigung betonte, die weitergegebenen Informationen hätten einen "geringen Nachrichtenwert" gehabt. Außerdem sei Masarebs Vater im Dienst für die israelische Armee so schwer verwundet worden, dass er heute körperlich beeinträchtigt sei. Die Richter zogen dies in Rechnung. Doch sie hielten fest, dass "es nicht die Aufgabe des Bürgers ist, zu entscheiden, welche Informationen nützlich für den Feind sind und welche nicht". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 24.05.2007, 13:54 Uhr Merkel fordert Ende der Angriffe auf Israel -> #zurueck BERLIN (inn) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein unverzügliches Ende der palästinensischen Raketenangriffe gefordert. Der Beschuss müsse "erneuten Versuchen zur Vertrauensbildung Platz machen", sagte sie am Donnerstag in einer Regierungserklärung zum G-8-Gipfel im Bundestag. Gewalt führe nicht zu einer Lösung der Probleme, fügte Merkel laut der Nachrichtenagentur AP hinzu. Die Vision von zwei Staaten in sicheren Grenzen müsse weiter verfolgt werden. Bereits am Dienstagabend hatte die deutsche Kanzlerin mit Israels Premier Ehud Olmert telefoniert. In dem Gespräch verurteilte sie die fortwährenden Angriffe auf die israelische Zivilbevölkerung. Zudem bekundete sie ihre Anteilnahme für das Todesopfer in Sderot - in der Wüstenstadt war am Montag eine 32-jährige Israelin durch eine Kassam-Rakete ums Leben gekommen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 24.05.2007, 12:12 Uhr Palästinenser: Zivilist im Gazastreifen getötet -> #zurueck BEIT LAHIJA (inn) - Ein Zivilist ist nach palästinensischen Angaben bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen ums Leben gekommen. Die Armee bestätigte, dass ein Panzer am Donnerstag zur Abschreckung Schüsse abgegeben habe. Ziel des Angriffes sei eine Gegend gewesen, von der aus Palästinenser Raketen auf Israel abgefeuert hätten, hieß es aus dem Militär. Die palästinensischen Berichte würden untersucht. Der Name des getöteten 28- jährigen Fischers wurde mit Said al-Atar angegeben. Der Vorfall ereignete sich in Beit Lahija im nördlichen Gazastreifen. Seit Dienstag hat die Luftwaffe acht Angriffe auf Ziele in dem Gebiet ausgeführt, dazu gehören Hamas-Hauptquartiere und Waffenlager. Laut palästinensischen Quellen wurden 17 Menschen verletzt. Darunter seien eine Schwangere und ein Jugendlicher. Unterdessen setzten die palästinensischen Terrorgruppen ihre Raketenangriffe auf die israelische Negev-Wüste fort. In der Nacht zum Donnerstag landeten dort vier Kassam-Raketen. Eine traf einen Stall in einem Kibbutz und tötete ein trächtiges Pferd, wie die Tageszeitung "Ha´aretz" meldet. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 24.05.2007, 10:44 Uhr Parteiinterne Wahl: Peretz mit Videobotschaft -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Israels Verteidigungsminister Amir Peretz wirbt per Video um eine Wiederwahl zum Vorsitzenden der Arbeitspartei. In einem zehnminütigen Beitrag auf der Website YouTube erläutert er seine Entscheidungen des vergangenen Jahres und macht Versprechen für die Zukunft. Die meisten Videos auf YouTube, die sich mit Peretz befassen, machen sich laut der "Jerusalem Post" über ihn lustig. Doch in diesem Kurzfilm präsentiert der Avoda-Chef selbst seine Errungenschaften. So habe er versprochen, dass seine Partei das Wohlfahrts- und das Bildungsministerium erhalte. Dies habe sich erfüllt. Dasselbe gelte für den ersten arabischen Minister in der Geschichte Israels. Weitere Themen sind Mindestlöhne und Pensionen für Arbeiter. Zudem geht Peretz auf die israelische Armee ein und kündigt infolge des Libanonkrieges Reformen an. Er wolle die Schulen im Gebiet um den Gazastreifen gegen Raketen schützen. Zudem strebe er den Posten des Finanzministers ebenfalls für seine Partei an. Das hebräische Video finden Sie hier -> http://www.youtube.com/watch?v=Knyg7Ds93oI Die Avoda wählt ihren Vorsitzenden am kommenden Montag. Peretz ist seit November 2005 im Amt. Umfrage sieht keine Chance für Peretz Laut einer aktuellen Umfrage haben die Kandidaten Ami Ajalon und Ehud Barak die besten Chancen, die Wahl zu gewinnen. Der ehemalige Geheimdienstchef Ajalon würde 37,8 Prozent der Stimmen erhalten, der frühere Premier Barak 36 Prozent. Dritter würde der ehemalige Minister Ophir Pines-Pas mit 11,2 Prozent der Stimmen. Peretz belegt in der Umfrage mit 7,3 Prozent nur den vierten Rang, ihm folgt Danny Jatom mit 3 Prozent. Wenn kein Kandidat sofort 40 Prozent der Stimmen für sich verbuchen kann, gibt es eine Stichwahl. In diesem Fall bekäme Ajalon 52 Prozent und Barak 40,4 Prozent. Dies berichtet das Internetportal "Walla". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 24.05.2007, 09:55 Uhr Westjordanland: 33 Hamas-Führer festgenommen -> #zurueck NABLUS (inn) - Die israelische Armee hat am Donnerstag im Westjordanland 33 ranghohe Vertreter der radikal-islamischen Hamas festgenommen. Darunter sind auch palästinensische Abgeordnete, Bürgermeister und ein Minister. Mit der Razzia reagierte Israel auf die jüngsten palästinensischen Raketenangriffe auf Ziele in der Nähe des Gazastreifens. Der prominenteste der festgenommenen Politiker ist Bildungsminister Nasser Scha´er. Nach Angaben seiner Ehefrau kamen Soldaten am frühen Morgen zu ihrem Wohnhaus in Nablus und nahmen ihn mit. Außerdem hätten sie seinen Computer beschlagnahmt. Des Weiteren nahmen die Truppen den früheren Minister Abdel Rahman Seidan und die Bürgermeister von Nablus, Kalkilija und Beita fest. Dies berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Im vergangenen Sommer hatte es bereits eine Razzia unter Politikern der Hamas gegeben. Anlass war die Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit am 25. Juni. Israelnetz.de-Newsletter vom 23.05.2007Inhalt Nachrichten: Terrorbroschüre verkauft sich in Ramallah Rauchentwicklung: Israelisches Flugzeug muss in Berlin notlanden Fatah droht mit "Intifada" im Libanon Peretz: "Einheitsregierung funktioniert nicht" Inhalt Hintergründe: 23.05.2007, 14:38 Uhr Terrorbroschüre verkauft sich in Ramallah -> #13531 RAMALLAH (inn) - Das Buch eines palästinensischen Terroristen ist ein Bestseller in den Straßen von Ramallah - darin beschreibt das Hamas-Mitglied die Anschläge seiner Gruppe aus dem Jahr 2002. Der Titel der Broschüre entspricht dem Namen der Terrorzelle: "Die Ingenieure des Todes". Der Autor, Mohammed Irman, sitzt in israelischer Haft - er ist zu einer 35- fachen lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Dort hat er das Buch verfasst. Seine Terrorzelle ist für Attentate verantwortlich, die mindestens 35 Todesopfer gefordert haben. Vor ihrer Festnahme im August 2002 planten Mitglieder der Gruppe zudem, einen Sohn des damaligen israelischen Premiers Ariel Scharon zu entführen und Raketen auf jüdische Siedlungen abzufeuern. Auf 80 Seiten schildert Irman die Erfahrungen seiner Terrorzelle. Auf der Titelseite sind grauenhafte Bilder von Selbstmordattentaten zu sehen, heißt es auf dem Online-Portal des US-Zeitungsverlages McClatchy. Der Autor gibt auch Anleitungen für den angemessenen Umgang mit Sprengstoff. Er warnt davor, Mobiltelefone zu benutzen. Außerdem diskutiert er, welche Form und Größe bei Bomben am Straßenrand am geeignetsten ist. Irman fordert die kommende Generation der Terroristen auf, über neue Wege nachzudenken, die ihrer Sache dienen könnten. Zentral sei, wie ihre Aktionen aufgenommen würden. "Wir haben nicht um des Tötens willen getötet, sondern es als Mittel verwendet, um unser Ziel zu erreichen", schreibt er. "Die Medienabteilung unseres militärischen Flügels spielt eine wichtige Rolle, weil mehr als die Hälfte dieses Krieges ein Medienkrieg ist." Ein Buchhändler verkauft die Bücher an einer Straßenecke von Ramallah - für einen symbolischen Preis von zwei Dollar. Auf der Titelseite heißt es: "Die Ingenieure des Todes: Detaillierte Informationen, die erstmals enthüllt werden, über die gefährlichste Kassam-Zelle, die während der zweiten Aksa- Intifada im Westjordanland operierte". Der erste Anschlagsversuch der Hamas-Zelle im Februar 2002 scheiterte, weil ein Terrorist die gegen einen israelischen Militärcheckpoint gerichtete Bombe aus Versehen vorzeitig zündete. Einen Monat später gelang es der Gruppe nicht, einen Jerusalemer Polizisten zu töten, weil der Zünder nicht funktionierte. Doch kurz darauf sandte Irman einen Selbstmordattentäter ins Jerusalemer Café "Moment" - er riss elf Israelis mit in den Tod. Der Anschlag sollte Gespräche in Beirut zum Platzen bringen, bei denen Araber über einen Friedensvorschlag an Israel verhandelten, schreibt der Autor. Die Hamas habe die Botschaft vermitteln wollen, dass "Widerstand die einzige Wahl ist, die wir haben - und ihr Araber müsst uns mit Wort und Tat unterstützen; sonst seid ruhig". Im Mai forderte ein Anschlag in einer Billardhalle in Tel Aviv 16 Todesopfer. Außerdem waren die "Ingenieure des Todes" am 31. Juli für ein Attentat in der Cafeteria der Hebräischen Universität verantwortlich - neun Menschen wurden durch die Bombe getötet. Aus dem Buch geht hervor, dass die Gruppe den Anschlag bereits drei Tage früher geplant hatte. Doch das Mobiltelefon brachte die Bombe beim ersten Versuch nicht zur Explosion. Wie es der Häftling geschafft hat, das Buch aus dem israelischen Gefängnis zu schmuggeln, ist nicht klar. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 23.05.2007, 12:04 Uhr Rauchentwicklung: Israelisches Flugzeug muss in Berlin notlanden -> #zurueck BERLIN (inn) - Rauch im Cockpit hat am späten Dienstagabend ein israelisches Passagierflugzeug zu einer Notlandung in Berlin gezwungen. Einen Terroranschlag schloss eine Flughafensprecherin aus. Die Maschine der Gesellschaft "Israir" war auf dem Weg von Tel Aviv nach Berlin. Gegen 22.40 Uhr bemerkte der Pilot den Rauch erst im Cockpit, dann auch in der Kabine. Er alarmierte die Feuerwehr des Flughafens Berlin- Schönefeld. Die 170 Menschen an Bord wurden nach der Landung über die Notrutschen in Sicherheit gebracht. Dabei wurde eine Frau am Arm verletzt - sie kam in ein Krankenhaus. Wie "Spiegel Online" unter Berufung auf die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung berichtet, waren Öldämpfe der Triebwerke die Ursache für die Rauchentwicklung. Über die Klimaanlage gelangten sie in den Innenraum des Fliegers. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 23.05.2007, 11:34 Uhr Fatah droht mit "Intifada" im Libanon -> #zurueck BEIRUT (inn) - Infolge der Kämpfe in einem palästinensischen Flüchtlingslager hat ein Fatah-Führer dem Libanon eine "Intifada" angedroht. Die libanesische Armee bekämpft die Terrorgruppe "Fatah al-Islam". Die Auseinandersetzungen in dem Lager Nahr al-Barid im Nordlibanon haben am Sonntag begonnen. Libanesische Truppen wollten Verdächtige festnehmen, die mit einem Bankraub in der nahe gelegenen Stadt Tripoli in Verbindung gebracht werden. Die Razzia eskalierte, als Kämpfer von "Fatah al-Islam" libanesische Militärposten am Eingang des Flüchtlingslagers angriffen. Zahlreiche Palästinenser fliehen Tausende der etwa 40.000 palästinensischen Bewohner haben Nahr al-Barid wegen der Kämpfe verlassen. Die bisherige Zahl der Toten ist unklar. Berichte gehen von mindestens 80 Opfern aus, darunter sind Soldaten, Terroristen und Zivilisten. Es ist der verheerendste interne Konflikt im Libanon seit dem Bürgerkrieg, der von 1975 bis 1990 dauerte. "Fatah al- Islam" ist eine Splittergruppe von "Fatah al-Intifada", die sich wiederum Anfang der 1980er Jahre von der palästinensischen Fatah abgespalten hat. In einer Mitteilung vom Dienstag warnte der Fatah-Führer Sultan Abu al- Ainein: "Wenn der willkürliche Beschuss nicht aufhört, werden alle zwölf Lager im Libanon eine Intifada erleben." Die palästinensischen Gruppierungen hätten zwar zugestimmt, dass "Fatah al-Islam" ein Ende bereitet werden müsse. Aber "das bedeutet nicht, dass sie darin eingewilligt haben, dass auf Zivilisten in dem Lager geschossen wird". "Verbindungen zu Al-Qaida" Laut der UN-Nachrichtenagentur IRIN hat der libanesische Wirtschaftsminister Sami Haddad "internationale Terroristen" für die Auseinandersetzungen verantwortlich gemacht. "Fatah al-Islam" wird beschuldigt, Beziehungen zum internationalen Terrornetzwerk "Al-Qaida" und zum syrischen Geheimdienst zu haben. Syrien hat jegliche Verbindung zu der Gruppierung zurückgewiesen. Am Dienstag traf sich der EU-Außenbeauftragte Javier Solana mit dem libanesischen Premier Fuad Siniora. Der Europäer rief zur Ruhe auf. Das Militär forderte er auf, die Sicherheit von Zivilisten zu respektieren. Der Leiter des Hamas-Büros in Damaskus, Chaled Mascha´al, verlangte unterdessen in einem Telefonat mit Siniora Maßnahmen zum Schutz der Palästinenser in Nahr al-Barid. Ähnliche Gespräche führte er mit dem Vorsitzenden der Arabischen Liga, Amr Mussa, und dem saudischen Außenminister Prinz Saud al-Faisal. Das berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur "Ma´an". Nach Angaben der dafür zuständigen UN-Organisation UNRWA leben im Libanon etwa 400.000 palästinensische Flüchtlinge. Viele hatten ihre Häuser nach der israelischen Staatsgründung im Mai 1948 verlassen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 22.05.2007, 16:33 Uhr Peretz: "Einheitsregierung funktioniert nicht" -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Israels Verteidigungsminister Amir Peretz hat die Europäische Union zu einem schärferen Boykott gegen die Palästinenser aufgefordert. Die Unterstützung an die palästinensische Regierung dürfe erst wieder aufgenommen werden, wenn die Raketenangriffe auf israelische Orte ein Ende fänden, sagte er am Dienstag nach einem Gespräch mit dem EU- Außenbeauftragten Javier Solana. "Wenn die internationale Gemeinschaft die Terror-Organisationen nicht stoppt, werden wir uns in einer Lage befinden, in der sich die Palästinensische Autonomiebehörde völlig auflöst", warnte Peretz laut der Zeitung "Ha´aretz". Der Minister fügte hinzu: "Der ganze gute Wille, der gezeigt wurde, als die palästinensische Einheitsregierung gebildet wurde, muss jetzt ein Ende finden. Die Einheitsregierung funktioniert in der heutigen archaischen Situation im Gazastreifen nicht. Stattdessen legitimiert sie Mord in Gaza und die Fortsetzung des Raketenfeuers auf Israel. Die positive Atmosphäre, die einst durch diese Regierung ausgedrückt wurde, wird jetzt überschattet von der Welle der Gewalt, die sie selbst begonnen hat." Israel habe alles ihm Mögliche getan, um die Feuerpause beizubehalten, sagte Peretz. "Uns wird vorgeworfen, dass wir zu viel Zurückhaltung zeigten." Doch solange nicht klar gewesen sei, welche Rolle die palästinensische Regierung bei den Angriffen spielte, habe sich Israel möglichst beherrscht. "Heute führt die Hamas die Gewalt an und verteidigt den Beschuss." Deshalb habe Israel nicht vor, seine militärischen Einsätze im Gazastreifen zu beenden, wenn der Beschuss nicht aufhöre. Israel werde alle Maßnahmen ergreifen, um sich zu verteidigen. Solana kritisierte die fortdauernden Kassam-Angriffe. "Wir leben in einer Zeit der wachsenden Gewalt, und wir würden die Lage sehr gerne beruhigen und mit diplomatischen Methoden lösen", fügte er hinzu. May 23 Israelnetz.de-Newsletter vom 22.05.2007Inhalt Nachrichten: Olmert: "Keine direkte Lösung für Kassam-Problem" Hamas kritisiert arabische Länder EU-Beobachter bleiben weiteres Jahr an Rafah-Übergang Solana in Sderot Israelin durch palästinensische Rakete getötet Inhalt Hintergründe: Schavuot: Juden danken für erste Früchte und Gottes Wort Unerträglicher Zustand: Zur Lage um den Gazastreifen 22.05.2007, 14:30 Uhr Olmert: "Keine direkte Lösung für Kassam-Problem" -> #13524 SDEROT (inn) - Israels Premier Ehud Olmert hat in der Nacht zum Dienstag die raketengeplagte Region um Sderot besucht. In der Wüstenstadt äußerten Bürger ihren Protest gegen die aus ihrer Sicht mangelhaften Maßnahmen der Regierung. Während Olmerts Aufenthalt in Sderot schlugen mehrere Kassam-Raketen in der Gegend ein. Er weigerte sich jedoch, einen Schutzraum aufzusuchen. "Wenn ihr bleibt, bleibe ich auch", sagte er seinen Gastgebern. Es war der zweite Besuch des Premiers in der Wüstenstadt innerhalb einer Woche, wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" berichtet. Olmert suchte auch das Kontrollzentrum des Heimatfrontkommandos auf. Am Eingang erwarteten ihn ärgerliche Bewohner von Sderot. Einige forderten ihn zum Rücktritt auf. "Ich will mit den Bewohnern sprechen", entgegnete der Regierungschef. "Ich bin gekommen, obwohl ich wusste, dass sie mich anschreien würden. Selbst als wir noch in Gaza waren, gab es keine einfache Lösung, und Kassams wurden auf Sderot abgefeuert." Eine weitere Station von Olmerts Rundreise war der nahe gelegene Kibbutz Nir-Am südlich von Sderot. Ein älterer Bewohner teilte dem Premier mit, er habe in der Nähe der Grenze zum Gazastreifen schwere Zeiten erlebt. Doch an eine so schlimme Situation könne er sich nicht erinnern. Jüngere Kibbutz- Mitglieder bekundeten ihre Sorge darüber, dass ihre Kinder nicht geschützt würden. Olmert sagte, die Pläne für den Schutz der Wohnhäuser kämen voran. Allerdings werde dadurch keine 100-prozentige Sicherheit gewährleistet. "Ich verstehe den Ärger, das Leiden und die Frustration, die ich heute Nacht hier höre. Deshalb habe ich die Regierung angewiesen, bürokratische Hindernisse aufzuheben, damit Wohnhäuser und Einrichtungen in der Region so bald wie möglich geschützt werden können. Aber Sie wissen, dass es keine direkte Lösung für Kassams gibt." Als sich der Konvoi des Premiers auf den Rückweg nach Jerusalem machte, landete eine Rakete in der Nähe. Der Bürgermeister von Sderot, Eli Mojal, sagte: "Ich hatte ihm nicht viel zu sagen. Gerade jetzt sind zwei weitere Kassams gefallen. Sderot betrauert heute Nacht eine weitere Bewohnerin, die durch einen direkten Kassam-Einschlag getötet wurde. Es gibt viel Reden und Besuche, aber die Kassams fallen weiter und nehmen einen Blutzoll. Im Endeffekt hat der Premierminister keine Antworten für uns." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 22.05.2007, 12:28 Uhr Hamas kritisiert arabische Länder -> #zurueck AMMAN (inn) - Die Hamas hat die Beteiligung arabischer Länder am Weltwirtschaftsforum in Jordanien kritisiert. Die israelische Teilnahme sei Teil eines Prozesses, bei dem arabisch-israelische Beziehungen normalisiert werden sollten, heißt es in einer Mitteilung der palästinensischen Terrorgruppe. "Dem sind viele offizielle und inoffizielle Treffen in arabischen Ländern vorausgegangen", schreibt die Hamas laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". "Diese hatten kein anderes Ziel als eine Normalisierung mit Israel. Diese Treffen sollen zeigen, dass Israel zum Frieden bereit sei, und sie helfen ihm durch die kritische Lage hindurch, die es derzeit erlebt." Das alles ereigne sich, "während Israel ein Massaker verübt, und dieses Massaker wird als normale Nachricht reflektiert. Aber die Araber werden durch das Massaker nicht in Mitleidenschaft gezogen oder beeinflusst". Die Hamas rief alle arabischen Länder auf, Israel zu boykottieren und zu isolieren. Außerdem sollten sie das Embargo gegen die Palästinenser aufheben und entsprechende Entscheidungen der Arabischen Liga umsetzen. Das Weltwirtschaftsforum fand am vergangenen Wochenende auf der jordanischen Seite des Toten Meeres statt. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 22.05.2007, 11:45 Uhr EU-Beobachter bleiben weiteres Jahr an Rafah-Übergang -> #zurueck RAFAH (inn) - Die Europäische Union verlängert ihre Mission an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen um ein Jahr. Seit November 2005 sind dort EU-Beobachter stationiert. Der Einsatz kann anschließend um weitere sechs Monate ausgedehnt werden. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz" unter Berufung auf offizielle Vertreter. Nach dem israelischen Abzug aus dem Gazastreifen hatten 90 Beobachter ihre Arbeit am Rafah-Grenzübergang aufgenommen. Israel hätte sich gewünscht, dass die EU-Vertreter mehr Macht bekämen, so dass sie beispielsweise Verdächtige festnehmen oder mutmaßliche Waffen und Geld beschlagnahmen könnten. Doch europäische Diplomaten teilten mit, dass das Mandat der verlängerten Mission nicht verändert werde. Immer wieder versuchen Palästinenser, Kampfmittel über die Grenze zu schmuggeln. Ägyptische und palästinensische Sicherheitskräfte haben dort schon mehrere Tunnel entdeckt. Zudem wurden mutmaßliche Waffenschmuggler im ägyptischen Sinai aufgehalten. Andererseits gilt der Übergang, der mitunter aus Sicherheitsgründen von Israel geschlossen wird, als lebensnotwendig für die Menschen im Gazastreifen. Kürzlich betonte ein Bericht der Weltbank seine Bedeutung für die palästinensische Wirtschaft. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 22.05.2007, 11:17 Uhr Solana in Sderot -> #zurueck SDEROT (inn) - Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hat die palästinensischen Raketenangriffe auf Israel angeprangert. Am Montag machte er sich in der israelischen Wüstenstadt Sderot ein Bild von der Lage. Solana traf sich mit Israels Außenministerin Zipi Livni. Während ihrer gemeinsamen Pressekonferenz wurden die Politiker von Bürgermeister Eli Mojal über einen neuen Angriff informiert, bei dem eine 32-jährige Israelin ums Leben gekommen war. Livni lehnte die Möglichkeit einer Feuerpause mit der Hamas ab. "Eine Feuerpause ist eine Art Täuschung", sagte sie. "Selbst in Phasen der so genannten Ruhe zieht die Hamas einen Vorteil aus der Lage, um Waffen zu schmuggeln." Die Kassams seien ein Ergebnis des Erstarkens der Hamas. "Das ist ein strategisches Problem, mit dem man sich auseinander setzen muss. Wir werden weiter gegen die Hamas kämpfen. Den Terror zu bekämpfen bedeutet nicht, Abkommen mit Terror-Organisationen zu schließen. Wir müssen eine grundlegende Veränderung auf dem Feld zeigen." Solana war am Montag zu einem viertägigen Besuch in der Nahostregion aufgebrochen. Weitere Ziele sind die Palästinensergebiete, der Libanon und Ägypten. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Demonstranten wollen Milliardär als Premier Nach dem tödlichen Angriff versammelten sich Hunderte Demonstranten vor dem Rathaus. Sie skandierten "Macht Arkadi zum Premierminister!" - damit bezogen sie sich auf den Milliardär Arkadi Gaydamak, der bereits mehrfach Bewohnern von Sderot erholsame Tage in einer israelischen Stadt außerhalb der Reichweite der Raketen ermöglicht hat. Sie beschimpften Bürgermeister Mojal und Premier Ehud Olmert. Während der Kundgebung randalierten die Teilnehmer. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Tomatenkisten. Damit wollten die Demonstranten Olmert bewerfen, der in der Stadt erwartet wurde. Raketen unterbrechen Abitur Insgesamt schlugen in der Gegend von Sderot am Montag laut der Armee 15 Kassam-Raketen ein. Die Schulen bleiben am Dienstag geschlossen. Allerdings fand am Montag das Abitur im Fach Englisch statt. Die Prüfung wurde vorübergehend durch den Raketenalarm unterbrochen. Drei Raketen gingen nieder. Nach Angaben des Bildungsministeriums waren 85 Prozent der Prüflinge erschienen. Bei den Schülern der abschließenden zwölften Klasse betrug der Anteil 100 Prozent. In Israel werden die Abiturprüfungen auf mehrere Schuljahre verteilt. Die 16-jährige Moran Scharoni aus der elften Klasse erzählte gegenüber der Zeitung "Jediot Aharonot": "Gegen Ende der Prüfung hörten wir (das Warnsystem) 'Zeva Adom'. Selbst die Lehrerin geriet unter Druck. Alle Schüler rannten in unterschiedliche Richtungen und flohen aus der Klasse. Wir blieben im Gang im ersten Stock stehen, bis es vorbei war. Nach zehn Minuten wurden wir aufgefordert, zurückzukehren, als ob nichts gewesen wäre. Obwohl man sich nach 'Zeva Adom' nicht wirklich konzentrieren kann. Wenn ich ehrlich bin, waren wir aus Furcht während der ganzen Prüfung nicht konzentriert. Ich wollte heute überhaupt nicht in die Schule kommen, aber ich bin gekommen, weil es meine Zukunft ist." Auf das Abitur vorbereitet hatte sich Moran in der Wüstenhauptstadt Be´er Scheva, die außerhalb der Reichweite der Raketen liegt. "Und es wäre besser gewesen, wenn wir dort auch die Prüfung abgelegt hätten", sagte sie. "Ich verstehe nicht, warum sie beschlossen haben, sie in Sderot abzuhalten. Wenn die nächsten Prüfungen auch in der Schule stattfinden, denke ich nicht, dass ich hingehen werde." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 22.05.2007, 09:53 Uhr Israelin durch palästinensische Rakete getötet -> #zurueck SDEROT (inn) - Bei einem palästinensischen Angriff auf die Wüstenstadt Sderot ist am Montagabend eine Israelin ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen erlitten Verletzungen. Bei der Toten handelt es sich um die 32 Jahre alte Schirel Friedman. Eine Kassam-Rakete hatte ein Fahrzeug in der Nähe einer Bäckerei getroffen. Die Frau wurde durch Schrapnells verwundet und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Zwölf Menschen erlitten einen Schock. Dies berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Die drei Terrorgruppen Hamas, Volkswiderstandskomitees und Dschihad al- Islami übernahmen gemeinsam die Verantwortung für den Angriff. Zuletzt hatte im November ein palästinensischer Raketenangriff ein israelisches Todesopfer gefordert. Als die Kassam-Rakete in Sderot einschlug, traf sich in der Stadt gerade Israels Außenministerin Zipi Livni mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana. Die beiden Politiker kamen nicht zu Schaden. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 22.05.2007, 11:26 Uhr Schavuot: Juden danken für erste Früchte und Gottes Wort -> #zurueck Am letzten Schultag vor den Schavuot-Ferien sammeln die Mütter im Garten oder in der Natur Blumen, um dann für ihre Töchter Blumenkränze zu flechten. Ganz in weiß gekleidet gehen die Kinder in den Kindergarten oder in die Schule. Sie sind mit Blumen geschmückt und tragen Körbe mit buntem Obst und Gemüse, das lecker aussieht. Es ist Zeit, Gott für die erste Ernte zu danken. Nach oben -> #zurueck Ganze Nachricht (online) -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13527.html ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 21.05.2007, 16:56 Uhr Unerträglicher Zustand: Zur Lage um den Gazastreifen -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13527.html "Entweder die Hamas geht unter, oder die Koalition". Kabinettsminister Avigdor Lieberman nimmt kein Blatt vor den Mund - auch wenn er sich wenige Stunden später mäßigt. Doch die Stimmung in Israel ist gespannt. Seitdem am 15. Nach oben -> #zurueck Ganze Nachricht (online) -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13524.html May 21 Israelnetz.de-Newsletter vom 21.05.2007Inhalt Nachrichten: Vier Terroristen sterben bei Luftangriff Präsidentschaftswahl am 13. Juni Palästinenser an "Rolling Stones": "Nicht in Israel auftreten" Saudischer Vertreter fordert Ende der palästinensischen Kämpfe gegen Israel Luftangriffe: Fatah beschuldigt Hamas Israel setzt Luftangriffe fort Inhalt Hintergründe: 21.05.2007, 14:35 Uhr Vier Terroristen sterben bei Luftangriff -> #13518 GAZA (inn) - Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind am Montagnachmittag vier Palästinenser ums Leben gekommen. Sie waren Mitglieder der Terrorgruppe Dschihad al-Islami. Die israelische Luftwaffe geht in dem Gebiet gegen Terroristen vor, die in den vergangenen Tagen zahlreiche Kassam-Raketen auf Israel abgefeuert haben. Bei einem Angriff auf eine mutmaßliche Raketenfabrik starb ein weiterer Palästinenser. Aus palästinensischen Quellen hieß es, es habe sich bei dem Gebäude um eine Maurerwerkstatt gehandelt. Unterdessen fiel durch israelische Angriffe im nördlichen Gazastreifen für etwa 50.000 Palästinenser der Strom aus. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 21.05.2007, 13:08 Uhr Präsidentschaftswahl am 13. Juni -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Die Wahl des neuen israelischen Präsidenten findet am 13. Juni statt - das entschied die Knesset-Führung am Montagmittag. Im August endet die Amtszeit von Präsident Mosche Katzav, der allerdings derzeit beurlaubt ist. Gegen ihn wird wegen des Verdachtes auf sexuelle Belästigung in mehreren Fällen und auf Korruption im Amt ermittelt. Seine Stellvertreterin Dalia Itzik hatte den 13. Juni als Wahltag beantragt. Kandidatenvorschläge können bis zum 3. Juni eingereicht werden. Bisher bewerben sich der frühere Knesset-Sprecher Reuven Rivlin (Likud) und die Abgeordnete Colette Avital (Avoda). Vizepremier Schimon Peres (Kadima) hat sich noch nicht endgültig für eine Kandidatur entschieden. Das berichtet das Internetportal "Walla". Der israelische Staatspräsident wird vom Parlament gewählt. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre. Eine Wiederwahl ist nicht möglich. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 21.05.2007, 12:48 Uhr Palästinenser an "Rolling Stones": "Nicht in Israel auftreten" -> #zurueck TEL AVIV (inn) - Eine palästinensische Gruppierung hat die Rockgruppe "Rolling Stones" aufgefordert, ein in Tel Aviv geplantes Konzert abzusagen. Schließlich hätten die Musiker zur Zeit der Apartheid auch Südafrika boykottiert, heißt es als Begründung. Die "Palästinensische Kampagne für den Akademischen und Kulturellen Boykott Israels" hat einen offenen Brief an die "Rolling Stones" verfasst. Darin heißt es laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an": "Liebe 'Rolling Stones', die palästinensische Gesellschaft der Künste hat mit Unglauben Medienberichte über Ihren bevorstehenden Auftritt in Israel erhalten - in einer Zeit, in der Israel seine Kolonial- und Apartheidsentwürfe unvermindert fortsetzt, um weiter Palästinenser zu enteignen, zu unterdrücken und letztlich in einer ethnischen Säuberung von ihrem Heimatland zu vertreiben." Die Band solle erst in Israel auftreten, wenn es "seine illegale Besatzung palästinensischen Gebietes beendet und grundlegende Menschenrechte ebenso respektiert wie die relevanten Grundsätze des internationalen Gesetzes, was palästinensische Rechte auf Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichheit betrifft", schreibt die Gruppierung weiter. "In dieser Zeit in Israel aufzutreten, ist moralisch gleichwertig wie ein Auftritt in Südafrika während der Zeit der Apartheid. Wir erinnern uns alle daran, wie führende Musiker der 'Rolling Stones' eine herausragende Rolle spielten, als in den 1980ern ein kultureller Boykott gegen das Apartheids- Südafrika durchgesetzt wurde, und wie sie an der Aufnahme des zeitlosen Liedes 'Sun City' teilnahmen, das einen einzigartigen Einfluss darauf hatte, dass das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Apartheid und ihre Ungerechtigkeiten wuchs. Wie Erzbischof Desmond Tutu, der UN- Sonderberichterstatter für Menschenrechte, Prof. John Dugard, und der südafrikanische Minister Ronnie Kasrils wiederholt erklärt haben, hat Israel ein schlimmeres Apartheidssystem geschaffen als alles, was je in Südafrika existierte." Darauf folgt eine Aufzählung angeblicher israelischer Verstöße gegen die Menschenrechte. Am Ende appellieren die Verfasser "an Ihre moralischen Grundsätze und Ihre Erfahrung darin, für Menschenrechte und Menschenwürde aufzustehen. Wir hoffen aufrichtig, dass Sie dieses unausgereifte und vor allem schädliche Konzert in Israel absagen". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 21.05.2007, 11:39 Uhr Saudischer Vertreter fordert Ende der palästinensischen Kämpfe gegen Israel -> #zurueck AMMAN (inn) - Ein saudischer Diplomat hat die Palästinenser aufgefordert, ihre Waffen nicht mehr gegen Israel zu richten. Auch die internen Kämpfe müssten ein Ende finden, sagte er am Samstag beim Weltwirtschaftsforum in Jordanien. "Unsere palästinensischen Brüder müssen nicht nur aufhören, gegeneinander zu kämpfen", so Turki al-Faisal al-Saud vor Journalisten. "Ich würde sie auch dazu aufrufen, damit aufzuhören, mit militärischen Methoden gegen Israel zu kämpfen." Er fügte hinzu: "Es ist eine Schande, dass wir unseren Zorn und Ärger in einer tödlicheren Weise gegen unsere arabischen und moslemischen Genossen richten als gegen unsere Feinde." Wenn die Palästinenser einander weiter töteten, werde die arabische Friedensinitiative die Region nirgendwo hinführen. "Dies macht es zwingend erforderlich, dass wir unser Schicksal in die eigenen Hände nehmen." Dann würden sich weder die USA noch Israel oder ein anderer ausländischer Staat einmischen, sagte Al-Saud laut der Tageszeitung "Ha´aretz". Der ursprünglich von Saudi-Arabien vorgelegte Friedensplan bietet Israel normale Beziehungen zu den arabischen Staaten an, wenn es sich aus den 1967 eroberten Gebieten zurückzieht. Weitere Bedingungen sind ein Palästinenserstaat und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 21.05.2007, 11:18 Uhr Luftangriffe: Fatah beschuldigt Hamas -> #zurueck GAZA (inn) - Die Fatah hat die Hamas für die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen verantwortlich gemacht. Die Gruppierung provoziere die Israelis, die Palästinenser anzugreifen, sagte Fatah-Sprecher Dschamal Nasal am Samstag. "Die Bewohner des Gazastreifens brauchen keinen weiteren kriminellen israelischen Krieg", so Nasal laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". "Doch die Hamas hat beschlossen, dass es ihren Zielen dienen könnte, Israel zu verleiten, die Tore der Hölle für die Palästinenser zu öffnen." Die Hamas bahne sich den Weg zur Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO durch Granaten und Raketen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 21.05.2007, 10:50 Uhr Israel setzt Luftangriffe fort -> #zurueck GAZA (inn) - Bei einem israelischen Luftangriff auf das Haus eines Hamas- Abgeordneten sind am Sonntagabend in Gaza mindestens acht Palästinenser ums Leben gekommen. Laut der Armee galten die Raketen Terroristen, die sich vor dem Gebäude aufhielten. Das Haus gehörte dem Mitglied des Legislativrates Chalil al-Haja. Sieben der Getöteten waren Angehörige seiner Familie. Unter ihnen sind auch der 60- jährige Vater und ein 16-jähriger Verwandter. Mindestens 13 Palästinenser erlitten Verletzungen. Al-Haja selbst wurde leicht verwundet, wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet. Als er Angehörige im Krankenhaus besuchte, sagte er vor Journalisten: "Wir werden trotz der Herausforderungen voranschreiten, trotz der Märtyrer, trotz des Schmerzes, den ich und auch mein Volk erleiden." Al-Haja war kurz vor dem Angriff aus Ägypten zurückgekehrt, wo er an den Verhandlungen um eine Feuerpause zwischen den palästinensischen Gruppen Hamas und Fatah beteiligt war. Mindestens drei der Toten waren Zivilisten. Hamas-Sprecher Fawsi Barhum deutete den Angriff als Zeichen dafür, dass Israel auf jeden ziele - Zivilisten und Führer. "Diese Eskalation ist sehr ernst. Alle Optionen sind offen, um darauf zu reagieren." Der Vorsitzende der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas (Fatah), forderte internationalen Druck auf Israel. Zuvor hatte das israelische Kabinett beschlossen, die "operativen Maßnahmen in Gaza" auszuweiten. Es ließ auch gezielte Angriffe auf palästinensische Terrorführer zu. Anlass sind die palästinensischen Raketenangriffe auf Ziele in der Negev-Wüste. "Entweder Hamas oder Regierung auflösen" Vor der Entscheidung warnte der Minister für Strategische Angelegenheiten, Avigdor Lieberman, seine Koalitionspartner. "Die aktuelle Koalition hat den Augenblick der Wahrheit erreicht", sagte er gegenüber dem israelischen Rundfunk. "Entweder nehmen wir die Hamas weg, oder wir nehmen die Regierung weg. Diese Alternative ist klar, es ist die einzige auf der Tagesordnung. Ich betone, dass dies kein Ultimatum ist und ich kein Zeitlimit setze, aber letztendlich ist das die Wahlmöglichkeit - entweder man löst die Hamas auf oder die Regierung." Lieberman ist Vorsitzender der Einwandererpartei "Israel Beiteinu". Der Kadima-Minister Se´ev Boim forderte ein hartes Vorgehen gegen die Hamas: "Nun, da die Hamas offen sagt, dass sie die Kassams abfeuert, müssen wir die Hamas angreifen. Es gibt Leute, die sie abschießen, es gibt ihre Kommandeure in dem bewaffneten Flügel, und es gibt den politischen Apparat, es gibt einen Premierminister." Am frühen Morgen waren bei einem von sechs israelischen Angriffen drei Hamas-Mitglieder getötet worden. Sie waren in einem Fahrzeug unterwegs. Aus der Armee hieß es, die Größe der Explosion habe bestätigt, dass die mutmaßlichen Terroristen Munition transportierten. Bereits am Samstag starben mindestens vier Palästinenser durch Raketen der Luftwaffe, am Freitag gab es insgesamt sieben Tote. Während des israelischen Wochenendes schlugen 45 Kassams auf israelischem Gebiet ein. Nach oben -> #zurueck May 18 Israelnetz.de-Newsletter vom 18.05.2007Inhalt Nachrichten: Mehrheit befürwortet Angriff der USA auf Iran Anschlag auf Abbas verhindert Chaos in Gaza: Hamas-Führer beschuldigt Israel, die Araber und die Welt Netanjahu: Stellt Gaza das Wasser ab! Gaza: 5 Tote durch Luftangriff Inhalt Hintergründe: 18.05.2007, 14:39 Uhr Mehrheit befürwortet Angriff der USA auf Iran -> #13513 RAMAT GAN (inn) - Eine Mehrheit von 71 Prozent der Israelis ist der Meinung, dass die USA den Iran angreifen sollten, wenn die diplomatischen Mittel nicht fruchten und Teheran sein Nuklear-Programm weiterführt. Dies geht aus einer Umfrage zum Verhältnis der Israelis zu Amerika hervor, die das "Begin-Sadat-Zentrum" (BESA) der Bar-Ilan-Universität und die "Anti- Defamation League" durchgeführt haben. Was die Bedeutung Amerikas für Israel angeht, waren sich fast alle Befragten einig: dass die Unterstützung Israels aus den USA wesentlich für die Sicherheit des Landes ist, fanden 91 Prozent. Etwa 65 Prozent gaben an, die USA für einen loyalen Partner Israels zu halten. Nur 11 Prozent meinten, das dies nicht so sei. US-Präsident George W. Bush gegenüber waren 73 Prozent der Befragten freundlich gesinnt. 59 Prozent der Israelis sind nach wie vor der Meinung, dass der Irak-Krieg gerechtfertigt war. Nur 36 Prozent sind gegenteiliger Ansicht. Auf die Frage, warum die USA Israel unterstützen, antworteten 48 Prozent, sie täten es aus strategischen Gründen; 30 Prozent meinen, dass es an den Juden in Amerika liege; für 17 Prozent liegt es an den gemeinsamen Werten und der demokratischen Tradition. Die Hilfe der Juden aus Amerika war für 52 Prozent ausreichend, während 33 Prozent das nicht so sahen. Jeder Zweite (51 Prozent) war der Meinung, dass es Amerika irgendwann schaffen werde, Israelis und Palästinenser zu einem endgültigen Abkommen zu bringen. Dem stimmten 43 Prozent nicht zu. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 18.05.2007, 14:07 Uhr Anschlag auf Abbas verhindert -> #zurueck RAMALLAH (inn) - Palästinensische Sicherheitskräfte haben am Donnerstag einen Mordanschlag auf den Vorsitzenden der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, vereitelt. Eine Bombe sollte an einer Straße im Gazastreifen explodieren, über die Abbas' Konvoi gefahren wäre. Wie die Sicherheitskräfte am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur AFP mitteilten, entdeckten sie den Sprengstoff unter der Straße von Salaheddin, die durch den Gazastreifen verläuft. Abbas sagte seinen Besuch in Gaza daraufhin ab. Die Sicherheitskräfte machten die radikal-islamische Hamas für den Attentatsversuch verantwortlich. Nach ihren Vermutungen haben die "Essedin- el-Kassam-Brigaden" den Sprengstoff dort platziert. Das Büro des Präsidenten bestätigte die Angaben der Sicherheitskräfte. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 18.05.2007, 13:55 Uhr Chaos in Gaza: Hamas-Führer beschuldigt Israel, die Araber und die Welt -> #zurueck DAMASKUS (inn) - An den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern der Hamas und der Fatah sind Israel, die Internationale Gemeinschaft und die arabischen Länder schuld. Diese Ansicht vertritt der stellvertretende Chef des politischen Büros der Hamas, Mussa Abu Marsuk. Bei Kämpfen zwischen beiden Gruppen starben an vier Tagen mittlerweile 41 Palästinenser, die meisten von ihnen gehören der Fatah des Vorsitzenden der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, an. Am Mittwoch hatten Bewaffnete der Hamas das Haus eines ranghohen Fatah-Beamten in Gaza-Stadt gestürmt. Sie erschossen fünf Leibwächter. "Der internationalen Gemeinschaft und den arabischen Ländern lastet ein Teil der Verantwortung für die derzeitigen Ereignisse auf, wegen ihrer Haltung zur nationalen Einheitsregierung", sagte Abu Amrsuk laut einem Bericht der Nachrichtenagentur "Associated Press" am Mittwoch in Damaskus. "Die weiterhin bestehende finanzielle und politische Belagerung hat die Umstände in diese kochende Spannung gebracht." Der Hamas-Führer beschuldigte auch Israel und kritisierte die arabische Gleichgültigkeit angesichts der Wirtschaftssanktionen. "Hinter all diesen Ereignissen stecken die Israelis." Er fügte hinzu: "Es ist unlogisch, dass die Araber untätig bleiben und sich die palästinensische Situation ansehen, während sie droht zu explodieren." Abu Marsuk hob besonders den Hohen Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union und Generalsekretär des Rates der EU, Javier Solana, hervor: "Er war einer der Haupt-Anstifter für die derzeitigen Ereignisse, denn er fährt mit der Belagerung des palästinensischen Volkes fort, und er hat die palästinensischen Wahlen boykottiert." Solana hatte bereits am Dienstag Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen für die innerpalästinensischen Kämpfe das Embargo für Hilfsgüter schuld sein soll, das die EU und andere Geberländer wie die USA gegen die palästinensische Regierung ausgesprochen hatten. Die Länder haben die Hilfszahlungen an die Palästinenser eingestellt, nachdem die militante Hamas in die Regierungsverantwortung gewählt worden war. Gründe für den Boykott sind die Forderung der Hamas, Israel zu zerstören, und die Weigerung, der Gewalt abzuschwören. Zudem erkennt die Hamas bisherige Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern nicht an. Abu Marsuk schloss unterdessen die Möglichkeit eines palästinensischen Bürgerkrieges nicht aus. Allerdings würden dies "alle palästinensischen Parteien" ablehnen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 18.05.2007, 11:34 Uhr Netanjahu: Stellt Gaza das Wasser ab! -> #zurueck GAZA (inn) - Der Likud-Vorsitzende Benjamin "Bibi" Netanjahu hat gefordert, dass Israel den Palästinensern kein Wasser und keine Elektrizität mehr liefert. Nach massiven Angriffen haben Tausende Bewohner der israelischen Ortschaft Sderot die Region mittlerweile verlassen. Am Donnerstag schossen Palästinenser 30 Kassam-Raketen auf den westlichen Negev ab. Am Freitag gingen mindestens sechs Raketen auf Süd-Israel nieder, drei davon trafen Sderot. Ein Mann und zwei Frauen werden wegen Schock behandelt. Wie Ärzte mitteilten, wurden drei Bewohner durch umherfliegende Splitter verletzt. Netanjahu rief am Donnerstag Premierminister Ehud Olmert dazu auf, konkrete Schritte gegen den Raketenbeschuss zu unternehmen. Bei einer Likud-Sitzung anlässlich des Aufstiegs der Partei vor 30 Jahren sagte Netanjahu im Menachem Begin-Gedächtniszentrum, Olmert könne von Begin lernen: Als der 1992 verstorbene ehemalige israelische Premier den irakischen Reaktor angriff, habe er damit gezeigt, dass eine Regierung vor allem dem Schutz des Volkes verpflichtet sei. "Die Regierung kann viel tun, um sein Volk zu schützen", so Netanjahu laut einem Bericht der Tageszeitung "Jerusalem Post". "Sie kann jeden evakuieren, bei dem es notwendig ist, sie kann den Gazastreifen absperren, Dienste wie Elektrizität und Wasser abstellen oder sich zu einem eingeschränkten Einmarsch vier oder fünf Kilometer ins Land hinein entschließen, um den Abstand zu den Kassam-Raketen zu vergrößern. Doch diese Regierung tut nichts, um die Menschen von Sderot zu beschützen, denn sie ist paralysiert." In einem Interview mit dem Armee-Rundfunk verglich der Politiker die derzeitige Situation in Israel mit der von 1977, als der Likud bei den Wahlen stärkste Fraktion wurde und erstmals die Regierungsverantwortung mit Begin als Premierminister übernahm. Israel werde wie damals von Personen geführt, die im Krieg versagt und die Belange der Bürger aus den Augen verloren hätten. Netanjahu verglich sich selbst mit Begin: "Begin wurde als Gefahr für den Frieden angesehen", und der Spruch "Jeder außer Begin" sei heute ersetzt worden durch "Jeder außer Bibi". 12 Millionen Euro Schaden durch Raketenbeschuss Die Kassam-Raketen verursachen einen Schaden von 12 Millionen Euro in der Industrie von Sderot und des westlichen Negev. Dies teilte die Herstellervereinigung von Israel am Donnerstag mit. Rund 85 Prozent der 40 größeren Firmen im West-Negev verzeichneten Einbußen, weil Mitarbeiter aufgrund des Raketenbeschusses nicht zur Arbeit kommen, sagte Jehuda Segev, Direktor der Vereinigung. In der vergangenen Woche seien 150 Arbeiter nicht zur Arbeit erschienen. Zudem hätten 25 Prozent der Firmen ihre Büros in sicherere Regionen verlegt. Ebenfalls 25 Prozent gaben an, dass die Aufträge zurückgegangen seien. Seit Mitte 2006 haben 90 Prozent der Firmen des westlichen Negev berichtet, dass viele Kunden wegblieben. Die Vereinigung fordert von der Regierung, dass sie die Region offiziell zur "Konflikt-Zone" erklärt, wie sie es bei der Nord-Grenze Israels während des Zweiten Libanonkrieges getan habe. Dies verschaffe der dortigen Industrie eine Steuererleichterung. Zudem müsse die Regierung mindestens zehn Millionen Euro für die Sicherung der Fabriken bereitstellen, so die Unternehmer. In der Region arbeiten etwa 5.000 Angestellte. Etwa 2.500 Bewohner Sderots haben die Stadt bereits verlassen. 800 wurden am Donnerstag vom Verteidigungsministerium evakuiert. Der aus Russland stammende israelische Geschäftsmann Arcadi Gaydamak hat den Flüchtlingen zusätzlich 1.600 Bewohnern Hotelzimmer in Tel Aviv, Jerusalem und Be'er Scheva bezahlt. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 18.05.2007, 10:34 Uhr Gaza: 5 Tote durch Luftangriff -> #zurueck GAZA (inn) - Die israelische Luftwaffe hat am Freitagmorgen ein Hauptquartier der radikal-islamischen Hamas im Osten von Gaza-Stadt bombardiert – dabei kamen fünf Palästinenser ums Leben. Als Reaktion auf den ständigen palästinensischen Raketen-Beschuss auf israelische Ziele zog die Armee zudem erstmals seit November wieder mit Panzern und Soldaten in den Gazastreifen. Mindestens drei der getöteten Palästinenser in Gaza-Stadt gehörten der militanten Hamas an. Sechs Personen wurden verletzt, teilten Ärzte mit. Wie "Associated Press" berichtet, beschoss die israelische Armee außerdem zwei weitere Gebäude. Dabei wurde jedoch niemand verletzt. Von diesen Punkten seien Raketen auf Israel abgefeuert worden, so ein Armeesprecher. Seit Tagen feuert die Hamas Raketen auf Israel ab. Allein am Donnerstag schossen Palästinenser 30 Kassam-Raketen auf Israel. Bereits am Donnerstag reagierte die israelische Armee darauf mit Luftangriffen. Dabei starben fünf Palästinenser. Die Luftwaffe teilte mit, sie habe ein Auto in Rafah beschossen, in denen Palästinenser saßen, die kurz zuvor Raketen auf die israelische Ortschaft Kerem Schalom abgefeuert hatten. Die Armee rückte mit Panzern und Soldaten einige Hundert Meter in den nördlichen Gazastreifen ein. Es fielen jedoch keine Schüsse. "Israel wird alle Mittel der Verteidigung einsetzen, um diese Raketenangriffe zu stoppen", sagte Regierungssprecherin Miri Eisen laut Medienberichten. "Wir werden unsere Bürger vor diesen Raketen schützen, vor den Waffen, vor der vom Iran unterstützten Hamas, die Israel angreift." May 17 Israelnetz.de-Newsletter vom 17.05.2007Inhalt Nachrichten: Veranstaltungen zum Jerusalem-Tag fallen ins Wasser Milliardär bietet Sderot-Bewohnern Erholung Israelischer Unternehmer bekommt Buber-Rosenzweig-Medaille Inhalt Hintergründe: 16.05.2007, 17:17 Uhr Veranstaltungen zum Jerusalem-Tag fallen ins Wasser -> #13510 JERUSALEM (inn) - Wegen starker Regenfälle fallen fast alle Veranstaltungen zum Jerusalem-Tag aus. Nach dem jüdischen Kalender erinnern die Israelis am heutigen Mittwoch an die Wiedervereinigung der Hauptstadt im Sechs-Tage- Krieg vor 40 Jahren. An mehreren Orten in Jerusalem wurden Teilnehmer von Rundtouren durch die Niederschläge festgehalten und mussten evakuiert werden. Die Polizei sagte die Hauptzeremonie ebenso ab wie eine Graduierungsfeier für Fallschirmjäger. In mehreren Straßen wurde der Verkehr umgeleitet. Dies berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Der Tag hatte in Jerusalem sonnig begonnen. Doch gegen Mittag begann es zu regnen und zu hageln. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 16.05.2007, 17:04 Uhr Milliardär bietet Sderot-Bewohnern Erholung -> #zurueck SDEROT (inn) - Der israelische Milliardär Arkadi Gaydamak will bei der Befestigung von Häusern in der raketengeplagten Wüstenstadt Sderot helfen. Nach der Raketensalve vom Dienstag schickte er zudem acht Busse, die Hunderten Bewohnern vorübergehend eine Erholung von den palästinensischen Angriffen ermöglichen sollen. Am Dienstag erhielt Gaydamak einen Brief von Menschen aus Sderot. Sie baten ihn, sie aus der Stadt zu evakuieren. Den Tag über waren fast 30 Raketen in Sderot eingeschlagen. Der Milliardär reagierte prompt auf die Bitte. Die Busse sollen die Bewohner in Hotels in Be´er Scheva und Aschdod bringen. Bereits früher hatte er zahlreichen Menschen aus der Stadt ein ruhiges Wochenende in Eilat am Roten Meer finanziert - er übernahm die Kosten für Fahrt und Unterkunft. Die Vorsitzende des örtlichen Elternkomitees, Batia Katar, sagte gegenüber der Zeitung "Jediot Aharonot", viele bemühten sich um einen Platz in einem der Busse. Zuerst würden Familien mit Kindern aus der Stadt gebracht. "Alle sagen, dass sie Gaydamak dankbar sind, aber dass der Staat Israel das hätte tun sollen. Die Leute wollen wegen der Schande, die sie erfahren, die Regierung stürzen." Gaydamak teilte bezüglich der geplanten Schutzmaßnahmen mit: "Wir verhandeln mit einer großen Baugesellschaft, die der Regierung bereits vor mehreren Monaten angeboten hat, ein Projekt auszuführen, um die Wohnhäuser in Sderot zu befestigen. Aber es wurde nicht ausgeführt. Ich arbeite nicht in der Regierung und weiß nicht, was sie tun sollen oder nicht. Ich weiß nur, dass ich verpflichtet bin, im Namen von Juden zu handeln." Er wolle einen finanziellen Beitrag zu dem Projekt leisten. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 16.05.2007, 16:51 Uhr Israelischer Unternehmer bekommt Buber-Rosenzweig-Medaille -> #zurueck BAD NAUHEIM (inn) - Der israelische Unternehmer Stef Wertheimer soll im Jahr 2008 die Buber-Rosenzweig-Medaille erhalten. Das teilte der Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Montag in Bad Nauheim mit. Wertheimer hat einen metallverarbeitenden Betrieb in Israel. Zudem hat er einen erfolgreichen Technologiepark gegründet. Dadurch leiste er einen bedeutenden Beitrag zur Friedensbildung in Nahost, weil er Menschen in Lohn und Brot stelle, hieß es in der Begründung. Der Israeli soll die undotierte Auszeichnung während der "Woche der Brüderlichkeit" im März 2008 entgegennehmen, wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet. Die Juroren formulierten Wertheimers Überzeugung so: "Wer darauf achten muss, seinen Aufträgen oder seiner Arbeit nachzukommen, ist für Gewalt und Terrorismus verloren." Der Israeli verkörpere wie kein Zweiter das Jahresthema des Koordinierungsrates, ein Zitat des ersten israelischen Premiers David Ben Gurion: "Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist". Mit der Buber-Rosenzweig-Medaille werden seit 1968 Persönlichkeiten, Institutionen und Initiativen geehrt, die sich um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der frühere Bundespräsident Johannes Rau, Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sowie der Dirigent Daniel Barenboim. In diesem Jahr wurden die Fernsehjournalisten Esther Schapira und Georg Hafner ausgezeichnet. Die Medaille soll an die jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929) erinnern. Israelnetz.de-Newsletter vom 16.05.2007Inhalt Nachrichten: Wegen Chaos: Polizeichef im Gazastreifen legt Amt nieder 2006: Finanzhilfe für Palästinenser deutlich höher Nach Kassam-Regen: Israel bombardiert Hamas-Hauptquartier Terrorgruppe droht "zionistischem" Sarkozy Bewohner sind stolz auf Jerusalem Gewalt im Gazastreifen dauert an Fatah-Abgeordnete protestieren gegen Gewalt Inhalt Hintergründe: 16.05.2007, 14:58 Uhr Wegen Chaos: Polizeichef im Gazastreifen legt Amt nieder -> #13502 GAZA (inn) - Der Polizeichef der Autonomiestadt Rafah ist am Mittwoch wegen der chaotischen Zustände im Gazastreifen zurückgetreten. Die Sicherheitskräfte bemühten sich vergeblich, dem Durcheinander ein Ende zu machen, sagte er laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". Der Polizeichef, Suheir Schahin, traf seine Entscheidung, bevor die internen Kämpfe seine Stadt im Süden des Gazastreifens erreichten. Unterdessen verurteilte der palästinensische Informationsminister Mustafa Barghuti die Angriffe auf Krankenwagen. "Es ist abscheulich, auf Ambulanzen und medizinisches Personal zu zielen, während sie humanitäre Pflichten erfüllen und versuchen, Verwundete zu retten." Am Mittwochmorgen war eine Krankenschwester von einer Kugel am Kopf getroffen worden, als ihr Krankenwagen ins Kreuzfeuer geriet. Sie ist an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Barghuti rief alle Parteien auf, "die Kämpfe zu beenden, um zu vermeiden, dass das palästinensische Volk in einen verhängnisvollen Bürgerkrieg gerät." Wie die Zeitung "Ha´aretz" berichtet, haben die Auseinandersetzungen zwischen Hamas und Fatah seit Sonntagmorgen 41 Todesopfer gefordert. Sechs Fatah-Anhänger wurden am Mittwochmorgen von Hamas-Mitgliedern erschossen. Bei einem versehentlichen Angriff der Hamas auf einen Jeep starben zudem fünf Vertreter der eigenen Gruppe - die genauen Umstände sind noch nicht klar. Auch zwei Fatah-Männer wurden getötet. Außerdem starben bei weiteren Zusammenstößen ein Hamas-Mitglied und zwei Anhänger der Fatah. Der Vorsitzende der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, hat mittlerweile im Gazastreifen den Notstand ausgerufen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 16.05.2007, 14:37 Uhr 2006: Finanzhilfe für Palästinenser deutlich höher -> #zurueck RAMALLAH (inn) - Im Jahr 2006 war die internationale finanzielle Unterstützung für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) fast dreimal so hoch wie im Vorjahr. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) der UNO veröffentlicht hat. Demnach erhielten die Palästinenser im vergangenen Jahr rund 900 Millionen Dollar aus dem Ausland. Im Jahr 2005 waren es nur 349 Millionen Dollar. Trotz des internationalen Boykotts gegen die damals von der Hamas geführte Regierung erhöhten arabische und westliche Länder ihre Finanzhilfe. Allerdings schleusten sie das Geld an der Hamas vorbei, zum Beispiel direkt ins Büro des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas (Fatah). Mit diesen Mitteln wurden die Gehälter der PA-Angestellten teilweise beglichen. Außerdem wurden Bedürftige unterstützt. Dass Israel Steuern zurückhielt, die es für die Palästinenser eingetrieben hatte, wurde durch das Geld ausgeglichen. Laut dem UN-Bericht war der größte Geldgeber für die PA im vergangenen Jahr die Arabische Liga mit 448 Millionen Dollar. Ihr folgen die EU mit 219 Millionen Dollar und die Weltbank mit 42 Millionen Dollar. Die Verfasser des Berichtes schätzen zudem, dass die Palästinenser etwa 180 Millionen Dollar in die Autonomiegebiete geschmuggelt haben. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 16.05.2007, 13:56 Uhr Nach Kassam-Regen: Israel bombardiert Hamas-Hauptquartier -> #zurueck RAFAH (inn) - Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Hamas- Hauptquartier im Gazastreifen sind am Mittwoch mindestens vier Palästinenser getötet worden. Seit Dienstagmorgen hatten Palästinenser fast 30 Kassam- Raketen auf Israel abgefeuert. Das Kommandozentrum der Hamas befindet sich im südlichen Gazastreifen, nahe der Grenzstadt Rafah. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Ungefähr 20 Palästinenser wurden verletzt. Bei den palästinensischen Angriffen wurde eine Israelin schwer verwundet. Etwa 30 weitere Menschen erlitten leichtere Verletzungen. Am Mittwoch traf eine Rakete ein Haus in der israelischen Wüstenstadt Sderot, das sich in der Nähe des Wohnhauses von Verteidigungsminister Amir Peretz befindet. Dieser hielt sich zu diesem Zeitpunkt im Norden des Landes auf. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 16.05.2007, 11:53 Uhr Terrorgruppe droht "zionistischem" Sarkozy -> #zurueck PARIS (inn) - Eine internationale Terrorgruppe hat nach der Wahl von Nicolas Sarkozy zum Präsidenten mit Anschlägen gegen Frankreich gedroht. Die Untergruppe von "Al-Qaida" bezeichnet das neue französische Staatsoberhaupt als "zionistischen Kreuzfahrer". Das berichtet die arabische Zeitung "Al- Kuds al-Arabi" (London). Die "Abu-Hafs-al-Masri-Brigaden" schreiben auf islamischen Internetseiten: "Die Wahl des zionistisch-kreuzfahrerischen Sarkozy wird eine schwere Reaktion nach sich ziehen, in deren Rahmen Dschihad- und Blutangriffe in Frankreich verübt werden sollen." Sarkozy tritt am heutigen Mittwoch die Nachfolge des bisherigen Präsidenten Jacques Chirac an. Er ist jüdischer Abstammung. Das Weiße Haus in Washington wird als "Schwarzes Haus" bezeichnet, dessen Vollstrecker Sarkozy sei. Die Gruppierung wendet sich auch direkt an das französische Volk: "Nachdem Ihr Eure Sache gesagt habt und den zionistischen Kreuzfahrer auf Euch genommen habt, der nach dem Blut moslemischer Frauen, Kinder und Greise dürstet, …warnen wir Euch: In den nächsten Tagen werdet Ihr einen Dschihad-Angriff erleben, der all denen im Gesicht explodieren wird, die ihr Vertrauen auf den Staat der Verachteten des 'Schwarzen Hauses' gesetzt haben." Dieser Angriff werde im Herzen von "Sarkozys Hauptstadt" zu einem Vernichtungskrieg werden. Die "Abu-Hafs-al-Masri-Brigaden" bezeichnen sich selbst als den Arm des internationalen Terrornetzwerkes "Al-Qaida" in Europa. In der Vergangenheit haben sie unter anderem die Verantwortung für Bombenanschläge in Istanbul, Madrid und London übernommen. Experten bezweifeln allerdings, dass die Gruppierung die Mittel für solch verheerende Attentate hat. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 16.05.2007, 11:15 Uhr Bewohner sind stolz auf Jerusalem -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Die große Mehrheit der Jerusalemer ist stolz auf ihre Stadt. Bei einer Umfrage äußerten dies 85,3 Prozent der Befragten - mehr als in den Küstenstädten Tel Aviv und Haifa. In Tel Aviv sind 76,7 Prozent der Menschen stolz darauf, in dieser Stadt zu leben. Bei den Bewohnern von Haifa beträgt der Anteil 71,8 Prozent. Von den Jerusalemern sagten zudem 85,2 Prozent, dass sie dort in den vergangenen Jahren Touristenstätten aufgesucht hätten. Der beliebteste Ort ist die Klagemauer. In Haifa lag der Anteil bei 71,9 Prozent, in Tel Aviv bei 54,8 Prozent. Den Bewohnern von Jerusalem und Haifa gemeinsam ist die Vorliebe für Ausflüge. Die Tel Aviver besuchen hingegen in ihrer Freizeit am liebsten ein Restaurant. Das Lieblingsessen der Jerusalemer ist Kube, eine gefüllte Teigtasche für den Schabbat. Die Menschen in Tel Aviv bevorzugen Pizza, die Bewohner von Haifa das Eintopfgericht Tscholent, das ebenfalls am wöchentlichen jüdischen Feiertag gegessen wird. Das Institut "Geokartografia" hatte aus jeder der drei Städte 200 Erwachsene befragt. Anlass war der Jerusalem-Tag (Jom Jeruschalajim), der an die Wiedervereinigung der Stadt nach dem Sechs-Tage-Krieg vor 40 Jahren erinnert. Nach dem jüdischen Kalender wird er in diesem Jahr am heutigen Mittwoch gefeiert. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 16.05.2007, 10:30 Uhr Gewalt im Gazastreifen dauert an -> #zurueck GAZA (inn) - Bewaffnete Hamas-Anhänger haben am Mittwochmorgen im Gazastreifen das Haus eines ranghohen Fatah-Vertreters gestürmt. Sie erschossen mindestens vier Mitglieder der rivalisierenden palästinensischen Gruppierung. Die Angreifer feuerten Granaten auf das Haus des Sicherheitschefs Raschid Abu Schbak. Dann drangen sie mit Rohrbomben und Schusswaffen in das Gebäude ein. Abu Schbak und seine Familie hielten sich zu dem Zeitpunkt nicht dort auf, aber mindestens ein Dutzend Leibwächter bewachten das Haus. Im Laufe der Kämpfe kamen den Fatah-Anhängern zahlreiche Vertreter des Präventiven Sicherheitsdienstes zu Hilfe, die Abu Schbak einst anführte. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". "Hamas will Darfur in Gaza" Der Fatah-Sprecher Abdel Hakim Awad machte auch die Hamas-Führung für den Angriff verantwortlich. Mörder der Hamas aus allen Schichten der Hierarchie seien daran beteiligt. Die Gruppierung wolle Gaza in ein neues Somalia oder Darfur verwandeln. Ein Vertreter eines bewaffneten Armes der Fatah forderte den Vorsitzenden der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, und alle Minister der Fraktion zum Rücktritt auf. Abbas müsse den Notstand ausrufen. "Die Einheitsregierung ist eine Lüge. Es gibt keine Einheit im palästinensischen Volk", sagte der Sprecher, der Abu Qusai genannt wurde, laut dem israelischen Rundfunk. Bei einem weiteren Zusammenstoß zwischen den beiden Gruppen kam ein ranghoher Offizier von Abbas' Präsidialgarde ums Leben. Zudem wurden Granaten auf das Haus des Fatah-Vorsitzenden abgefeuert. Niemand wurde verletzt. Zuvor war eine Hamas-Stellung ebenfalls mit Granaten angegriffen worden. Eine Krankenschwester, die mit einer Ambulanz unterwegs war, wurde bei einem anderen Schusswechsel tödlich am Kopf getroffen. Ägypter verwundet Am späten Dienstagabend geriet ein ägyptischer Vermittler in das innerpalästinensische Kreuzfeuer. Er war mit dem Sprecher des palästinensischen Premiers, Ghasi Hamad, und einem Fatah-Vertreter in einer Straße in Gaza unterwegs. Sie wollten nachsehen, ob die jüngste Feuerpause eingehalten werde. Dabei gerieten sie unter Beschuss. Der Ägypter wurde an einer Hand verwundet. Zuvor hatten Hamas und Fatah die dritte Waffenruhe am dritten Tag in Folge abgeschlossen. Am Dienstag forderten die internen Auseinandersetzungen an verschiedenen Orten im Gazastreifen 15 Todesopfer. Es war der blutigste Tag seit der Bildung der nationalen Einheitsregierung. Außerdem erlitten 27 Palästinenser Verletzungen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 15.05.2007, 16:32 Uhr Fatah-Abgeordnete protestieren gegen Gewalt -> #zurueck GAZA (inn) - Aus Protest gegen die Kämpfe im Gazastreifen lassen vier palästinensische Abgeordnete ihre Mitgliedschaft im Parlament ruhen. Sie gehören der Fatah-Bewegung an. Bei den Mitgliedern des Legislativrates handelt es sich um Ahmad Abu Holy, Aschraf Dschum´a, Abdul-Hamid al-Ailah und Na´imah A-Scheich. Sie riefen das palästinensische Volk auf, auf die Straße zu gehen und ihren Ärger über die chaotischen Zustände im Gazastreifen zu bekunden. Was in dem Gebiet geschehe, sei "ein Zeichen der Schande auf dem Kopf jedes Palästinensers", sagte Abu Holy der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". "Denn Gaza erlebt ein Massaker, es wurde in einen Bürgerkrieg gezogen, und wir sollten an unserer Verantwortung festhalten." Alles, was über die Satellitenfernsehsender erklärt werde, sei nur "Slogans und Parteipropaganda". "Das Blut jedes palästinensischen Kindes ist wichtiger und heiliger als politische und parteiliche Spaltungen wegen Autorität", fügte der Fatah- Anhänger hinzu. Ein Grund für die Kämpfe sind Streitigkeiten über die Verantwortung für die Sicherheitstruppen. Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak bezeichnete die gewaltsamen Auseinandersetzungen vom Dienstag als "Überschreitung einer Roten Linie". Dabei waren mindestens 11 Palästinenser ums Leben gekommen. In einem Telefonat mit Palästinenserchef Mahmud Abbas forderte Mubarak ein sofortiges Ende der Gewalt zwischen dessen Fatah und der Hamas. Das berichtet die Zeitung "Jediot Aharonot". Die Ägypter waren vor der Bildung der nationalen Einheitsregierung die entscheidenden Vermittler. Israelnetz.de-Newsletter vom 15.05.2007Inhalt Nachrichten: Olmert in Jordanien Französischer Einwanderer gesteht Mord an Araber Fatah-Mitglieder sterben bei Hamas-Angriff EU unterstützt arabische Friedensinitiative Inhalt Hintergründe: 40 Jahre vereinigtes Jerusalem 15.05.2007, 14:54 Uhr Olmert in Jordanien -> #13498 AKABA / PETRA (inn) - Israels Premier Ehud Olmert hat erneut seine Bereitschaft bekundet, mit arabischen Vertretern über den saudischen Friedensplan zu sprechen. Wenn ihn die Arabische Liga zu einem Gespräch einlade, werde er gerne kommen, sagte er am Dienstag bei einem Besuch in Jordanien. "Wir haben von der arabischen Friedensinitiative gehört und sagen: Kommt und stellt sie uns vor", so Olmert nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah in Akaba. "Ihr wollt mit uns darüber reden, und wir sind bereit, uns hinzusetzen und ausführlich darüber zu sprechen." Der ursprünglich von Saudi-Arabien vorgelegte Plan bietet Israel normale Beziehungen zu den arabischen Staaten an, wenn es sich aus den 1967 eroberten Gebieten zurückzieht. Weitere Bedingungen sind ein Palästinenserstaat und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge. Während des Gesprächs in Akaba hatte der König den israelischen Premier aufgefordert, erst konkrete Schritte zu unternehmen, um die Beziehungen zu den Palästinensern zu verbessern. Laut dem Leiter der Informationsabteilung im Königspalast, Amdschad Adajleh, sprach Abdullah Berichte über einen geplanten Ausbau von Siedlungen an. Dies widerspreche dem Wunsch Israels nach Frieden. Olmert habe erwidert, solche Berichte seien haltlos. Des Weiteren legte der König dem Regierungschef nahe, die Wirtschaftsblockade gegen die Palästinenser aufzuheben. Auch solle Israel die Grenzübertritte erleichtern und alle eingefrorenen Gelder der Palästinenser freigeben. Konferenz von Nobelpreisträgern Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet, nahm Olmert zudem an einer Konferenz von Nobelpreisträgern in der jordanischen Wüstenstadt Petra teil. Unter anderem beantwortete er vom Podium aus Fragen des jüdischen Friedensnobelpreisträgers Elie Wiesel. Es ging auch um den Zweiten Libanonkrieg. Daraus könne man lernen, dass es ernst zu nehmen sei, wenn eine mächtige Terrorgruppe anfange, hochentwickelte Waffen zu erwerben und ihren Einsatz ankündige. "Geht nicht schlafen in der Hoffnung, dass sie ihre Drohung nicht wahrmachen wird." Olmert fügte hinzu, er sei besorgt über die Sicherheit der israelischen Kinder und den Schmerz der palästinensischen Kinder: "Wenn ich beschließe, nicht auf Kassam-Feuer zu antworten, liegt das daran, dass ich nicht davon überzeugt bin, dass eine Antwort nicht ein zwölfjähriges Mädchen töten wird, das kein Verbrechen begangen hat. Nur derjenige, der die Kassam abgefeuert hat, hat sie in seinem Jeep mitgenommen." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 15.05.2007, 12:47 Uhr Französischer Einwanderer gesteht Mord an Araber -> #zurueck TEL AVIV (inn) - Ein jüdischer Einwanderer aus Frankreich hat am Montag den Mord an einem arabischen Taxifahrer gestanden. Die israelische Polizei vermutet einen nationalistischen Hintergrund für die Tat. Der mutmaßliche Mörder und sein Bruder waren mit dem Taxi von Jerusalem nach Tel Aviv gefahren. Anschließend luden sie den Fahrer "zu einem Kaffee" in ihre Wohnung ein. Beide haben die französische und die israelische Staatsbürgerschaft. Die beiden Brüder erregten den Verdacht der Ermittler, weil sie mitten auf der Allenby-Straße in Tel Aviv umhergingen. Nach der Festnahme gestand der ältere Bruder, dass er in seiner Wohnung einen Taxifahrer ermordet habe. Der 25-Jährige führte die Polizei zum Tatort. Ob sein 21-jähriger Bruder an dem Mord beteiligt war, ist noch unklar. Bei dem Opfer handelt es sich um den 35 Jahre alten Taisir Karaki aus Beit Hanina bei Jerusalem. Nach Polizeiangaben wurde ihm der Hals durchgeschnitten. Sein Körper wies weitere Spuren eines gewaltsamen Angriffes auf. Dies berichtet die Tageszeitung "Jediot Aharonot". Unterdessen forderte der Jerusalemer Bürgermeister Uri Lupolianski, die Angehörigen des Ermordeten als Terrorgeschädigte anzuerkennen. Laut dem israelischen Armeesender wies er zudem die für Wohlfahrt Zuständigen in der Stadtverwaltung an, sich um die Familie zu kümmern. Der Verteidiger des Tatverdächtigen plädiert darauf, seinen Mandanten für verhandlungsunfähig zu erklären. Der Einwanderer spreche wirr und seine Erklärungen seien merkwürdig. Er müsse von einem Psychologen untersucht werden. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 15.05.2007, 11:45 Uhr Fatah-Mitglieder sterben bei Hamas-Angriff -> #zurueck GAZA (inn) - Bei einem Angriff der Hamas sind am Dienstag mindestens sieben Fatah-Anhänger getötet worden. Der Vorfall ereignete sich in einem Trainingslager in der Nähe des Karni-Überganges zwischen dem Gazastreifen und Israel. Die Toten gehörten der Präsidialgarde von Fatah-Chef Mahmud Abbas an. Die Hamas-Mitglieder feuerten eine Rakete auf einen Jeep der Sicherheitskräfte ab. Das Fahrzeug überschlug sich. Daraufhin schossen die Hamas-Vertreter auf die Insassen und töteten sieben von ihnen. Wie die Zeitung "Ha´aretz" meldet, flohen offenbar zwei weitere Männer von dem Schauplatz. Nahe der Grenze eröffneten israelische Soldaten das Feuer auf sie. Die Palästinenser wurden tödlich getroffen. Bei einem weiteren Zusammenstoß der beiden Gruppierungen kam ein Hamas- Anhänger ums Leben. An mehreren Orten im Gazastreifen gab es am Morgen Schusswechsel. Wegen der innerpalästinensischen Gewalt blieben die Universitäten geschlossen. Viele Eltern schickten ihre Kinder nicht in die Schule. Aus Protest gegen die Anarchie war der palästinensische Innenminister Hani Kawasmeh am Montag zurückgetreten. Er warf den Führern von Hamas und Fatah vor, ihn bei seinem Sicherheitsplan nicht unterstützt zu haben. Seit Sonntagmorgen haben die neu aufgeflammten Kämpfe im Gazastreifen 17 Menschenleben gefordert. Damit ist die palästinensische Einheitsregierung ernsthaft gefährdet. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 15.05.2007, 10:17 Uhr EU unterstützt arabische Friedensinitiative -> #zurueck BRÜSSEL (inn) - Die Europäische Union will bei den Bemühungen um Frieden in Nahost mit der Arabischen Liga zusammenarbeiten. Am Montag trafen sich in Brüssel die EU-Außenminister mit ihren Kollegen aus den 22 arabischen Staaten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von einer günstigen Gelegenheit, einen Frieden zu erreichen. Noch nie habe es in der Vergangenheit Friedensbemühungen "mit so deutlicher Unterstützung der arabischen Staaten gegeben", sagte der derzeitige EU-Ratsvorsitzende laut dem Nachrichtensender "n-tv". Die Europäische Union werde sich bemühen, alle Mitglieder des Nahost-Quartetts in die Zusammenarbeit mit der Arabischen Liga zu integrieren. "Wir müssen die Chancen, die die gegenwärtige Situation bietet, nämlich eine kooperative Haltung vieler arabischer Staaten, jetzt nutzen." Zu dem Quartett gehören neben der EU Russland, die USA und die UNO. "Historisches Treffen" Der saudische Außenminister Prinz Saud al-Faisal bezeichnete das Treffen als "historisch". "Wir waren uns einig, dass dieses Problem, wenn es ungelöst bleibt, von enormer Gefahr für die internationale Gemeinschaft und für unsere Region ist", sagte er. Den arabischen Staaten sei es mit dem Wunsch nach Frieden ernst. "Wir brauchen Frieden jetzt, nicht später. Wir haben sehr viel Zeit und Energie verspielt. Wir müssen uns jetzt bemühen, das wieder wettzumachen." Wie Steinmeier mitteilte, unterstützt die EU den Friedensplan der Arabischen Liga, der im März in Mekka bekräftigt wurde. Der ursprünglich von Saudi-Arabien vorgelegte Plan bietet Israel normale Beziehungen zu den arabischen Staaten an, wenn es sich aus den 1967 eroberten Gebieten zurückzieht. Weitere Bedingungen sind ein Palästinenserstaat und die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, bezeichnete 2007 als "wichtiges Jahr", der Friedensprozess sei "nicht unendlich". In Kürze soll eine arabische Delegation nach Israel reisen, um über den Plan zu sprechen. Uneins über Umgang mit Hamas Uneinigkeit zwischen Europäern und Arabern zeigte sich beim Umgang mit der radikal-islamischen Hamas, die von der EU als Terrorgruppe eingestuft wird. Derzeit stellt sie mit der Fatah die palästinensische Regierung und wird von der EU politisch und finanziell boykottiert. Außenkommissarin Benita Ferrero- Waldner sagte allerdings, der palästinensische Finanzminister Salam Fajjad wolle ein gesondertes Konto einrichten. Darauf könnten direkte Finanzhilfen dann kontrollierbar eingezahlt werden. Auf diese Weise könne die EU möglicherweise den Boykott direkter Zahlungen an die Palästinenserregierung beenden. Fajjad vertritt die Fraktion "Der Dritte Weg". Vor der Sitzung hatte Ferrero-Waldner den palästinensischen Außenminister Siad Abu Amr getroffen. Anschließend zeigte sie sich ermutigt vom Engagement der Palästinenser: "Ich kann sehen, dass sie versuchen, Fortschritte zu machen. Sie tun praktische Schritte." Der unabhängige Politiker Abu Amr sprach außerdem mit Steinmeier, weiteren Außenministern und dem EU- Außenbeauftragten Javier Solana. Das berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur "Ma´an". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 15.05.2007, 11:26 Uhr 40 Jahre vereinigtes Jerusalem -> #zurueck "Der Tempelberg ist in unserer Hand!" Dieser Satz, den der israelische Kommandeur Motta Gur gegen 10 Uhr vormittags am dritten Kriegstag an den Generalstab funkte, machte vor vierzig Jahren Schlagzeilen. Die fassungslosen Gesichter der erschöpften Fallschirmspringer an der Klagemauer wurden zum Symbol für die Verwirklichung des uralten Traums von der Rückkehr Jerusalems unter jüdische Herrschaft. Die Welt bewunderte ganz unverhohlen, wie der kleine israelische David in nur sechs Tagen Anfang Juni 1967 den arabischen Goliath in die Knie zwang, den Sinai, das Westjordanland, die Golanhöhen und vor allem die Altstadt von Jerusalem eroberte.Das alles ist 40 Jahre her. Nach oben -> #zurueck Ganze Nachricht (online) -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13498.html Israelnetz.de-Newsletter vom 14.05.2007Inhalt Nachrichten: Palästinensischer Innenminister endgültig zurückgetreten "Christen in Jerusalem halten" Weitere Vorfälle zwischen israelischer Armee und deutscher Marine Anti-israelische Kindersendung erneut ausgestrahlt Abgeordneter: Sonntag zum freien Tag machen Tote bei Kämpfen zwischen Hamas und Fatah Inhalt Hintergründe: 14.05.2007, 14:59 Uhr Palästinensischer Innenminister endgültig zurückgetreten -> #13491 RAMALLAH (inn) - Der palästinensische Innenminister Hani Kawasmeh hat sein Amt am Montag definitiv niedergelegt. Anlass waren heftige Kämpfe zwischen Hamas und Fatah, die seit Sonntagmorgen sieben Todesopfer gefordert haben. Kawasmeh hatte bereits vor drei Wochen seinen Rücktritt eingereicht, doch Premierminister Ismail Hanije lehnte das Gesuch ab. Daraufhin blieb er vorerst im Amt. Nun teilte Regierungssprecher Mustafa Barghuti mit: "Hanije hat den Rücktritt des Innenministers akzeptiert. Die Angelegenheit wird heute in der Kabinettssitzung diskutiert werden." Vor Journalisten beschuldigte Kawasmeh sowohl Hanije als auch den Vorsitzenden der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, ihn nicht unterstützt zu haben. Er hatte kürzlich einen Sicherheitsplan vorgelegt, um Recht und Ordnung in den Palästinensergebieten wiederherzustellen. Darin forderte er Reformen und eine Koordinierung für die zahlreichen palästinensischen Sicherheitstruppen. Doch der Plan wurde nicht umgesetzt. "Von Anfang an wurde ich mit Hindernissen konfrontiert, die das Ministerium seiner Kräfte beraubten und meiner Stellung die Autorität nahmen", sagte Kawasmeh in der Pressekonferenz. "Ich habe allen betroffenen Parteien, auch dem Präsidenten und dem Premierminister, erzählt, dass ich volle Autorität haben muss, um meine Pflichten voll auszuführen." Bis ein neuer Innenminister gefunden wird, soll Hanije den Posten übernehmen. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz" unter Berufung auf offizielle palästinensische Vertreter. Während der Verhandlungen zwischen Hamas und Fatah über eine Einheitsregierung hatte die Frage nach dem richtigen Innenminister zu langen Diskussionen geführt. Nach mehreren Monaten einigten sie sich auf den unabhängigen Kandidaten Kawasmeh. Feuerpause nicht eingehalten Am Sonntagmorgen waren im Gazastreifen die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppierungen erneut aufgeflammt. Je zwei Mitglieder der Hamas und der Fatah kamen dabei ums Leben. Ein Zivilist erlag später seinen Verletzungen. Es waren die schwersten Kämpfe seit der Bildung der Einheitsregierung. In der Nacht einigten sich die beiden Seiten unter ägyptischer Vermittlung auf eine Feuerpause. Doch am Montag gab es einen Schusswechsel, bei dem Hamas-Anhänger Sicherheitsoffizieren der Fatah und den Leibwächtern des Fatah-Sprechers Maher Mekdad gegenüberstanden. Zwei Bodyguards starben, zehn weitere Palästinenser erlitten Verletzungen. Hamas-Mitglieder steckten außerdem Mekdads Büro in Brand. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 14.05.2007, 14:15 Uhr "Christen in Jerusalem halten" -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Die israelische Regierung sollte die Familienzusammenführung für christliche Araber erleichtern, damit die Zahl der Christen in Jerusalem nicht weiter sinkt. Diese Ansicht äußerte ein Berater von Bürgermeister Uri Lupolianski am Sonntag. "Die ersten, die aus der Stadt verschwinden werden, sind die Christen", sagte Motti Levy, der Lupolianski über christliche und arabische Angelegenheiten berät, gegenüber der "Jerusalem Post". "Unsere Aufgabe als Stadtverwaltung ist es, die Gegebenheiten für die schwindende christliche Bevölkerung zu erleichtern, und nicht, ihnen die Dinge schwerer zu machen." Vor allem die zunehmend gebildeten und qualifizierten christlichen Bewohner wanderten in den Westen aus, so Levy. Dort gebe es bessere Arbeitsmöglichkeiten und eine höhere Lebensqualität. "Sie sind Opfer ihres eigenen Erfolges." Der frühere Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums räumte ein, dass die wirtschaftliche Lage in der Hauptstadt "nicht gut" sei. Er setzte die Christen der Mittelklasse mit den Israelis gleich, die aus beruflichen Gründen nach Zentralisrael oder wegen der besseren Lebensqualität in die Vororte ziehen. "Solange sich unsere Lage in Jerusalem verschlechtert, werden die Christen als erste gehen wollen. Jesus wird sie nicht dazu bringen, in Jerusalem zu bleiben." Die Beschränkungen bezüglich der Familienzusammenführung unter Palästinensern erschwerten es Christen, die einen Partner im Westjordanland gefunden hätten, mit ihm in der Hauptstadt zu leben. Wegen der geringen Zahl arabischer Christen in Jerusalem könne Israel in der Angelegenheit Flexibilität zeigen, fügte Levy hinzu. Von den 720.000 Einwohnern sind 66 Prozent jüdisch und 34 Prozent arabisch. Die Zahl der Christen wird mit etwa 10.000 angegeben. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 14.05.2007, 12:06 Uhr Weitere Vorfälle zwischen israelischer Armee und deutscher Marine -> #zurueck BEIRUT (inn) - Beim Libanon-Einsatz der Bundesmarine hat es erneut Zwischenfälle mit der israelischen Armee geben. Das berichtet die Tageszeitung "Rheinische Post". Demnach nahmen am Mittwoch mehrere israelische Kampfflugzeuge Kurs auf die deutsche Fregatte "Niedersachsen". Diese kreuzte im Rahmen der UNIFIL- Truppen vor der libanesischen Mittelmeerküste. Bereits am 30. April war ein Schnellboot mit großer Geschwindigkeit auf die Fregatte zugefahren, ohne sich zunächst zu erkennen zu geben. Es handelte sich um ein israelisches Boot. Am Vortag hatte sich bei einem dritten Vorfall eine israelische Drohne einem schwedischen Schnellboot angenähert. Ein Sprecher des Einsatzkommandos in Potsdam bestätigte die drei Zwischenfälle. Am Samstag teilte die israelische Armee mit, sie habe die Vorkommnisse untersucht. Die Ergebnisse seien an die Friedenstruppe weitergeleitet worden, sagte ein Sprecher laut der Tageszeitung "Ha´aretz". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 14.05.2007, 11:13 Uhr Anti-israelische Kindersendung erneut ausgestrahlt -> #zurueck GAZA (inn) - Das palästinensische Fernsehen hat am Freitag erneut eine Kindersendung übertragen, in der eine verfremdete Mickymaus gegen Israel hetzt. Am Mittwoch hatte es geheißen, die wöchentliche Sendung "Die Pioniere von morgen" werde vorläufig aus dem Programm genommen. In der Ausstrahlung vom Freitag sagte die Maus Farfur, die an Walt Disneys Mickymaus erinnert, sie wolle wie die getöteten Führer von Hamas und Moslem- Bruderschaft werden. Ein Mädchen, das während der Sendung anrief, sang ein beliebtes Lied der Hamas: "Jerusalem, wir kommen. Wir werden nicht ruhen und nicht erniedrigt werden." Dazu tanzte Farfur auf einer Bühne, die mit Bildern geschmückt war - auf einem war eine Rakete zu sehen. Dies berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Der israelische Medienbeobachtungsdienst "Palestinian Media Watch" hatte Kritik an der israelfeindlichen Wochensendung geübt. Daraufhin forderte der palästinensische Innenminister Mustafa Barghuti die Hamas auf, die Show aus dem Programm zu nehmen, um die Inhalte zu überdenken. Nun verteidigte der Direktor des Senders "Al-Aksa-TV", Fathi Hammad, die Sendung: "Sie verletzt keine moralischen oder professionellen Standards", sagte er gegenüber einer Hamas-Website. Sie werde weder gestrichen noch modifiziert. Der palästinensische Analyst Hani Habib äußerte die Ansicht, die Show sei ein Rekrutierungsinstrument der Hamas. "Dieses Programm vermarktet Tod, wo doch ein Kind eigentlich eine lange Zukunft vor sich hat." Der zehnjährige Fan Hanin meinte hingegen, die Sendung sei vor allem erzieherisch: "Die Show lehrt uns, in offiziellem Arabisch den Koran aufzusagen, zu beten und zu sprechen. Wir wollen, dass die Show weitergeht." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 14.05.2007, 11:04 Uhr Abgeordneter: Sonntag zum freien Tag machen -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Das israelische Wochenende sollte um den Sonntag verlängert werden. Diesen Vorschlag machte der Knesset-Abgeordnete Sevulun Orlev gegenüber seinem Parlament. Bisher beginnt das Wochenende in Israel am Freitagnachmittag und endet am Samstagabend. Nach Orlevs Antrag würden die Israelis erst am Montagmorgen wieder arbeiten. Der Abgeordnete ist Vorsitzender der Liste "Nationale Union- Nationalreligiöse Partei". Orlev plädiert außerdem dafür, die Arbeitseinschränkungen am Schabbat zu lockern. Geschäftliche und industrielle Tätigkeiten, öffentliche und staatliche Dienste sollten am wöchentlichen jüdischen Feiertag nicht mehr vollständig verboten werden. So solle der öffentliche Verkehr auch am Schabbat weiterlaufen - allerdings in einer Weise, dass der religiöse Teil der Bevölkerung nicht gestört werde. An Sonntagen soll es laut dem Antrag möglich sein, Arbeiter zu beschäftigen - allerdings nur für erzieherische, kulturelle oder gewerbliche Zwecke. Sie sollten dann - zusätzlich zum Schabbat - an einem anderen Wochentag frei haben. "Dadurch könnten alle Familien in Israel einen echten Ruhetag haben", erklärte Orlev seine Motivation am Sonntag gegenüber dem israelischen Rundfunk. "Und ein Tag könnte dem Einkaufen, Sport oder anderen Dingen gewidmet werden. Ich sage nicht, dass wir die Zahl der wöchentlichen Arbeitsstunden verringern sollten. Die Leute werden am Freitag bis 13 Uhr arbeiten, und die Stunden, die wir versäumen, können wir nachholen, indem wir im Laufe der Woche hier und da eine halbe Stunde hinzufügen." Orlev strebt an, dass sich ein Ausschuss genauer mit seinem Vorschlag befasst. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 14.05.2007, 10:26 Uhr Tote bei Kämpfen zwischen Hamas und Fatah -> #zurueck GAZA (inn) - Bei innerpalästinensischen Zusammenstößen sind am Sonntag im Gazastreifen vier Menschen getötet worden. Zudem erlitten 14 Palästinenser Verletzungen. Am Morgen eröffneten Bewaffnete im Norden das Feuer auf ein Fahrzeug, in dem ein ranghoher Führer der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden unterwegs war. Sie sind eine Untergruppe der Fatah. Der Anführer, Baha Abu Dscharad (32), und sein Helfer Tawfik al-Budi wurden tödlich verwundet. Die Fatah machte die Hamas für den Überfall verantwortlich. Diese wies die Beschuldigung zurück. Einige Stunden später erschoss ein Fatah-Vertreter vor einer Moschee in Gaza zwei Hamas-Mitglieder. Bei dem Angriff wurden elf weitere Palästinenser verletzt. Auch bei Abu Dscharads Bestattung kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Drei Menschen erlitten Verletzungen, wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet. Der palästinensische Informationsminister Mustafa Barghuti forderte beide Seiten auf, ihre Anhänger unter Kontrolle zu bringen. "Nicht nur die Zukunft der Regierung, sondern auch die Zukunft des ganzen palästinensischen Volkes gerät in Gefahr, wenn diese blutigen Angriffe fortdauern", warnte der Vertreter der Partei "Palästinensische Nationale Initiative". Hamas und Fatah hatten im März eine Regierung der nationalen Einheit gebildet, um den internen Kämpfen ein Ende zu setzen. Nach oben -> #zurueck Israelnetz.de-Newsletter vom 11.05.2007Inhalt Nachrichten: Saniora: Israel sollte arabische Friedensinitiative annehmen Italien mit Israel verwechselt Song Contest: Israel ausgeschieden Gaza: Verletzte bei internen Kämpfen Arabische Delegation plant Israelreise Inhalt Hintergründe: 11.05.2007, 14:40 Uhr Saniora: Israel sollte arabische Friedensinitiative annehmen -> #13482 BEIRUT (inn) - Der libanesische Premier Fuad Saniora hat Israel aufgefordert, sich auf Grundlage der saudischen Initiative um einen Frieden in Nahost zu bemühen. Die USA könnten den Konfliktparteien zu einem Kompromiss verhelfen, schreibt er in einem Gastkommentar in der "New York Times", der am Freitag veröffentlicht wurde. Mit Unterstützung der USA und anderer internationaler Partner "hoffen wir, die arabische Friedensinitiative als Grundlage zu benutzen, um endlich einen umfassenden Frieden in unsere aufgewühlte Region zu bringen", so Saniora. Die saudische Initiative, die unlängst von der Arabischen Liga angenommen wurde, bietet Israel gute Beziehungen mit den arabischen Staaten an. Im Gegenzug sollen sich die Israelis auf die Grenzen von 1967 zurückziehen. Des Weiteren werden ein Palästinenserstaat und eine gerechte Lösung für die palästinensischen Flüchtlinge gefordert. "Diese Friedensbemühungen anzuführen, ist nicht nur eine amerikanische Verantwortung, sondern es liegt im Interesse der Vereinigten Staaten", schreibt der libanesische Regierungschef. "Frieden im Nahen Osten würde in diesen Zeiten der wachsenden Entzweiung und des Radikalismus ein Tor für eine Versöhnung mit der islamischen Welt öffnen." Auch die Araber hätten berechtigte Sorgen, was die Sicherheit angehe, fügt Saniora hinzu. "Der einzige Weg für das Volk Israel und die arabische Welt, Stabilität und Sicherheit zu erreichen, ist ein umfassendes Friedensabkommen für den allumfassenden arabisch-israelischen Konflikt. Die unvermeidliche Alternative ist eine Zunahme von Terror, Intoleranz und Zerstörung." Kritik an Winograd-Bericht Saniora kritisiert auch den israelischen Winograd-Bericht über den Krieg zwischen der Hisbollah und Israel vom vergangenen Sommer. Der Untersuchungsausschuss habe es versäumt, auf die hohen Verluste und den großen Schaden einzugehen, die durch das israelische Bombardement im Libanon entstanden seien. "Der Juli-Krieg hat bewiesen, dass Militarismus und Vergeltung keine Antwort auf Instabilität sind; Kompromiss und Diplomatie sind es hingegen. Dies sollte der Anstoß für Israel sein, nach einer umfassenden Lösung zu suchen, die auf der arabischen Friedensinitiative basiert." Demnächst will eine Delegation der Arabischen Liga Israel besuchen, um über die Initiative zu sprechen. Dazu sollen auch die Außenminister von Ägypten und Jordanien gehören. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 11.05.2007, 12:40 Uhr Italien mit Israel verwechselt -> #zurueck ASCHDOD (inn) - Zwei illegale Einwanderer aus dem Irak sind am Donnerstag mit einem Schiff in der israelischen Küstenstadt Aschdod eingetroffen. Ihr eigentliches Ziel war allerdings nicht das "Heilige Land", sondern Italien. Einer der beiden jungen Männer ist palästinensischer Herkunft. Sein Vater lebte in Haifa, wanderte aber vor vielen Jahren in den Irak ein. Wegen der Lage im Irak und der Diskriminierung der Palästinenser beschloss der 27- Jährige, in die Türkei zu fliehen. Er hatte mehrere Angehörige durch Kampfhandlungen verloren. Vor seiner Abreise traf er einen 23-jährigen irakischen Studenten, der ähnliche Pläne hatte. Hauptanlass war der fortwährende Konflikt in seiner Heimat. In der Türkei traten die beiden mit einem Mann in Kontakt, der sich "Jassin" nannte. Er versprach, in Italien Arbeit und ein gutes Auskommen für sie zu finden. Das werde allerdings nicht legal sein. Dafür zahlten sie 400 Dollar. "Jassin" schmuggelte sie auf das Schiff, wo sie sich mehrere Tage in einer engen Seitenkabine versteckten. Als das Schiff am Hafen von Aschdod anlegte, wurden die beiden Araber entdeckt. Wenn sie es geschafft hätten, länger unbemerkt zu bleiben, hätten sie ihr angestrebtes Ziel womöglich erreicht. Denn das Schiff sollte seine Fahrt nach Italien fortsetzen. Die Verantwortliche für Grenzübertritte im israelischen Innenministerium, Dana Calderon, ordnete an, dass alle Passagiere zunächst an Bord bleiben müssten. Sie befürchtete, dass sich ein Komplize der Männer, die aus einem feindlichen Land kamen, auf dem Schiff befinden könnte. "Den beiden wurde die Einreise verweigert, weil sie blinde Passagiere waren", sagte sie gegenüber der Online-Ausgabe der Zeitung "Jediot Aharonot". "Das ist ein normaler Vorgang, der für Bürger aus jedem Staat gilt. Dies ist das erste Mal, dass wir es mit Irakern zu tun haben." Bereits vor anderthalb Jahren waren in Haifa sechs Türken auf einem Frachtschiff angelangt, die sich in einem Container mit Textilprodukten verborgen hatten. Auch sie wähnten sich während der fünftägigen Reise auf dem Weg nach Italien und waren überrascht, als sie stattdessen nach Israel kamen. Die Türken hatten "Jassin" ebenfalls Geld für seine Dienste gegeben. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 11.05.2007, 11:10 Uhr Song Contest: Israel ausgeschieden -> #zurueck HELSINKI (inn) - Die israelische Band "Teapacks" hat beim Eurovision Song Contest den Einzug ins Finale verpasst. Erschwert wurde der Auftritt am Donnerstagabend in Helsinki durch technische Probleme. Wie der israelische Rundfunk berichtet, wurde die Übertragung für fünf Sekunden unterbrochen - nur ein roter Bildschirm ohne Ton war zu sehen. Die israelische Rundfunkbehörde beantragte daraufhin, dass die Vorstellung wiederholt werden könne oder die Gruppe Zusatzpunkte erhalte. Dies lehnte die Europäische Rundfunkunion jedoch ab. Die Band trat mit dem Lied "Push the Button" an. Das Stück war im Vorfeld des Wettbewerbs auf Kritik gestoßen, weil es eine unpassende politische Botschaft enthalte. Die Organisatoren sahen darin kritische Anspielungen auf das Atomprogramm des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Eine solche Botschaft sei für den Song Contest nicht geeignet, sagte einer der Veranstalter nach der Entscheidung des israelischen Publikums für "Teapacks" Anfang März. Dennoch wurde die Band, deren Name auf Hebräisch auch als "Tippex" gelesen werden kann, zum Song Contest zugelassen. Das Lied in den Sprachen Englisch, Französisch und Hebräisch beginnt mit den Worten: "Die Welt ist voller Terror. Wenn jemand einen Fehler macht, wird er uns in die Luft sprengen". Später heißt es: "Ich will nicht sterben, ich will die Blumen blühen sehen, will nicht kaputt gehen, kabumm. Ich will nicht weinen, ich will viel Spaß haben, einfach in der Sonne sitzen." In diesem Zusammenhang warnt der Text vor einem, der "den Knopf drücken" wird. Die Rede ist von dämonischen und verrückten Herrschern, welche die Welt bedrohen. Das Finale ist am morgigen Samstagabend. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 11.05.2007, 10:35 Uhr Gaza: Verletzte bei internen Kämpfen -> #zurueck GAZA (inn) - Bei innerpalästinensischen Zusammenstößen sind am Freitag mindestens acht Menschen verletzt worden. Die bewaffneten Kämpfe ereigneten sich an mehreren Orten im nördlichen Gazastreifen. In Gaza-Stadt wurden fünf Palästinenser verwundet, einer von ihnen schwer. Unter den Verletzten sind drei Mitglieder der nationalen Sicherheitskräfte. Unbekannte hatten das Feuer auf eine Patrouille eröffnet und eines ihrer Fahrzeuge beschlagnahmt. Eine andere Patrouille kam den Kollegen zu Hilfe und holte den Wagen zurück. Das berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur "Ma´an". Bereits am Donnerstag war es im zentralen Gazastreifen zu Kämpfen zwischen Hamas und Fatah gekommen. Ein Palästinenser erlitt Verletzungen. Vier Menschen wurden vorübergehend entführt. "Sicherheitsplan kann gestartet werden" Unterdessen teilte der Sprecher des palästinensischen Premiers Ismail Hanije mit, es gebe nun eine Abmachung, "um praktische Schritte zu beginnen, die zur Umsetzung der ersten Stufe des Sicherheitsplanes führen sollen". In dieser Phase soll unter anderem eine gemeinsame Sicherheitstruppe unter dem Kommando des Innenministers gebildet werden. In einer Sitzung mit Hanije sei die Sicherheitslage "in allen Perspektiven und Dimensionen" diskutiert worden, sagte der Sprecher Ghasi Hamad. Die Teilnehmer hätten über Mittel gesprochen, den Erfolg des Sicherheitsplanes zu gewährleisten - "dazu gehört auch Soforthilfe bei jedem Hindernis für den Fortschritt". Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 10.05.2007, 16:37 Uhr Arabische Delegation plant Israelreise -> #zurueck KAIRO (inn) - Eine Delegation der Arabischen Liga soll demnächst Israel besuchen, um über die saudische Friedensinitiative zu sprechen. Darauf verständigten sich die israelische Außenministerin Zipi Livni und der ägyptische Präsident Hosni Mubarak am Donnerstag in Kairo. Trotz der angespannten politischen Lage in Israel werde der Besuch nicht verschoben, betonte Mubarak laut der Zeitung "Ha´aretz". Zu dem Team sollen unter anderen der jordanische Außenminister Abdulilah Chatib und sein ägyptischer Amtskollege Ahmed Abul Gheit gehören. Livni sagte nach dem Gespräch mit Mubarak, es werde ein historisches erstes Treffen mit Vertretern der Arabischen Liga sein. "Ich glaube, dass die arabische Welt bedeutsam ist, wenn es um den israelisch-palästinensischen Konflikt geht. Sie kann den Prozess unterstützen, sie kann Israel einen politischen Horizont geben und den Palästinensern helfen, weiter voranzuschreiten, wenn es zu künftigen Vereinbarungen zwischen Israel und den Palästinensern kommt." Bei ihrem zweistündigen Treffen sprachen Livni und Mubarak über die Sicherheitslage im Gazastreifen und den Waffenschmuggel vom Sinai über den Rafah-Grenzübergang. Weitere Themen waren die palästinensischen Raketenangriffe auf israelische Ziele in der Negev-Wüste und das Erstarken der Hamas. Die israelische Ministerin bezeichnete die gegenwärtige Situation in Gaza als "inakzeptabel". Die arabische Welt müsse die moderaten Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde unterstützen und zur Geltung bringen. Dann würden sie mehr politische Flexibilität haben. Livni sagte, Israel sei daran interessiert, die Beziehungen zu Ägypten zu vertiefen. Dies könne durch weitere gegenseitige Besuche ermöglicht werden. Mubarak erwiderte, er werde ägyptische Minister und andere Vertreter ermutigen, nach Israel zu reisen. Nach oben -> #zurueck May 11 Israelnetz.de-Newsletter vom 10.05.2007Inhalt Nachrichten: Benefizkonzert für Terror-Opfer in Hannover Olmert lobt jüdischen Kampf gegen Nazis Arabischer Bevölkerungsanteil in Jerusalem wächst Hamas setzt antiisraelische Kindersendung aus Johnston-Entführer stellen Forderungen Inhalt Hintergründe: Dauerbrenner: Schiiten versus Sunniten 10.05.2007, 12:10 Uhr Benefizkonzert für Terror-Opfer in Hannover -> #13481 HANNOVER (inn) - In der Jüdischen Gemeinde Hannover findet am kommenden Montag ein Benefizkonzert zugunsten der Opfer des Terrors statt - Anlass ist der 59. Jahrestag der israelischen Staatsgründung. Internationale Preisträger werden auf dem Klavier Stücke von Chopin, Schumann, Liszt, Prokofieff und Rachmaninov vortragen. Außerdem gibt es ein Grußwort vom Vorsitzenden des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden von Niedersachsen, Michael Fürst. Weitere Redner sind der Gesandte des Staates Israel in Berlin, Ilan Mor, und der Vorsitzende des Keren Hayesod Deutschland, Nathan Gelbart. Das Konzert ist im Norbert Prager Saal der jüdischen Gemeinde, Haeckelstraße 10, 30173 Hannover. Es beginnt am Montag, 14. Mai, um 19 Uhr. Veranstalter sind der niedersächsische Landesverband und die Organisation Keren Hayesod, die sich unter anderem um Terror-Opfer kümmert. Am 14. Mai 1948 hatte David Ben Gurion in Tel Aviv die israelische Unabhängigkeitserklärung verlesen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 10.05.2007, 11:00 Uhr Olmert lobt jüdischen Kampf gegen Nazis -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Israels Premier Ehud Olmert hat die jüdischen Soldaten und Partisanen gewürdigt, die im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis kämpften. Am Mittwoch gedachte Israel des Sieges der Alliierten vor 62 Jahren. In Jerusalem gab es eine Parade von israelischen Veteranen russischer Abstammung. Die Knesset hielt eine spezielle Sitzung ab. Olmert zollte seine Achtung gegenüber den 1,5 Millionen jüdischen Kämpfern. Er lobte die Juden, die "Soldaten in den alliierten Armeen waren, Kämpfer in Partisaneneinheiten in den osteuropäischen Ländern und in den Reihen des antifaschistischen Untergrundes in Europa und Nordafrika". Sie hätten den ganzen Krieg hindurch um Leben und Tod gekämpft. Der jüdische Kämpfer "kämpfte nicht nur um sein Leben, sondern auch um das Leben des gesamten jüdischen Volkes", fügte der israelische Regierungschef hinzu. Er würdigte auch die "30.000 Männer und Frauen von den 400.000 im jüdischen Jischuv im Land Israel, die sich während des Zweiten Weltkriegs freiwillig der britischen Armee anschlossen, aus dem Wunsch heraus, an den Kriegsanstrengungen teilzuhaben". Als "Jischuv" wurde die jüdische Bevölkerung im damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina bezeichnet. Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet, warnte Olmert auch vor den Bedrohungen für die heutige Gesellschaft: "Böses, Rassismus, Hass gegen Fremdes und Anderes, Antisemitismus - all das bedroht heute das Wohl der Menschheit und ihre Zukunft. Deshalb bemüht sich die gesamte aufgeklärte Welt derzeit ernsthaft, böse Regime wie den Iran - der offen verkündet, dass der Staat Israel zerstört werden müsse - daran zu hindern, an Atomwaffen zu gelangen." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 10.05.2007, 10:56 Uhr Arabischer Bevölkerungsanteil in Jerusalem wächst -> #zurueck JERUSALEM (inn) – Die Wachstumsrate der arabischen Bevölkerung in Jerusalem entspricht fast der doppelten Wachstumsrate der jüdischen Bevölkerung - dies ergab eine Erhebung, die das Jerusalemer Institut für Israel-Studien anlässlich des 40. "Jerusalem-Tages" veröffentlichte, der in der nächsten Woche begangen wird. Derzeit leben in der israelischen Hauptstadt 720.000 Menschen. 66 Prozent davon sind Juden und 34 Prozent Araber, berichtet die Tageszeitung "Jerusalem Post". In den vergangenen 40 Jahren stieg der arabische Bevölkerungsanteil von rund 68.000 Einwohnern auf rund 245.000, während die jüdische Bevölkerung von ca. 200.000 auf rund 475.000 anwuchs. Demographen sagen voraus, dass der jüdische Bevölkerungsanteil im Jahr 2020 nur noch bei 60 Prozent liegen wird, während der arabische Anteil 40 Prozent erreicht. Laut einer anderen Erhebung wird das Verhältnis zwischen Juden und Arabern in Jerusalem in 25 Jahren gleich sein. Das Phänomen, dass immer mehr jüdische Bewohner Jerusalem verlassen und in Vororte ziehen, sei schon länger zu beobachten. Dieser Trend habe bereits 1980 begonnen, heißt es in der "Jerusalem Post" weiter. In den vergangenen fünf Jahren seien zahlreiche Jerusalemer in die Ortschaften Beit Schemesch, Betar Ilit, Ma´aleh Adumim, Modi´in Ilit, Mevasseret Zion und Givat Se´ev gezogen. Die Hauptgründe dafür seien bessere Arbeitsstellen und erschwinglichere Wohnungen. Am "Jom Jeruschalajim" gedenken die Israelis der Wiedervereinigung ihrer Hauptstadt vor 40 Jahren. Nach dem jüdischen Kalender ist dies der 28. Tag des Monats Ijar. In diesem Jahr findet er am kommenden Mittwoch statt. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 10.05.2007, 10:18 Uhr Hamas setzt antiisraelische Kindersendung aus -> #zurueck GAZA (inn) - Die Hamas hat eine Kindersendung aus dem Fernsehprogramm genommen, in der eine verfremdete Mickymaus-Figur gegen Israel hetzte. Man könne sich dem palästinensischen Kampf gegen die Besatzung nicht in dieser Weise annähern, sagte der palästinensische Informationsminister Mustafa Barghuti am Mittwoch. "Ich habe die Hamas aufgefordert, das Programm auszusetzen, und sie haben es herausgenommen", so Barghuti. "Denn es war falsch, ein Programm, das sich an Kinder richtet, zu benutzen, um politische Botschaften zu vermitteln." Die Hamas überprüfe die Sendung. In der wöchentlichen Kindersendung "Die Pioniere von morgen" hatten die Maus Farfur und eine junge Moderatorin die Zuschauer zum Kampf gegen Israel und den Westen aufgefordert. Das israelische Medienbeobachtungszentrum "Palestinian Media Watch" dokumentierte diese Hetze. Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet, wurde Barghuti von seinem Ministerium aufgefordert, die Angelegenheit zu untersuchen. Das Informationsministerium werde weiterhin die Ausdrucks- und Pressefreiheit gewährleisten, teilte er mit. Doch "jegliche Medieninhalte, die gegen das palästinensische Rundfunkgesetz verstoßen, werden durch das Informationsministerium bestraft". Der Minister vertritt die Partei "Palästinensische Nationale Initiative". Gleichzeitig beschwerte sich Barghuti darüber, dass die Geschichte weiterhin die Aufmerksamkeit mehrerer amerikanischer Fernsehstationen auf sich ziehe, obwohl sie geklärt sei. Hingegen strahlten die Medien ein Video über israelische Menschenrechtsverletzungen nicht aus, das sein Ministerium vor einigen Wochen zur Verfügung gestellt habe. Obwohl die Maus Farfur der Mickymaus von Walt Disney nachempfunden ist, gab es keine Stellungnahme von dem Konzern. Doch eine Tochter des Firmengründers, Diane Disney Miller, sagte gegenüber "New York Daily News": "Die Welt liebt Kinder. Diese (Sendung) widerspricht dem Wesen der Menschlichkeit. Das, womit wir es hier zu tun haben, ist durch und durch böse, und man kann das nicht ignorieren." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 09.05.2007, 16:31 Uhr Johnston-Entführer stellen Forderungen -> #zurueck GAZA (inn) - Eine palästinensische Gruppierung hat Bedingungen für eine Freilassung des entführten BBC-Journalisten Alan Johnston formuliert. Sie forderte, dass moslemische Häftlinge aus britischen Gefängnissen freikommen. Johnston ist bereits seit dem 12. März in den Händen seiner Entführer, aber bislang gab es keine Forderungen. Nun erhielt der panarabische Sender "Al- Dschasira" eine Videokassette, die von der Gruppe "Dschaisch al-Islam" ("Armee des Islam") stammen soll. Darauf sagt ein Vertreter der Organisation: "Wir fordern von Großbritannien, dass es unsere Häftlinge befreit, und vor allem den palästinensischen Scheich Abu Katada. In diesem Zusammenhang vergessen wir nicht unsere Gefangenen in anderen ungläubigen Ländern. Wir sagen ihnen allen: Befreit unsere Häftlinge, oder wir werden euch dasselbe tun." Abu Katada wird wegen seiner Zugehörigkeit zum internationalen Terrornetzwerk "Al-Qaida" in Großbritannien festgehalten. Terroranklagen gegen den Palästinenser kommen aus Algerien, Jordanien, Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich, Italien und den USA. Er wurde im August 2005, kurz nach den Anschlägen von London, festgenommen. Laut "Al-Dschasira" wurden auf dem Video keine Angaben über Johnstons Aufenthaltsort oder seinen Gesundheitszustand gemacht. "Dschaisch al-Islam" ist im Gazastreifen relativ unbekannt, berichtet der arabische Sender. Erst im vergangenen Jahr trat die Gruppe ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, als sie sich an der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit beteiligte. Dabei arbeitete sie mit den etablierteren Terrorgruppen Hamas und "Volkswiderstandskomitees" zusammen. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 10.05.2007, 14:58 Uhr Dauerbrenner: Schiiten versus Sunniten -> #zurueck Nicht nur aus nationalistischen, sondern auch aus religiösen Gründen sind die sunnitischen Araber traditionell Erzfeinde der Perser. Die überwiegende Mehrheit der Muslime sind Sunniten. Sie betrachten die "Sunna", die Übung des Propheten Mohammed in Wort, Handlung und Unterlassung als ergänzende Erklärung zum Koran. Die Sunna ist in den "Hadithen", den Berichten über die Taten des Propheten überliefert. Nach oben -> #zurueck Ganze Nachricht (online) -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13481.html May 10 Israelnetz.de-Newsletter vom 09.05.2007Inhalt Nachrichten: "Angriff auf UN-Schule wegen christlicher Missionierung" Barak fordert Olmerts Rücktritt Hamas sät mit falscher Mickymaus Hass gegen Israel Feier zum Jerusalem-Tag in Berlin Inhalt Hintergründe: Das Ende einer langen Suche: Grabmal Herodes des Großen entdeckt 09.05.2007, 14:31 Uhr "Angriff auf UN-Schule wegen christlicher Missionierung" -> #13465 RAFAH (inn) - Eine islamische Gruppe hat sich zu dem tödlichen Angriff auf eine UN-Schule im Gazastreifen bekannt. Sie warf der UNO vor, "christliche missionarische Aktivitäten zu verbreiten". "Wir werden sie weiter schlagen und versuchen, sie zu töten", heißt es in einem Fax der Gruppe "Dschihadia Salafija" an die amerikanische Internetzeitung "World Net Daily" (WND). "Sie versuchen, unsere Moslems unter dem Deckmantel einer internationalen Organisation zu bekehren." Bei dem Angriff während einer Sportveranstaltung am Montag war ein Palästinenser ums Leben gekommen, sechs weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Angreifer bekundeten über Lautsprecher ihren Ärger darüber, dass Jungen und Mädchen gemeinsam Sport trieben. Durch die Veranstaltung würden den Kindern "unmoralische Werte" beigebracht. Laut der Zeitung "Jediot Aharonot" war die Gruppierung bisher im Gazastreifen aktiv, um säkulare Moslems religiöser zu machen. Doch der Anführer Abu Saker bestätigte am Dienstag gegenüber WND, dass kürzlich ein "militärischer Flügel" gegründet worden sei. Dieser solle gegen Einzelpersonen, Einrichtungen und Organisationen vorgehen, die dem Islam schadeten. A-Sahar: "Westen kann vom Islam lernen" Als Reaktion auf den Vorfall sagte der Hamas-Chef im Gazastreifen, Mahmud a- Sahar, im Gespräch mit WND: "Ich verstehe die westliche Auffassung zu diesen Themen kaum. Der Westen hat seinen Leuten all diese Freiheit gebracht, aber genau jene Freiheit hat den Tod der Moral in den Westen gebracht. Sie hat zu Phänomenen wie Homosexualität, Heimatlosigkeit und AIDS geführt." Auf die Frage, ob die Hamas den Palästinensern harte islamische Gesetze auferlegen wolle, entgegnete A-Sahar: "Die Palästinenser sind moslemische Leute, und wir brauchen unseren Leuten nichts aufzuzwingen, weil sie bereits ihrem Glauben und ihrer Religion verpflichtet sind. Die Leute sind frei, ihre Lebensweise, ihre Art der Bekleidung und ihr Verhalten zu wählen." Seine Organisation respektiere die Rechte von Frauen. "Es ist falsch, zu sagen, dass in unserer islamischen Gesellschaft ein Mangel an Frauenrechten besteht", fügte der frühere palästinensische Außenminister hinzu. "Frauen genießen ihre Rechte. Vom Westen unterscheidet uns, dass junge Frauen nicht außerhalb der Ehe mit Männern zusammen sein und Beziehungen haben dürfen. Im Westen haben sie das manchmal mit Dutzenden Männern. Das führt zur Zerstörung der Institution Familie und dazu, dass viele Kinder auf die Welt kommen, ohne zu wissen, wer ihre Väter oder ihre Mütter sind. Das ist keine moderne und fortschrittliche Gesellschaft." Der Westen könne von den islamischen Werten lernen, fuhr A-Sahar fort. "Hier beziehe ich mich auf das, was der britische Prinz Charles in den frühen 90er Jahren an der Universität Oxford gesagt hat. Er sagte, der Westen müsse vom Islam lernen, wie man Kinder richtig erzieht und ihnen die richtigen Werte beibringt." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 09.05.2007, 12:46 Uhr Barak fordert Olmerts Rücktritt -> #zurueck JERUSALEM (inn) - Ehud Barak hat Israels Premier Ehud Olmert zum Rücktritt aufgefordert. Wenn er die Wahl zum Avoda-Vorsitzenden gewinne, werde er sonst Neuwahlen anstreben, sagte der frühere Regierungschef am Dienstag vor Journalisten. Barak ist neben Ami Ajalon der aussichtsreichste Kandidat für den Vorsitz von Olmerts wichtigstem Koalitionspartner. Die interne Wahl findet am 28. Mai statt. Ajalon hatte schon früher gefordert, dass der Premier sein Amt niederlege. Anlass ist der vorläufige Untersuchungsbericht über den Libanonkrieg, der Olmert, Verteidigungsminister Amir Peretz und dem damaligen Generalstabschef Dan Halutz schwere Fehler vorwirft. Barak wies bei seiner improvisierten Pressekonferenz darauf hin, dass Halutz bereits zurückgetreten sei. Der derzeitige Avoda-Chef Peretz habe sich verpflichtet, das Verteidigungsministerium nach der Wahl zu verlassen. "Ich glaube, dass der Premierminister, den ich schätze und als israelischen Patrioten kenne, auch einen angemessenen Weg findet, um Schlussfolgerungen zu ziehen, aber bisher ist das nicht geschehen." Wenn Olmert bis zum Tag nach der Avoda-Wahl Konsequenzen gezogen habe, werde der Weg offen sein, um in einer Übergangsregierung mitzuwirken. Diese müsse sich mit Israels wichtigen Herausforderungen im Bereich der Sicherheit auseinander setzen, so Barak. Andernfalls werde er den Weg für vorgezogene Neuwahlen ebnen. Barak sollte Peretz als Minister ersetzen Direkt nach dem Zweiten Libanonkrieg im vergangenen Sommer hatten Barak und Olmert eine strategische Allianz gebildet. Sie sprachen häufig miteinander und erwogen laut der Tageszeitung "Ha´aretz", dass der Avoda-Politiker eventuell Peretz als Verteidigungsminister ersetzen könne. Olmert ging davon aus, dass dieser Schritt seine angeschlagene Regierung rehabilitieren könne. Barak nahm das Versprechen, als Verteidigungsminister den Herausforderungen in Sicherheit und Diplomatie entgegenzutreten, in seinen Wahlkampf auf. Doch nach der scharfen Kritik an Olmert im Winograd-Bericht wuchs der Druck auf Barak, ebenso wie Ajalon den Rücktritt des Premiers zu fordern. Barak versuchte, eine öffentliche Stellungnahme zu umgehen. Doch dem "Ha´aretz"- Bericht zufolge zeigten Umfragen, dass die Mehrheit der Israelis den Rücktritt wünsche. Dies habe Barak dazu gebracht, sich von Olmert zu distanzieren. Kritik von Ajalon Nach seiner Pressekonferenz wurde Barak von den Mitbewerbern um den Parteivorsitz kritisiert, weil er nicht deutlich genug gewesen sei. Klare Worte seien aber unabdingbar, wenn die Avoda wieder an die Macht kommen wolle, sagte Ajalon. "Die israelische Öffentlichkeit hat eine Führung satt, die auf Manipulationen gegründet ist. Sie fordert eine ehrliche Führung." Ähnlich äußerten sich die Kandidaten Ophir Pines-Pas und Danny Jatom. Peretz hingegen hat offen gelassen, ob er in der Regierung bleibt, wenn er den Avoda-Vorsitz behalten kann. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 09.05.2007, 10:59 Uhr Hamas sät mit falscher Mickymaus Hass gegen Israel -> #zurueck GAZA (inn) - Eine leicht verfremdete Mickymaus-Figur hetzt im palästinensischen Fernsehen gegen Israel. Die jungen Zuschauer werden aufgefordert, gegen die "gewaltsame angreifende zionistische Besatzung Widerstand zu leisten". Die Maus, die den Namen Farfur trägt, ist der Star in der wöchentlichen Kindersendung "Die Pioniere von morgen". Das Programm läuft im offiziellen Sender der Hamas, "Al-Aksa-TV". Farfur arbeitet mit einem Mädchen namens Saraa' zusammen. Die beiden erinnern die Kinder daran, dass sie die islamischen Gesetze halten sollten. Dabei lassen sie keine Gelegenheit zur Indoktrinierung aus, berichtet das israelische Medienbeobachtungszentrum "Palestinian Media Watch". Saraa' fordert die Kinder einmal auf, sich der Jerusalemer Al-Aksa-Moschee und der palästinensischen Häftlinge anzunehmen: "Ich erinnere euch daran, dass Al-Aksa und die Häftlinge eine Verantwortung auf euren Schultern sind. Allah wird uns am Tag der Auferstehung fragen, was wir um ihretwillen gegeben haben." Während der Sendungen rufen Kinder an und tragen Gedichte mit Bildern von Hass und Gewalt vor. "Wir werden den Stuhl der Gewaltherrscher zerstören, also werden sie die Flamme des Todes schmecken", heißt es da beispielsweise. Oder: "Rafah singt: 'Oh, oh.' Seine Antwort ist eine AK-47. Wir, die wir keine Furcht kennen, sind die Raubtiere des Waldes." Weltherrschaft angestrebt In der Sendung vom 16. April sagte die Maus: "Ihr müsst sorgfältig sein, was euer Gebet angeht und für alle fünf (täglichen) Gebete in die Moschee gehen. Ich sage, in der Moschee und in den ersten Reihen, bis wir die Welt anführen können." Saraa' fügte hinzu: "Wir erinnern euch daran, dass wir, die Großartigen, dieses Programm gestartet haben, um diese Welt anzuführen. Der Kern, so Allah will, wird von hier ausgehen, von Palästina. Wir werden die Sorge dieser (islamischen) Nation tragen, die uns erwartet." Dabei machte sie deutlich, dass "Palästina" ganz Israel einschließt. "Ja, wir, die Pioniere von morgen, werden dieser Nation ihren Ruhm zurückgeben", so Farfur weiter. "Wir werden Al-Aksa befreien, so Allah will, und wir werden den Irak befreien, so Allah will, und wir werden die islamischen Länder befreien, in die Mörder eingedrungen sind." Der Widerstand werde bis zum Sieg fortgesetzt. Scharon für tot erklärt Eine Woche später setzte die Maus Abu Dschamal, einen der bekanntesten Feinde des Islamgründers Mohammed in Mekka, mit Israels früherem Premier Ariel Scharon gleich. Dieser liegt seit Anfang 2006 nach einem Schlaganfall im Koma. "So Allah will, werden dieses Land, seine Kinder, seine Männer, seine Frauen und seine Alten siegen", fuhr Farfur fort. "Wir werden siegen, Brüder. Wir werden siegen, Bush! Wir werden siegen, Scharon! Ah, Scharon ist tot. Wir werden siegen, Mofas. Mofas ist gegangen. Wir werden siegen, Olmert, wir werden siegen, Condoleezza… wir werden siegen." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.05.2007, 16:30 Uhr Feier zum Jerusalem-Tag in Berlin -> #zurueck BERLIN (inn) - Die Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechs-Tage-Krieg jährt sich zum 40. Mal - aus diesem Anlass gibt es in der kommenden Woche eine Feier in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Veranstalter sind die "Jewish Agency for Israel", die Botschaft des Staates Israel und die Zionistische Organisation in Deutschland. Sie arbeiten mit der jüdischen Gemeinde zusammen. Die Feier zum Jom Jeruschalajim (Jerusalem- Tag) ist am Mittwoch, 16. Mai, um 19.30 Uhr. Sie findet im Saal der jüdischen Gemeinde statt - in der Fasanenstraße 79-80, 10623 Berlin. Ein Grußwort des Jerusalemer Bürgermeisters Uri Lupolianski wird während der Veranstaltung live nach Berlin übertragen. Außerdem gibt es eine Videokonferenz zwischen der israelischen und der deutschen Hauptstadt zu aktuellen Themen sowie israelische Live-Musik. Der Eintritt ist frei. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 09.05.2007, 15:02 Uhr Das Ende einer langen Suche: Grabmal Herodes des Großen entdeckt -> #zurueck Seit 1972 hat Ehud Netzer das Grab des Königs gesucht. "Jetzt haben wir zweifelsfrei den Ort gefunden, an dem Herodes der Große beigesetzt wurde", verkündet der Professor der Hebräischen Universität Jerusalem freudestrahlend. Umlagert von Journalisten aus aller Welt erklärt er drei Wochen nachdem er die Gewissheit hatte, sein Ziel erreicht zu haben, Einzelheiten der Suche um den geheimnisvollen Berg in der Wüste Juda, dem schon aus weiter Entfernung anzusehen ist, dass er von Menschenhänden gemacht wurde. Ganz offensichtlich genießt der studierte Architekt und Archäologe eine der ganz großen Stunden seines Lebens und das hysterische Drängen der Medienvertreter. Nach oben -> #zurueck Ganze Nachricht (online) -> http://www.israelnetz.de/show.sxp/israelnetz/13465. Israelnetz.de-Newsletter vom 08.05.2007Inhalt Nachrichten: Suche nach Herodes-Grab beendet
Haftstrafe für Terrorhelfer Ban: Waffenschmuggel an Hisbollah muss aufhören Rice verschiebt Israelreise Sarkozy: "Ich bin ein Freund Israels" Zwei Fatah-Anhänger im Libanon getötet Libanesischer Präsident: Hisbollah wird nicht entwaffnet Inhalt Hintergründe: 08.05.2007, 14:56 Uhr Suche nach Herodes-Grab beendet -> #13455 JERUSALEM (inn) - Israelische Archäologen haben das Grab von König Herodes lokalisiert. Das teilte ein Professor der Hebräischen Universität in Jerusalem am Dienstag mit. Die mutmaßliche Grabstätte sei entdeckt worden, als ein Forscherteam Bruchstücke eines Sarkophags fand, sagte der Archäologieprofessor Ehud Netzer vor Journalisten. Dieser habe offenbar einem antiken König gehört. Die Stätte befindet sich auf dem Herodium, einem Hügel etwa zwölf Kilometer südlich von Jerusalem. Das berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Herodes lebte von etwa 73 bis 4 vor der Zeitrechnung und war im Auftrag der Römer König von Judäa. Im Neuen Testament wird er in der Geburtsgeschichte Jesu erwähnt und für den Kindermord von Bethlehem verantwortlich gemacht. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.05.2007, 14:09 Uhr Haftstrafe für Terrorhelfer -> #zurueck TEL AVIV (inn) - Das Bezirksgericht Tel Aviv hat am Dienstag einen israelischen Araber wegen der Beihilfe zum Terror verurteilt. Er hatte im Jahr 2002 einen palästinensischen Attentäter in seinem Fahrzeug mitgenommen, der sich anschließend in einem Café in der Küstenmetropole in die Luft sprengte. Der Angeklagte, Islam Badir, muss für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Im Verhör gab der 28-Jährige zu, den Terroristen und seinen Komplizen Raed Abu Saris von seinem Wohnort Kafr Kassem nach Petach Tikvah gebracht zu haben. Der Attentäter fuhr anschließend mit einem Taxi nach Tel Aviv und verübte seinen Anschlag im Café "My Coffee Shop", als gerade ein Fußballspiel übertragen wurde. Eine Israelin kam ums Leben, 28 Menschen erlitten Verletzungen. Abu Saris gab bei der Vernehmung an, er habe den Attentäter im Auftrag der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden von Nablus nach Tel Aviv begleitet. Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet, hatten sich Badir und Abu Saris bereits früher gemeinsam an illegalen Aktivitäten beteiligt. Der Palästinenser hatte den Israeli deshalb gebeten, ihn und den Attentäter nach Petach Tikvah zu bringen. Infolge der Ermittlungen zu Abu Saris' Mitwirkung an dem Anschlag stieß der israelische Geheimdienst Schin Beit auf Badir. Dieser war zu dem Zeitpunkt wegen anderer Vergehen in Haft. Nach eigenen Angaben hatte Badir nur erfahren, dass die beiden Araber wegen illegaler Aktivitäten nach Tel Aviv wollten. Von dem geplanten Anschlag habe er nichts gewusst, aber während der Fahrt Verdacht geschöpft. Daraufhin fragte er seine Mitfahrer danach. Sie bestätigten seine Vermutung. Dennoch brachte er sie an das gewünschte Ziel und kehrte nach Kafr Kassem zurück, ohne die israelischen Sicherheitskräfte über den mörderischen Plan zu informieren. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.05.2007, 12:08 Uhr Ban: Waffenschmuggel an Hisbollah muss aufhören -> #zurueck NEW YORK (inn) - Von Syrien aus werden regelmäßig illegal Waffen an die Hisbollah im Libanon geliefert. Das teilte UN-Generalsekretär Ban Ki-Mun am Montag mit. Die Nachrichten über Waffenladungen zeigten, dass eine Arbeitsgruppe in die Region gesandt werden müsse, so Ban in einem Bericht für den UN- Sicherheitsrat. Diese solle Vorschläge machen, wie die syrisch-libanesische Grenze beobachtet werden könne. Zu seinen Informationsquellen gehörten auch "detaillierte und beträchtliche" Berichte aus Israel und anderen Ländern. "Solche Transfers sollen auf einer regelmäßigen Basis stattfinden", schreibt Ban weiter. "Ich bin zutiefst besorgt, dass die politische Krise im Libanon" durch den Waffenschmuggel "vertieft und verschlimmert werden könnte". Die meisten Kampfmittel erhalte laut dem Bericht die Hisbollah- Miliz. Der Generalsekretär rief die UN-Resolution 1559 aus dem Jahr 2004 in Erinnerung. Diese hatte alle ausländischen Truppen aufgefordert, den Libanon zu verlassen. Die Regierung in Beirut sollte gleichzeitig die Kontrolle über das ganze Land übernehmen. Vor zwei Jahren haben sich alle syrischen Truppen aus dem Libanon zurückgezogen. Ban kritisierte auch die israelischen Kontrollflüge über das Gebiet des Nachbarstaates. Er habe die Regierung aufgefordert, diese "Verletzungen der libanesischen Souveränität vollständig einzustellen". Der Generalsekretär betonte die Notwendigkeit, die libanesisch-syrische Grenze zu bestimmen. Diplomatische Beziehungen zwischen Beirut und Damaskus müssten geknüpft werden als "wichtige Maßnahme, um einen strengen Respekt vor der Souveränität des Libanon, der territorialen Integrität und der politischen Unabhängigkeit zu bestätigen". Wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" berichtet, sprach Ban auch von einer wachsenden Bedrohung durch "extremistische islamische Gruppen". Diese hätten Zuflucht in palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon gefunden. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.05.2007, 11:26 Uhr Rice verschiebt Israelreise -> #zurueck WASHINGTON (inn) - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat einen für die kommende Woche geplanten Besuch in Israel vertagt. Anlass ist die scharfe Kritik am israelischen Premier Ehud Olmert, dem der zuständige Untersuchungsausschuss schwere Fehler im Zweiten Libanonkrieg vorwirft. Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet, wollte Rice um den 15. Mai Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete besuchen. Doch dies sei wegen der drohenden Regierungskrise verschoben worden. "Es ist möglich, dass sie auf dieser Reise einen Kurzbesuch im Nahen Osten machen könnte", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack. "Aber ich erwarte nicht, dass sie auf dieser Reise nach Israel und in die palästinensischen Gebiete reist. Es gibt offensichtlich viel Politik in Israel, die sie derzeit durcharbeiten. Aber wir werden unsere Bemühungen fortsetzen, den israelisch-palästinensischen Kurs voranzubringen." Ein neuer Termin für eine Reise nach Israel und in die Autonomiegebiete wurde nicht genannt. Auch ist noch nicht bekannt, welches Land im Nahen Osten die Ministerin stattdessen besuchen könnte. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.05.2007, 10:56 Uhr Sarkozy: "Ich bin ein Freund Israels" -> #zurueck JERUSALEM / PARIS (inn) - Israels Premier Ehud Olmert hat dem neugewählten französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu seinem Wahlsieg gratuliert. Die beiden Politiker vereinbarten für die Zeit nach der Amtsübernahme Gespräche, um die bilateralen Beziehungen und den Frieden in der Region voranzubringen. Laut einer Mitteilung aus dem Büro des Premierministers bedankte sich Sarkozy bei Olmert und fügte hinzu: "Ich bin ein Freund Israels und Israel kann sich immer auf meine Freundschaft verlassen." Dies berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". In Jerusalem wurde der Wahlerfolg des konservativen Politikers positiv aufgenommen. Vizepremier Schimon Peres begrüßte Sarkozys Freundschaft. Die Erklärung in der Siegesansprache, dass eine EU-ähnliche Staatengemeinschaft im Nahen Osten gebildet werden solle, bezeichnete er laut der "Jerusalem Post" als "sehr interessante" Anregung. Oppositionsführer Benjamin "Bibi" Netanjahu sprach von guten Nachrichten für die israelisch-französischen Beziehungen. "Sarkozy ist ein Freund Israels und ein persönlicher Freund von mir. Er will Israel helfen, echten Frieden zu erreichen, und er versteht unsere Sicherheitsbedürfnisse gut." Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 08.05.2007, 10:18 Uhr Zwei Fatah-Anhänger im Libanon getötet -> #zurueck SIDON (inn) - Zwei Palästinenser sind am Montag in einem libanesischen Flüchtlingslager erschossen worden. Sie waren Mitglieder der Fatah-Partei vom Vorsitzenden der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas. Bei den Toten handelt es sich um Leibwächter eines Offiziers der Fatah. Sie wollten Motorräder abholen, die sie zur Reparatur gebracht hatten. Die Attentäter schossen aus dem Hinterhalt auf die Palästinenser. Wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" unter Berufung auf palästinensische und libanesische Sicherheitsbeamte berichtet, war der Fatah-Offizier während des Angriffes nicht zugegen. Die Sicherheitsvertreter vermuten, dass die Attentäter der islamischen Gruppe "Dschund al-Scham" angehören. Sie hat ihre Basis in dem Lager, in dem sich der Vorfall ereignete - Ein el-Hilweh in der südlibanesischen Küstenstadt Sidon. Nach dem Angriff bezogen Bewaffnete verschiedener Gruppierungen Stellung, es kam zu einem Schusswechsel. Ein el-Hilweh ist das größte der zwölf palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon. Es ist oft Schauplatz von bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Gruppen, die um die Macht kämpfen. Das Lager befindet sich unter palästinensischer Kontrolle, die libanesischen Behörden haben dort keinen Einfluss. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 07.05.2007 , 16:53 Uhr Libanesischer Präsident: Hisbollah wird nicht entwaffnet -> #zurueck BEIRUT (inn) - Eine Entwaffnung der Hisbollah steht vorerst nicht auf der libanesischen Tagesordnung. Das sagte Präsident Emile Lahud gegenüber einem kubanischen Radiosender. "Der nationale Widerstand wird nicht entwaffnet, solange ein Kriegszustand mit dem Staat Israel bestehen bleibt", so Lahud am Samstag. "Wir halten am Recht des Libanon fest, stark zu sein, bis ein gerechter und umfassender Friede umgesetzt wird." Dann werde ein Widerstand nicht mehr vonnöten sein. Anlass für das Interview war der siebente Jahrestag des israelischen Rückzuges aus dem Südlibanon. "Der Sieg, den der Libanon über Israel im Jahr 2000 ebenso wie im Sommer 2006 erreicht hat, wird in die Geschichte eingehen", fügte der Präsident hinzu. "Denn es ist der Sieg eines Staates mit kleinem Gebiet, der es geschafft hat, Israel und diejenigen, die dahinter stehen, zu überwinden, und vor allem die Waffen, die die USA an Israel schicken." Israel gebe die Niederlage selbst zu, sagte Lahud in Bezug auf den israelischen Winograd- Bericht, der Premier Ehud Olmert und Verteidigungsminister Amir Peretz schwere Fehler im Libanonkrieg vorwirft. Auf die Frage, ob er mit einem israelischen Angriff auf den Libanon oder Syrien rechne, entgegnete der Präsident: "Bei Israel ist alles möglich, und vor allem ein Angriff auf den Libanon und Syrien. Israel will keinen Frieden. Es hat uns das im Laufe der letzten Jahre gesagt." Israel wolle weitere Juden aufnehmen und strebe deshalb danach, sein Gebiet zu vergrößern und bis an den Litani-Fluss im Südlibanon zu gelangen. Nach oben -> #zurueck Israelnetz.de-Newsletter vom 07.05.2007Inhalt Nachrichten: Steinmeier in Israel Palästinensischer Kollaborateur hingerichtet Toter bei palästinensischem Angriff auf UN-Schule Palästinenser sterben bei Schusswechsel - Kassam verfehlt Kindergarten Inhalt Hintergründe: 07.05.2007, 14:59 Uhr Steinmeier in Israel -> #13451 JERUSALEM / BETHLEHEM (inn) - Israels Außenministerin Zipi Livni hat sich gegen eine zu eilige Reaktion auf die jüngsten Raketenangriffe ausgesprochen. Die Regierung dürfe im Gazastreifen nicht die Fehler aus dem Libanonkrieg wiederholen, sagte sie am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. "Ich denke, es ist Zeit, die Arbeitsweise zu verändern, sowohl in der Regierung als auch in der Beziehung zwischen militärischen und diplomatischen Befehlsebenen", so Livni. "Als Kabinettsmitglied erwarte ich, dass es eine Debatte geben wird, in der das Militär seine Pläne präsentiert. Die Lage in Gaza ist kompliziert, und die Regierung muss eine umfassende und wohlüberlegte Entscheidungsfindungssitzung abhalten." Infolge des vorläufigen Berichtes der Winograd-Kommission erwarte sie, dass sich die Prozesse der Entscheidungsfindung ändern würden, fügte Livni hinzu. Das Außenministerium müsse daran beteiligt werden. Der Untersuchungsausschuss hatte Premier Ehud Olmert und Verteidigungsminister Amir Peretz schwere Fehler im Libanonkrieg vorgeworfen. Steinmeier hatte seine sechstätige Nahostreise am Donnerstag begonnen. Er lud Livni zu einer der nächsten Sitzungen der EU-Außenminister ein. Sie solle die Gelegenheit nutzen, ihre Ansichten über den Friedensprozess in Nahost darzulegen, sagte er nach dem Treffen mit der israelischen Amtskollegin. Dies berichtet die Tageszeitung "Ha´aretz". Der deutsche Minister kam auch mit Olmert zusammen. Eklat in Bethlehem Zuvor hatte Steinmeier in Bethlehem den palästinensischen Finanzminister Salam Fajjad und Tourismusministerin Chulud Daibes getroffen. Fajjad forderte ein Ende des Boykotts gegen die palästinensische Regierung. Steinmeier besichtigte auch die Geburtskirche. Einen Eklat gab es, weil die deutsche Delegation dem Bethlehemer Bürgermeister Victor Batharse "verboten" hatten, Steinmeier zu begrüßen. Batharse ist Mitglied der "Volksfront für die Befreiung Palästinas" (PFLP), die aus europäischer Sicht als Terror-Organisation gilt. Wie der Nachrichtensender "n-tv" berichtet, hatte der Bürgermeister aus Protest ein riesiges dreisprachiges Spruchband zwischen die Bäume auf dem Krippenplatz spannen lassen. Auf Deutsch stand da: "Wer auch immer die Stadtverwaltung Bethlehems boykottiert, der ist in der Geburtsstadt Christi nicht willkommen." Der Gouverneur der Autonomiestadt, Salah Tamari, boykottierte laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an" aus Solidarität Steinmeiers Besuch in Bethlehem. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 07.05.2007, 14:02 Uhr Palästinensischer Kollaborateur hingerichtet -> #zurueck RAMALLAH (inn) - Die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden haben in Ramallah einen Kollaborateur erschossen. Der Palästinenser hatte zugegeben, Informationen an die israelischen Sicherheitskräfte weitergegeben zu haben. Der 26-jährige Kollaborateur wurde in der Nacht zum Samstag hingerichtet. Laut den Vollstreckern hatte er gestanden, am vergangenen Mittwoch bei einem Einsatz die israelische Armee unterstützt zu haben. Dabei nahmen die Soldaten ein Mitglied der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden fest. Ein ranghoher Vertreter der Terrorgruppe sagte am Samstag gegenüber der Tageszeitung "Jediot Aharonot": Der Hingerichtete "hat uns erzählt, dass er und der (israelische Geheimdienst) Schin Beit vor ein paar Monaten versucht hätten, eine Frau für ein Selbstmordattentat zu rekrutieren. Infolge des Versuches wurden mehrere Leute festgenommen, die angeblich ein Teil jener Organisation waren". Ein weiterer Verdächtiger sei den Behörden zum Verhör übergeben worden. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 07.05.2007, 12:04 Uhr Toter bei palästinensischem Angriff auf UN-Schule -> #zurueck RAFAH (inn) - Bei einem palästinensischen Angriff auf eine UN-Schule im Gazastreifen ist am Sonntag ein Mensch getötet worden. Zuvor hatte eine islamische Gruppe eine dort vorgesehene Sportveranstaltung als "unislamisch" kritisiert und mit Angriffen gedroht. Der Überfall ereignete sich während der Feier an der Umarijja-Schule in Rafah, die vom UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) geführt wird. An der Festveranstaltung nahm auch der Direktor der Hilfsoperationen in Gaza, John Ging, teil. Er war erst im März einem Attentat auf seinen Konvoi unverletzt entgangen. "Eine bewaffnete Gruppe warf Granaten und eröffnete das Feuer auf palästinensische Bürger und die Gastdelegationen, als sie auf dem Weg aus der Schule heraus waren", sagten Sicherheitsvertreter gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an". "Sie griffen auch den Konvoi des Direktors der UN-Operationen an. Dies führte zum Tod des 27 Jahre alten Sulaiman a-Schaer, eines der Begleiter des palästinensischen Abgeordneten Madschid Abu Schammala. Sechs weitere Menschen wurden verletzt." Die palästinensische Präsidialgarde brachte Ging an einen sicheren Ort. Unter den Verwundeten sind Schüler und ihre Angehörigen sowie der Wachmann der Schule. Das UNRWA-Hauptquartier wurde am Montag mit Blech zusätzlich gegen Kugeln geschützt. Nach oben -> #zurueck ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 07.05.2007, 11:26 Uhr Palästinenser sterben bei Schusswechsel - Kassam verfehlt Kindergarten -> #zurueck DSCHENIN / SDEROT (inn) - Bei einem Zusammenstoß mit der israelischen Grenzpolizei sind drei Palästinenser ums Leben gekommen. Der Zwischenfall ereignete sich in Nacht zum Samstag in der Autonomiestadt Dschenin. Die Toten waren Mitglieder der Terrorvereinigung Dschihad al-Islami. Einer von ihnen, der 27-jährige Mahdi Abu Hir, war nach palästinensischen Angaben erst kürzlich aus einem israelischen Gefängnis entlassen worden. Er hatte vier Jahre dort verbracht. Laut der Armee hatten die Palästinenser von einem Fahrzeug aus das Feuer eröffnet, als sie bemerkten, dass sie von der Polizei verfolgt wurden. Die Israelis erwiderten die Schüsse. Die Insassen, die sich außer den Getöteten in dem palästinensischen Wagen befanden, ergriffen die Flucht. In dem verlassenen Fahrzeug fanden die Grenzpolizisten zwei M-16-Gewehre. Terroristen reagieren mit Raketen Als Reaktion feuerte die Terrorgruppe vom Gazastreifen aus am Wochenende Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet ab. Eine verfehlte am Montagmorgen nur knapp einen Kindergarten in der Wüstenstadt Sderot. Sie traf ein Haus und verursachte Sachschaden. Die Bewohner erlitten einen Schock. Zu diesem Zeitpunkt war der Kindergarten noch nicht für die Kinder geöffnet. Bereits am Samstag wurden zwei Israelis bei einem Raketenangriff verwundet, einer von ihnen erlitt am ganzen Körper Verletzungen durch Schrapnells. Er wurde in ein Krankenhaus in der Küstenstadt Aschkelon gebracht. Das Geschoss hatte eine Tankstelle in der Nähe von Sderot getroffen, wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet. Bei Ramallah schossen Palästinenser auf einen israelischen Wagen. Ein Insasse wurde schwer verletzt. Die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden bekannten sich zu dem Attentat. David Baker, ein Vertreter des Büros des israelischen Premierministers, sagte am Sonntagabend: "Die Kassam-Raketenangriffe ebenso wie der Schussangriff, bei dem der Israeli ernsthaft verwundet wurde, sind genau die Art von Terror, den zu verhindern Israel von der Palästinensischen Autonomiebehörde verlangt. Die PA muss anfangen, die nötigen Schritte gegen solchen Terror zu ergreifen, und Israel wird auf dieser Forderung beharren." Nach oben -> #zurueck |
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